Gyöngyöspata

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Gyöngyöspata
Wappen von Gyöngyöspata
Gyöngyöspata (Ungarn)
Gyöngyöspata
Gyöngyöspata
Basisdaten
Staat: Ungarn
Region: Nordungarn
Komitat: Heves
Kreis seit 1.1.2013: Gyöngyös
Koordinaten: 47° 49′ N, 19° 47′ OKoordinaten: 47° 48′ 50″ N, 19° 47′ 22″ O
Fläche: 60,75 km²
Einwohner: 2.520 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+36) 37
Postleitzahl: 3035
KSH kódja: 08323
Struktur und Verwaltung (Stand: 2015)
Gemeindeart: Gemeinde
Bürgermeisterin: Lászlóné Hevér (Fidesz-KDNP)
Postanschrift: Fõ u. 65
3035 Gyöngyöspata
Website:
(Quelle: A Magyar Köztársaság helységnévkönyve 2011. január 1. bei Központi statisztikai hivatal)
Luftaufnahme über Gyöngyöspata

Gyöngyöspata ist eine Gemeinde am Südrand der Mátra im Norden Ungarns.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet war schon in der Zeit vor der Landnahme der Ungarn bewohnt. Es wurden Gräber aus der Zeit der Awaren und der ungarischen Landnahme gefunden. Im 10. Jahrhundert wurde eine Burg gebaut. Von der 1010 gebauten Kirche wurde das kirchliche Leben von 40 Siedlungen gelenkt. Die Burg wurde 1460 von tschechischen Hussiten belagert und erobert. Hier fand König Matthias Corvinus' erste erfolgreiche Schlacht statt. Im 15. Jahrhundert bekam der Ort Marktrecht und war nach Eger und Gyöngyös die drittgrößte Siedlung im Komitat Heves.

Für internationales Aufsehen sorgte im März/April 2011 die Anwesenheit uniformierter Rechtsextremisten (Szebb Jövőért Polgárőr Egyesület) in der Gemeinde, die im Auftrag des Bürgermeisters und vor den Augen der staatlichen Exekutive wochenlang die Romabevölkerung terrorisierte.[1][2] Das Ungarische Rote Kreuz konnte rund 300 Frauen und Kinder vor den Neonazis retten und mit Bussen aus dem Ort weg und in Sicherheit bringen.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wehrkirche der Jungfrau Maria, gotische Kirche mit romanischen Teilen.
  • Altar mit dem Jesse-Stammbaum, einzigartiges Kunstwerk in Europa, das den Stammbaum Jesu darstellt.
  • Heimatmuseum

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zivil-Miliz terrorisiert Dorf der Roma. In: volksgruppen.orf.at. Abgerufen am 28. November 2017.
  2. https://www.amnesty.org/documents/eur27/005/2011/en
  3. http://bazonline.ch/ausland/europa/Rotes-Kreuz-rettet-300-Frauen-und-Kinder-vor-Neonazis/story/12969897

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]