Gunnar Luderer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Gunnar Luderer (* 1977 in Wendelsheim) ist ein deutscher Physiker und Hochschullehrer, der vor allem in der Energie- und Klimaforschung tätig ist. Er ist Professor für globale Energiesystemanalyse an der Technischen Universität Berlin und Leiter der Abteilung Energiesysteme am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Luderer war als Autor an mehreren Berichten des Weltklimarates IPCC beteiligt[1] und wird im Web of Science als "Highly Cited Researcher" geführt, womit er zu den am meisten zitierten Forschern der Welt zählt.[2][3] Sein h-Index lag im Februar 2022 bei 64.[4]

Akademische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luderer studierte von 1998 bis 2003 Physik mit Schwerpunkt Umweltphysik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, als Nebenfach belegte er Wirtschaftswissenschaften. Dieses Studium schloss er mit dem Diplom ab. Parallel absolvierte er von 2001 bis 2003 ein mit einem Mastergrad abgeschlossenes Studium der Atmosphärenwissenschaften an der Oregon State University. Anschließend begann er an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie dem ebenfalls in Mainz ansässigen Max-Planck-Institut für Chemie ein Promotionsstudium, das er 2007 mit einer Dissertation über "Modeling of deep-convective transport of forest fire smoke into the upper troposphere and lower stratosphere" abschloss. Von 2004 bis 2006 war der zudem als Forschungsassistent am Max-Planck-Institut für Chemie angestellt.[1]

Nach einem Jahr als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Umweltbundesamt wechselte er 2007 ans Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, wo er seither tätig ist, zuletzt als Leiter der Arbeitsgruppe globale Energiesysteme. 2019 übernahm er den Lehrstuhl für globale Energiesystemanalyse an der TU Berlin.[1]

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luderers Arbeitsgebiete umfassen unter anderem Integrierte Modellierungen des Energie-Wirtschaft-Klima-Nexus, Transformationspfade hin zu emissionsarmen Energiesystemen, Forschungen zu erneuerbaren Energien und Analysen von Wechselwirkungen zwischen kurzfristiger Klimapolitik und langfristigen Klimazielen.[1]

Neben seiner Arbeit in der Forschung sowie der Lehre war Luderer ebenfalls als Autor an drei Berichten des IPCC beteiligt: dem Fünften Sachstandsbericht des IPCC, dem Special Report on Renewable Energy Sources and Climate Change Mitigation und dem Sonderbericht 1,5 °C globale Erwärmung. Er war zudem Leitautor bei zwei Emissions Gap Reports, die von Fachwissenschaftlern für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen verfasst werden.[5]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gunnar Luderer: Modeling of deep-convective transport of forest fire smoke into the upper troposphere and lower stratosphere. Dissertation, International Max Planck Research School for Atmospheric Chemistry and Physics/Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Mainz 2007, ISBN 978-3-00-022751-6.

Journal-Beiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Curriculum Vitae Prof. Dr. Gunnar Luderer. Internetseite des PIK. Abgerufen am 14. November 2020.
  2. Highly Cited Researchers 2019. Clarivate Web of Science. Abgerufen am 14. November 2020.
  3. Zehn PIK-Forscher unter den einflussreichsten Wissenschaftlern weltweit: Ranking. Pressemitteilung des PIK. Abgerufen am 14. November 2020.
  4. Gunnar Luderer. Google Scholar. Abgerufen am 19. Februar 2022.
  5. Professor Dr. Gunnar Luderer . Internetseite des PIK. Abgerufen am 14. November 2020.