Hans Karl Georg von Kaltenborn-Stachau

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Hans Karl Georg von Kaltenborn-Stachau (* 23. März 1836 in Magdeburg; † 16. Februar 1898 in Braunschweig) war ein preußischer General der Infanterie und Kriegsminister.

Leben[Bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten]

Hans Karl Georg entstammte dem Adelsgeschlecht Kaltenborn-Stachau. Er war der Sohn von Friedrich Wilhelm Heinrich Karl Alexander von Kaltenborn-Stachau (* 15. August 1803 in Kassel; † 10. August 1867 in Halle (Saale)) und dessen Ehefrau Karoline Henriette, geborene Voigtel (* 21. November 1810; † 1. April 1836 in Magdeburg).

Militärkarriere[Bearbeiten]

Kaltenborn besuchte die Seminarschule und das Dom-Gymnasium in seiner Heimatstadt. Anschließend war er ab 2. Mai 1848 zunächst Kadett in Bensberg, später in Berlin. Von dort wurde er am 29. April 1854 als Sekondeleutnant dem 27. Infanterieregiment der Preußischen Armee überwiesen. Zwischen 1857 und 1860 besuchte er die Allgemeine Kriegsschule und wurde 1861 für drei Jahre zur Topographischen Abteilung des Großen Generalstabs kommandiert.

Während des Deutsch-Dänischen Krieges war er Mitglied der Eisenbahnlinienkommission zu Altona und wohnte dem Übergang nach Alsen bei. Im Dezember 1864 wurde er zum Generalstab des VI. Armee-Korps versetzt. 1865 wurde er zum Hauptmann befördert und in dieser Stellung machte er den Krieg gegen Österreich 1866 mit. 1868 wurde er Kompaniechef im 94. Regiment, 1869 schließlich Generalstabsoffizier im VII. Armee-Korps.

Zum Major befördert nahm er dann 1870/71 am Deutsch-Französischen Krieg teil. 1874 wurde er Kommandeur des I. Bataillons im Grenadier-Regiment „König Friedrich Wilhelm IV.“ (1. Pommersches) Nr. 2 und als solcher am 18. Januar 1875 Oberstleutnant sowie schließlich am 18. April 1878 Oberst. Nachdem er zunächst das 5. Westfälische Infanterie-Regiment Nr. 53 befehligt hatte, übernahm er am 20. September 1881 das Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1 und wurde dann 1884 Chef des Generalstabs des Gardekorps und Generalmajor. Im November 1885 wurde er zum Kommandeur der 2. Garde-Infanterie-Brigade befördert und im Januar 1888 mit der Führung der 3. Division betraut. Am 7. Juli desselben Jahres erhielt er das Kommando über die 2. Garde-Division und wurde gleichzeitig zum Generalleutnant befördert.

Die Ernennung zum Kriegsminister als Nachfolger von Julius von Verdy du Vernois erfolgte am 4. Oktober 1890. Unter seiner Amtsführung wurde 1893 die Heeresvorlage in Kraft gesetzt, wonach die Armee um 70.000 Mann erweitert und die Dienstzeit auf zwei Jahre verlängert wurde. Kaltenborn-Stachau trat am 12. Oktober 1893 von seinem Amt zurück.

Familie[Bearbeiten]

Kaltenborn verheiratete sich am 1. März 1875 in Stettin in Helene Quoss (* 4. Januar 1852 in Altkloster; † 12. Juli 1930 in Freienwalde). Aus der Ehe gingen folgende Kinder hervor:

  • Margarete (* 11. Juli 1876 in Stettin)
  • Hans Karl Georg (* 21. September 1877 in Stettin), preußischer Major
  • Helene (* 20. August 1879 in Aachen)
  • Sophie (* 25. Oktober 1880 in Aachen) ∞ Herrn von Wühlisch
  • Irmgard (* 20. November 1881 in Berlin)
  • Friedrich Heinrich Rudolf (* 14. Juli 1885 in Berlin; † 30. August 1914 bei Autrey), preußischer Oberleutnant

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]