Hans-Karsten Raecke

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Hans-Karsten Raecke (* 12. September 1941 in Rostock) ist ein deutscher Komponist und Erfinder von Musikinstrumenten. 1991 gründete er in Mannheim die Klangwerkstatt e.V., die später ihren Sitz in der "Musikbrennerei" Rheinsberg erhielt.

Lebenslauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Raecke ist in einer musikalischen Familie aufgewachsen. Sein Vater, ein Werbegraphiker, spielte Klavier und seine Mutter Violine. Nachdem sein Vater 1944 in der Sowjetunion gefallen war und die Mutter nach ihrer zweiten Heirat in die Bundesrepublik Deutschland ging, wuchs er bei seiner Großmutter im mecklenburgischen Bad Sülze auf, wo er mit fünf Jahren den ersten Klavierunterricht und später Klarinettenunterricht erhielt.

Von 1962 bis 1968 studierte er an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin bei Rudolf Wagner-Régeny Komposition, Chor- und Ensembleleitung, Klavier und Klarinette und leitete nebenbei mehrere Chöre.

Nach seinem Examen unterrichtete er von 1968 bis 1974 als Dozent an der Humboldt-Universität zu Berlin in den Fächern musiktheoretische Grundausbildung, Klavierpraxis, Harmonielehre, Kontrapunkt und Komposition.

Von 1972 bis 1975 war Raecke Meisterschüler für Komposition an der Akademie der Künste bei Paul Dessau. 1974 gründete er die Berliner Klangwerkstatt.

Raecke ging eigene musikalische Wege mit dem Bau neuer Blas- und Saiteninstrumente, der Klangerweiterung des Flügels und der Einbeziehung elektronischer Musik. Auftritte in Osteuropa, mehrere Auftritte beim Warschauer Herbst und ein Arbeitsstipendium am elektronischen Studio Warschau schlossen sich an. Konflikte mit der DDR-Kulturpolitik veranlassten Raecke 1980, in die Bundesrepublik Deutschland überzusiedeln, wo er fortan als freischaffender Künstler tätig war.

1980 wurde Raecke bei den Darmstädter Ferienkursen für seine Solodarbietungen mit dem Kranichsteiner Musikpreis ausgezeichnet.

Stipendien erhielt er 1981 am Experimentalstudio der Heinrich-Strobel-Stiftung in Freiburg im Breisgau, 1982 am IRCAM in Paris und 1990 bei der Kunststiftung Baden-Württemberg.

Von 1986 bis 1993 unterrichtete Raecke musikalische Fächer im Fachbereich Musiktherapie an der SRH Hochschule Heidelberg. Nebenher gründete er 1991 die Mannheimer Klangwerkstatt und war im selben Jahr der Organisator und künstlerische Leiter der Klangwerkstatt Musiktage Mannheim. Auf der EXPO 2000 in Hannover war Raecke mit einem Konzertbeitrag vertreten. 2003 erfolgte die Berufung als Mitglied der Freien Akademie der Künste Mannheim.

Konzertreisen unter Einsatz der live-elektronisch und bautechnisch weiterentwickelten Instrumente führten ihn ab 1990 durch Europa, unter anderem nach London, Amsterdam, Brüssel, Stockholm, Wien, Graz, Basel, Berlin, Warschau, Krakau, Brno und Tallinn, und die USA.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erschienen in der Klangwerkstatt-Edition:

Solo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutschland, ein Wintermärchen - Ein musikalisch-dramatischer Zyklus für Stimme und klangwerweiterten Flügel
  • Neue Instrumentenkunst für neue Musik 1
  • Neue Instrumentenkunst für neue Musik 2
  • Time Without Hope (5 Variations on Joe Hackbarth)
  • Elemente/Blau
  • Kunstfinale
  • Asleep
  • Der klangerweiterte Flügel 1. Stücke aus den Zyklen Raster und Kleeblätter
  • Der klangerweiterte Flügel 2. Stücke mit Live-Elektronik und Instrumenten

Duo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bearbeitungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 5 Jahre Klangwerkstatt Musiktage von 1992 bis 1996. Uraufführungen
  • 5 Jahre Klangwerkstatt Musiktage von 1992 bis 1996. Uraufführungen
  • Klangwerkstatt Musiktage Mannheim 1998. VOX das Instrument des Menschen
  • Klangwerkstatt Musiktage Mannheim 1999. Musikalisches Theater
  • Klangwerkstatt Musiktage Mannheim 2000. Klangkörper-Himmelskörper
  • Klangwerkstatt Musiktage Mannheim 2001. Klavier-Keyboard-Klangskulpturen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]