Die Linke Hamburg

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Die Linke Hamburg
Die Linke logo.svg
Vorsitzende Zaklin Nastic
David Stoop[1]
Schatz­meister Christian Kruse
Geschäfts­führer Martin Wittmaack
Gründungs­datum 7. Juli 2007
Gründungs­ort Hamburg
Hauptsitz Wendenstraße 6
20097 Hamburg
Landtagsmandate
10/121
Mitglieder­zahl 1.386 (Stand: 31. Dez. 2016)[2]
Website www.die-linke-hamburg.de

Die Linke Hamburg (Eigenschreibung: DIE LINKE.Hamburg) ist der Landesverband der deutschen Partei Die Linke in der Freien und Hansestadt Hamburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Linke Hamburg entstand aus dem Zusammenschluss der ehemaligen Landesverbände Linkspartei.PDS Landesverband Hamburg und WASG Hamburg. Der Gründungsparteitag fand am 7. Juli 2007 statt.[3] 2008 trat Die Linke erstmals zur Wahl der Hamburgischen Bürgerschaft an, wobei wie auch bei den folgenden Wahlen Dora Heyenn als Spitzenkandidatin agierte. Die Linke Hamburg erlangte acht Bürgerschaftsmandate (6,4 %), drei durch Direktmandate, und wurde damit viertstärkste Partei in der Bürgerschaft. Sie zog auch in alle Bezirksversammlungen ein (3 bis 6 Sitze).[4] Bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg 2011 erzielten die Linken das gleiche Ergebnis, allerdings wurde sie nach der FDP nur fünftstärkste Partei. Während Die Linke 2011 noch unter bestimmten Bedingungen die Tolerierung eines SPD-Senates angeboten hatte, positionierten sie sich im nächsten Wahlkampf in einer reinen Oppositionsrolle. Bei der Bürgerschaftswahl 2015 konnten sie sich mit 8,5 Prozent der Stimmen auf 11 Sitze in der Bürgerschaft verbessern,[5] vier davon über Direktmandate in den Wahlkreisen Altona, Barmbek-Uhlenhorst-Dulsberg, Billstedt-Wilhelmsburg-Finkenwerder und Hamburg-Mitte. Damit erreichten die Linken in Hamburg das zweitbeste Ergebnis ihrer Partei in einem Landesparlament der alten Bundesländer (mehr Stimmen wurden nur bei den Wahlen des Saarländer Landtages 2009 und 2012 erreicht). Dora Heyenn trat aus der Fraktion aus, nachdem sie nicht erneut zur Fraktionsvorsitzenden gewählt worden war, so dass diese nur noch aus zehn Abgeordneten besteht.[6]

Am 18. Februar wählte der Landesverband Hamburg den Europaabgeordneten Fabio De Masi mit 51 % der Stimmen zum Landeslistenplatz 1 und somit Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 2017.[7] Jan van Aken hatte schon im Sommer 2016 angekündigt, nicht erneut kandidieren zu wollen.[8]

Kreisverbände / Bezirksverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß der Landessatzung und entsprechend der Hamburger Verwaltungsaufteilung ist der Landesverband aufgeteilt in 7 Bezirksverbände. Die Willensbildung und -Artikulation der Partei erfolgt auf Ebene der Bezirksverbände. Hier tauschen sich die Mitglieder regelmäßig in den Mitgliederversammlungen aus. Die ebenfalls auf dieser Ebene gewählten Bezirksverbands-VertreterInnen bringen die Positionen der Bezirksverbände in die in Quartalsabständen tagenden Landesparteitage ein. Um die politische Eigenständigkeit der 7 Hamburger Verwaltungsbezirke zu stärken, werden die Wahlen zu den Bezirksversammlungen mit der Änderung des Wahlrechts 2009 ab 2014 von den Wahlen zur Hamburgischen Bürgerschaft zeitlich getrennt durchgeführt. Nach dem hamburgischen Bezirksverwaltungsgesetz bilden die Bezirksverbände für die Wahlen zu den 7 Hamburger Bezirksversammlungen von der Landespartei unabhängige Bezirks-Wahllisten.

