Hamburg-Ochsenwerder

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Wappen von Ochsenwerder
Wappen von Hamburg
Ochsenwerder
Stadtteil von Hamburg
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Koordinaten 53° 27′ 25″ N, 10° 5′ 33″ OKoordinaten: 53° 27′ 25″ N, 10° 5′ 33″ O
Fläche 14,1 km²
Einwohner 2628 (31. Dez. 2017)
Bevölkerungsdichte 186 Einwohner/km²
Postleitzahl 21037
Vorwahl 040
Bezirk Bergedorf
Verkehrsanbindung
Bus 124, 222, 120, 422
Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein

Ochsenwerder ist ein Hamburger Stadtteil im Bezirk Bergedorf und Teil der Marschlande.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1142 wurde der Begriff Avenberg, ein Teil Ochsenwerders, erstmals erwähnt. 1254 wird Oswerthere erstmals bei der Erhebung des Zehnten an das Heiligen Geist-Hospital urkundlich erwähnt [1].

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ochsenwerder liegt in der feuchten Marsch unmittelbar an der Elbe im Südosten Hamburgs. Der Fluss bildet in seiner Mitte die Grenze zum Bundesland Niedersachsen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ochsenwärder um 1400
Ochsenwärderinnen 1847

Die Besiedelung des Gebiets begann in der Mitte des 12. Jahrhunderts. Die Eindeichung und Kultivierung Ochsenwerders ist ab 1231 belegt. Im darauf folgenden Jahrhundert brachten Hamburger Teile Ochsenwerders in ihren Besitz. Mindestens seit 1333 gehören die Gebiete Spadenland, Tatenberg sowie Moorwerder und Stillhorn zum Ochsenwerder Kirchspiel. Die Stadt Hamburg kaufte am 23. April 1395 Ochsenwerder dem Grafen von Holstein ab, um in ihrem Interesse die Elbschifffahrt zu sichern. 1686 war Ochsenwerder den braunschweig-lüneburgischen Truppen ausgesetzt, die brandschatzten und plünderten. Erneut zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam es im Rahmen der Befreiungskriege gegen Napoleon zu Soldatendurchzügen.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Minderjährigenquote: 16,0 % [Hamburger Durchschnitt: 16,2 % (2016)].
  • Altenquote: 19,4 % [Hamburger Durchschnitt: 18,3 % (2016)].
  • Ausländeranteil: 9,5 % [Hamburger Durchschnitt: 16,7 % (2016)].
  • Arbeitslosenquote: 1,9 % [Hamburger Durchschnitt: 5,3 % (2016)].

Das durchschnittliche Einkommen je Steuerpflichtigen beträgt in Ochsenwerder 38.634 Euro jährlich (2013), der Hamburger Gesamtdurchschnitt liegt bei 39.054 Euro.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wirtschaft ist trotz der Lage innerhalb eines Stadtstaates bis heute landwirtschaftlich geprägt. Ochsenwerder gilt als traditionelles Gemüse-, Stauden- und Schnittblumen-Anbaugebiet zur Versorgung der Metropolregion. Immer mehr Betriebe stellen auf Bioproduktion um [3].

Die touristische Entwicklung vollzieht sich aus eigener Kraft und wird durch die gut ausgebaute Infrastruktur für Radfahrer und Inline-Skater geprägt [4]. Es bestehen Ab-Hof-Verkaufsstellen und gastronomische Einrichtungen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft gehört Ochsenwerder zum Wahlkreis Bergedorf. Die Bürgerschaftswahl 2015 brachte folgendes Ergebnis[5]:

  • SPD 46,4 % (+4,2)
  • CDU 23,2 % (–11,5)
  • AfD 8,5 % (+8,5)
  • FDP 7,6 % (+0,5)
  • Grüne 6,0 % (–2,7)
  • Linke 4,3 % (+1,2)
  • Übrige 4,0 % (–0,2)

Bei der Bundestagswahl 2017 wurde in Ochsenwerder - bei 1.936 Wahlberechtigten und einer Wahlbeteiligung von 51,8 % - folgendes Ergebnis erzielt [6]:

Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
SPD 24,3 18,6
CDU 42,9 40,1
Grüne 6,9 8,8
Linke 6,4 6,5
FDP 8,4 11,3
AfD 9,0 10,5
Übrige 2,2 4,2

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Ochsenwerder geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Ochsenwerder verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hamburg von Altona bis Zollenspieker, Hoffmann und Campe Verlag Hamburg, 1. Auflage 2002, ISBN 3-455-11333-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hamburg-Ochsenwerder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Simone Vollstädt: Das Kirchenspiel Ochsenwerder - Ochsenwerder, Tatenberg, Spadenland, Moorwerder - von den Anfängen bis zur Gegenwart. Hrsg.: Heimatring Ochsenwerder. 1995 (Herausgegeben vom Heimatring Ochsenwerder anlässlich der 600jährigen Zugehörigkeit der Ortsteile Ochsenwerder, Tatenberg, Spadenland und Moorwerder zu Hamburg (Auflage: 1000 Exemplare)).
  2. Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein (Hrsg.): Hamburger Stadtteil-Profile 2016 (= NORD.regional. Band 19). 2018, ISSN 1863-9518 (Online PDF 6,6 MB [abgerufen am 12. Februar 2018]).
  3. private Internetseite zu Ochsenwerder
  4. Marschlanden-Tour mit Streckeninformation für Radler und Skater. Abgerufen am 19. Februar 2016.
  5. Amtliches Ergebnis des Statistikamtes der Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft 2015
  6. Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein: Ergebnispräsentation der Bundestagswahl 2017 in Hamburg. Abgerufen am 29. September 2017.