Haundorf (Herzogenaurach)

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Haundorf
Koordinaten: 49° 35′ 17″ N, 10° 55′ 9″ O
Höhe: 310 (306–316) m ü. NN
Einwohner: 701 (Jan. 2016)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 91074
Vorwahl: 09132
an der Ortsdurchfahrt
an der Ortsdurchfahrt

Haundorf ist ein Ortsteil der Stadt Herzogenaurach im Mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt (Bayern).

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt 3,5 km nordöstlich der Kernstadt Herzogenaurachs, unmittelbar an der östlich vorbeiführenden Autobahn A 3. Er wird von West nach Ost vom Bimbach durchflossen, der am westlichen Ortsrand von Norden her auch den Bimbachgraben als Vorfluter aufnimmt.[2] Dieser speist die zahlreichen Haundorfer Teiche und einige weitere Fischweiher in Ortsnähe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haundorf gehörte zum Königshof Herzogenaurach und war seit dem 14. Jahrhundert als Lehen an Nürnberger Patrizier vergeben. Um 1800 bestand das Straßendorf aus 24 Gehöften und 1833 zählte man 187 Seelen, gepfarrt zum Erzbistum Bamberg.[3]
In dieser Größe verblieb Haundorf, überwiegend durch Forst-, Land- und Fischwirtschaft geprägt, bis in die 1940er Jahre.
Im Zweiten Weltkrieg gab es in dem Dorf keine nennenswerten Schäden, wenn man von etlichen Flugzeugabstürzen abgeschossener alliierter Bomber auf die umliegenden Agrarflächen absieht. Zum Kriegsende und in der Nachkriegszeit litt man allerdings unter den häufigen Einquartierungen und die Bevölkerungszahl stieg sprunghaft an. In den 1960er Jahren setzte ein Bauboom ein; landwirtschaftliche Flächen wurden aufgelassen und die Siedlungsfläche von ehemals 2,5 Hektar verzwölffachte sich in den folgenden Jahrzehnten auf heute über 30 ha.

1974 wurde die ehemals selbständige Gemeinde Haundorf und ihr Ortsteil Beutelsdorf mit der Gemeindegebietsreform in die Stadt Herzogenaurach eingegliedert.[4]

St. Marien

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Altort sind drei Gebäude aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert erhalten geblieben und stehen unter Denkmalschutz. Außerdem findet sich Am Häuslinger Weg ein Sühnekreuz aus dem 17. Jahrhundert und in der Kapellenstraße ein Bildstock der von 1732 datiert.[5]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Ost-West-Richtung führt die Kreisstraße ERH 25 von Beutelsdorf nach Erlangen durch den Ort, von Süden mündet die ERH 3 hinein. 3 km im Süden befindet sich die Anschlussstelle 82 Erlangen-Herzogenaurach zur A3. Der ÖPNV bedient Haundorf mit einer Linie. 3 km westlich liegt der Flugplatz Herzogenaurach und 4 km östlich besteht im Hafen Erlangen am Main-Donau-Kanal ein Anschluss an das europäische Wasserstraßensystem.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Haundorf (Herzogenaurach) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerzahlen auf der Stadt-Website (Memento des Originals vom 24. April 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.herzogenaurach.de
  2. Kartenausschnitt Bimbach und Haundorf
  3. Haundorf 1833 im Erzbistum Bamberg
  4. Genealogienetz
  5. LfD-Liste für Herzogenaurach, Seiten 2, 4 und 9 (.pdf)