Hermann von Detten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Hermann Arnold Julius Chrstioph Ferdinand Maria von Detten (* 30. Mai 1879 in Hamm; † 19. Januar 1954 Natingen) war ein deutscher Gutsbesitzer und Ministerialbeamter.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Hermann von Detten war ein Sohn des Juristen und Zentrumspolitikers Georg von Detten und seiner Ehefrau Maria von Detten, geborene von Morsey (* 1874). Sein jüngerer Bruder war der spätere NSDAP-Politiker und SA-Führer Georg von Detten.

Nach dem Schulbesuch schlug Detten zunächst die militärische Laufbahn ein. 1918 nahm er seinen Abschied aus der Armee im Rang eines Majors. Anschließend zog er als Verwalter auf das Jagdschloss der Sigmaringer Hohenzollern in Krauchenwies. Um 1930 ließ er sich als Gutsbesitzer in Möllenhagen in Mecklenburg nieder. Außerdem amtierte er zu dieser Zeit als Pressereferent des Deutschen Offiziersbundes.

Am 1. Mai 1933 trat Detten in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 2.641.129). Im selben Jahr gründete er zusammen mit Franz von Papen die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Deutscher (AKD), deren Leitung er zusammen mit Hans Dauser und Rudolf zur Bonsen übernahm. Im Februar 1934 wurde Detten, bei gleichzeitigem Ausscheiden aus der AKD, von Rudolf Heß als dem Chef der Parteiorganisation der NSDAP zum Leiter der neugegründeten „Abteilung für kulturellen Frieden“ (z. T. firmierte sie auch als „Ausgleichsstelle für kulturellen Frieden“) in der Reichsleitung der NSDAP berufen. Aufgabe dieser Stelle war es, die Parteigliederung der NSDAP in Kirchenangelegenheiten zu beraten und alle mit den Kirchen zusammenhängenden Fragen zu bearbeiten. Insbesondere sollte die Abteilung orge tragen, religiöse Konflikte innerhalb einer der beiden großen Kirchen, der Kirchen untereinander und der Kirchen mit staatlichen Stellen zur Wahrung des gesellschaftlichen Lebens bzw. der „völkischen Einheit“ zu schlichten und beizulegen. Hintergrund der Berufung Dettens in diese Stellung war wahrscheinlich, dass er sich mit seinen Satzungsvorschlägen für den Bund Kreuz und Adler, der Nachfolgeorganisation der AKD, als Vermittler zwischen den Konfessionen profiliert hatte. Neben seiner Tätigkeit in der Reichsleitung der NSDAP fungierte er außerdem als Generalinspizient der Landschullager in Preußen.

Nach der Auflösung der Abteilung für den kulturellen Frieden wurde Detten als wichtigster Mitarbeiter von Minister Hanns Kerrl in das Reichsministerium für die Kirchlichen Angelegenheiten berufen, wo er von Juli 1935 bis Juli 1936 als Ministerialdirektor tätig war. Aus politischen Gründen wurde er 1936 nach der Berufung von Hermann Muhs zum Staatssekretär beurlaubt und 1937 in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Detten war seit dem 30. Januar 1919 mit Edith Kripke (* 31. März 1898) verheiratet. Aus der Ehe gingen die Töchter Adelgunde (1920) Editha-Margarethe (1923) und Hella (1934) sowie die Söhne Johann (1922) Hermann-Georg (1914) Friedrich (1926) und Rüder (1942) hervor.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Hartmannsgruber: Die Regierung Hitler. 1934, 1999, S. 901.