Hang Seng China Enterprises Index

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Hang Seng China Enterprise Index (HSCEI) ist ein an der Börse von Hongkong gelisteter Aktienindex, welcher die wichtigsten chinesischen Aktiengesellschaften zusammenfasst.

China ist mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern die bevölkerungsmäßig größte Volkswirtschaft der Welt. Während sich das Land beim Handel zügig geöffnet hat, ist die Liberalisierung der Kapitalmärkte deutlich langsamer verlaufen. Investoren mussten deswegen in der Vergangenheit den Umweg über Hongkong wählen, wo zahlreiche Titel mit Sitz in China gelistet sind. Die sogenannten „H-Aktien“ dürfen mit entsprechender Genehmigung seit 1993 an der lokalen Börse von Nichtchinesen gekauft und verkauft werden. Um die Wertentwicklung dieser Unternehmen abzubilden, wurde am 8. August 1994 der Hang Seng China Enterprise Index (früher nur HSCE) eingeführt. Voraussetzung für eine Aufnahme in das rein chinesische Segment war dabei, dass die H-Aktien auch im übergeordneten Hang Seng Composite Index (HSCI) gelistet sind.

Der HSCEI wurde dabei zunächst rein nach der Marktkapitalisierung ohne Höchstgewichtung konzipiert, was dem Energiekonzern Petrochina zwischenzeitlich einen Indexanteil von über 40 Prozent beschert hat. Dieser Missstand wurde mit einer Überarbeitung der Methodologie im Jahr 2006 behoben, so dass nun das aus der Free-Float-adjustierten Marktkapitalisierung resultierende Gewicht bei 15 Prozent pro Wert gekappt wird. Trotzdem hat Petrochina (11,4 Prozent) den ersten Platz behauptet, gefolgt von den Finanzwerten China Life Insurance (11,0 Prozent), China Construction Bank (8,5 Prozent), Industrial and Commercial Bank of China (7,8 Prozent) und Bank of Communications (6,2 Prozent). Bei den Branchengewichten liegt die Finanzbranche damit vor den Energiegesellschaften.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]