Hembsen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Hembsen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Hembsen
Stadt Brakel
Wappen von Hembsen
Koordinaten: 51° 42′ 35″ N, 9° 14′ 27″ O
Höhe: 117 m
Fläche: 9,31 km²
Einwohner: 959 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte: 103 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 33034
Vorwahl: 05272
Karte
Lage von Hembsen in Brakel

Hembsen ist mit rund 959 Einwohnern der größte zur Stadt Brakel[1] (Nordrhein-Westfalen) zählende Ortsteil. Die im Nethegau gelegene Ortschaft liegt am östlichen Zipfel des Gemeindegebiets. Waldreiche Höhenzüge wie der Imberg im Nordosten, der Uhlenberg mit dem Hembser Berg im Norden, der Südwesten das Ostheimerfeld mit dem Ortberg Richtung Erkeln prägen das Landschaftsgebiet. Das Dorf liegt unmittelbar am Fluss Nethe und teilt sich in das Oberdorf und die neuere Siedlung „Im Märsch“. 1989 bekam der Ort eine Umgehungsstraße der B 64, deren Verkehr vorher direkt durch den Ort lief. Die Ostgrenze zum Ort Ottbergen ist auch gleichzeitig Grenze zwischen den Stadtgebieten Brakel und Höxter und ebenfalls zwischen den Bistümern Paderborn und Corvey. Der Patron der Gemeinde ist St. Johannes Baptist, um dessen Gedenktag das alljährliche Schützenfest gefeiert wird. Bildungseinrichtungen in Hembsen sind der Kindergarten sowie die Kath. Grundschule Hembsen-Beller-Erkeln, beide in städtischer Trägerschaft. Die Grundschule ist infolge zuletzt gesunkener Schülerzahlen nur noch Teilstandortschule der Annenschule Brakel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab etwa 800 n. Chr. wurde Hembsen erstmals erwähnt. Der Ritter Bruns gab der Kirche zu Paderborn seine Güter in Betanum und Waldenstidi, wofür ihm der Bischof die Güter in Boffesum und Hemedesun auf Lebenszeit als Lehen gab.

1036 wird Hembsen urkundlich als Hemadasson erwähnt. Es war Vorwerk des kaiserlichen Haupthofes in Herstelle. Inhaber von Herstelle war der Bischof Meinwerk von Paderborn. Neben Hembsen zählten unter anderem Brakel, Deisel, Würgassen und Boffzen zu den Vorwerken.

Am 1. Januar 1970 wurde Hembsen in die Stadt Brakel eingegliedert.[2]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hembsen gibt es ein starkes Vereinsleben. Die Fußballmannschaften des TuS 13 Hembsen spielen in den Kreisligen A und C. Neben der Feuerwehr-Löschgruppe Hembsen gibt es einen Spielmannszug und einen Musikzug, die beide ebenfalls der Freiwilligen Feuerwehr Brakel angehören. Auf dem „Holzberg“ befindet sich das Flugfeld der Modellfluggesellschaft Hembsen. 1989 wurde zudem ein Tennisverein TC 89 Nethegau begründet und ein Tennisplatz errichtet. Seit 2004 besteht auch eine KLJB-Jugendgruppe in Hembsen. Weitere Vereine sind der Handwerker- und Bürgerverein, der Taubenverein und die kfd. Der Verein mit der längsten Tradition in der Gemeinde ist die St. Johannes Schützengesellschaft Hembsen von 1590 e.V.,[3] das 400-jährige Bestehen des Vereins wurde 1990 gefeiert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.brakel.de/Stadt/Portrait/Ortschaften/Hembsen
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 107.
  3. St. Johannes Schützengesellschaft Hembsen von 1590 e.V.