Die LINKE.Hamburg setzt sich somit aus 7 Bezirksverbänden zusammen:

  • Die LINKE.Altona
    • Stadtteilgruppe Altona-Altstadt
    • Stadtteilgruppe Altona-Nord
    • Stadtteilgruppe Bahrenfeld-Ost
    • Stadtteilgruppe Flottbek (Bahrenfeld-West)
    • Stadtteilgruppe Elbvororte
    • Stadtteilgruppe Lurup/Osdorf 
    • Stadtteilgruppe Ottensen
  • Die LINKE.Eimsbüttel
    • Ortsgruppe Eimsbüttel-Nord
    • Ortsgruppe Harvestehude-Rotherbaum
  • Die LINKE.Hamburg-Nord
    • Stadtteilgruppe Barmbek
    • Stadtteilgruppe Dulsberg
    • Stadtteilgruppe Langenhorn
    • Stadtteilgruppe Winterhude
    • Stadtteilgruppe Eppendorf/Hoheluft-Ost
  • Die LINKE.Wandsbek
    • Ortsverband Alstertal und Walddörfer
    • Ortsverband Bramfeld, Steilshoop, Farmsen und Berne
    • Ortsverband Rahlstedt
    • Ortsverband Wandsbek-Kern (Eilbek, Jenfeld, Marienthal, Tonndorf, Wandsbek) 
  • Die LINKE.Hamburg-Mitte
    • Stadtteilgruppe Billstedt
    • Stadtteilgruppe Finkenwerder
    • Stadtteilgruppe Hamm/Horn/Borgfelde
    • Stadtteilgruppe St. Georg
    • Stadtteilgruppe St. Pauli
    • Stadtteilgruppe Wilhelmsburg/Veddel
  • Die LINKE.Harburg
    • Ortsgruppe Harburg Süderelbe
  • Die LINKE.Bergedorf

Landessprecher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gründungsparteitag 2007 wurden zunächst vier Landessprecher gewählt.[9] Seit 2012 hat Die Linke Hamburg nur noch eine Doppelspitze.

  • Zaklin Nastic (seit Juni 2016)[10] (gewählt mit 88,4 %)
  • David Christopher Stoop (seit November 2017) (gewählt mit 75,7 %)

Abgeordnete der Bürgerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der 21. Hamburgischen Bürgerschaft (seit 2015) sitzen folgende Vertreter für Die Linke:

  • Sabine Boeddinghaus, Fraktionsvorsitzende; Sprecherin für Bildung und Schule, Familie und Jugend
  • Cansu Özdemir, Fraktionsvorsitzende; Sprecherin für Frauen, Soziales, Inklusion
  • Heike Sudmann, stellvertretende Fraktionsvorsitzende; Parlamentarische Geschäftsführerin; Sprecherin für Verkehr, Stadtentwicklung und Wohnen
  • Deniz Celik, stellvertretender Fraktionsvorsitzender; Sprecher für Gesundheit und Gewerkschaften
  • Martin Dolzer, Sprecher für Europa, Frieden, Wissenschaft, Justiz, Queer
  • Stephan Jersch, Sprecher für Wirtschaft, Umwelt und Technologie, Medien- und Netzpolitik, Landwirtschaft, Bezirke
  • Norbert Hackbusch, Sprecher für Haushalt, Kultur, Hafen und öffentliche Unternehmen
  • Inge Hannemann, Sprecherin für Arbeitsmarkt
  • Dora Heyenn, fraktionslos (Parteiaustritt 27. November 2015, seit Juli 2017 Mitglied der SPD-Fraktion)
  • Christiane Schneider, Sprecherin für Antifaschismus, Flüchtlinge, Innenpolitik, Religion, Verfassungspolitik
  • Mehmet Yıldız, Sprecher für Kinder und Sport

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dora Heyenn, Spitzenkandidatin bei den Bürgerschaftswahlen 2008, 2011 und 2015 sowie ehemalige Fraktionsvorsitzende, trat Ende 2015 aus der Partei aus und im Juli 2017 in die SPD ein.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesparteitag wählt neuen Landessprecher. In: die-linke-hamburg.de. 12. November 2017, abgerufen am 17. November 2017.
  2. Oskar Niedermayer: Parteimitglieder nach Bundesländern. Bundeszentrale für politische Bildung, 8. Juli 2017, abgerufen am 25. August 2017.
  3. Landessatzung der Partei DIE Linke. Landesverband Hamburg
  4. Ergebnis Bezirksversammlungswahlen 2008
  5. Ergebnis Bürgerschaftswahl 2015
  6. Linke in Hamburg: Entmachtete Fraktionschefin verlässt Fraktion
  7. De Masi Spitzenkandidat der Hamburger Linken. In: ndr.de. 19. Februar 2017, abgerufen am 19. Mai 2017.
  8. Van Aken kandidiert nicht mehr für Bundestag. In: ndr.de. 11. Juni 2016, abgerufen am 19. Mai 2017.
  9. Ergebnisse des Gründungsparteitages
  10. Van Aken kandidiert nicht mehr für Bundestag. In: ndr.de. 11. Juni 2016, abgerufen am 11. Juni 2016 (HTTPS).