Hirofumi Hirano

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Hirofumi Hirano (2010)

Hirofumi Hirano (jap. 平野 博文, Hirano Hirofumi; * 19. März 1949 in Katsuragi, Landkreis Ito, Präfektur Wakayama) ist ein japanischer Politiker. Er ist Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus, für die Minshintō (Demokratische Fortschrittspartei, engl. Democratic Party). Er war von 2009 bis 2010 Chefkabinettssekretär und 2012 Kultus- und Wissenschaftsminister (engl. Minister of Education, Culture, Sports, Science and Technology). Innerparteilich gehört er der Hatoyama-Gruppe des ehemaligen Parteivorsitzenden Yukio Hatoyama an.

Hirano, Absolvent der Chūō-Universität, arbeitete nach seinem Studienabschluss 1971 für Matsushita Denki Sangyō (engl. Matsushita Electric Industrial).

Ab 1983 war er Sekretär des Shūgiin-Abgeordneten Muneo Nakamura von der Sozialistischen Partei Japans (engl. Japan Socialist Party, ab 1991 Social Democratic Party of Japan). Bei der Wahl von 1996 wurde er selbst als Unabhängiger im 11. Wahlkreis Ōsaka ins Shūgiin gewählt. Dort wurde er seither viermal wiedergewählt.

1998 trat er der Demokratischen Partei (engl. Democratic Party of Japan) bei. In der Demokratischen Partei war Hirano unter anderem Mitglied des Exekutivrates und Vorsitzender des Präfekturverbandes Ōsaka.

Im September 2009 erhielt er nach dem Amtsantritt von Yukio Hatoyama als Premierminister in dessen Kabinett den Schlüsselposten des Chefkabinettssekretärs. Nach dem Rückzug der Sozialdemokratischen Partei (SDP, engl. Social Democratic Party) aus der Regierungskoalition übernahm er für wenige Tage auch den Ministerposten (Verbraucherschutz, Geburten, Gleichstellung) der SDP-Vorsitzenden Mizuho Fukushima nach deren Entlassung am 28. Mai 2010. Dieses Amt endete als das Kabinett Hatoyama im Juni 2010 zurücktrat.

Unter Premierminister Yoshihiko Noda wurde er bei dessen erster Kabinettsumbildung am 13. Januar 2012 Minister für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie, verlor diesen aber wieder bei der dritten Kabinettsumbildung zum 1. Oktober 2012. Bei der Shūgiin-Wahl 2012 verlor er den 11. Wahlkreis an Nobuhisa Itō von der Nippon Ishin no Kai (engl. Japan Restoration Party), die in Ōsaka stärkste Partei wurde, und verfehlte auch eine Wiederwahl im Verhältniswahlblock Kinki. Bei der Wahl 2014 war er zwar im Wahlkreis 11 erneut unterlegen, diesmal der Liberaldemokratin Yukari Satō, konnte mit seinem Wahlkreisergebnis aber Platz 4 auf der demokratischen Liste in Kinki erringen und gewann damit einen Sitz bei der Verhältniswahl.[1] Nach der Fusion der Demokraten mit der Ishin no Tō (engl. Japan Innovation Party) führt er in der Minshintō erneut den Präfekturverband Osaka.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Yomiuri Shimbun, Wahlergebnis Shūgiin 2014: Mehrheitswahl, Präfektur Osaka, Wahlkreis 11 und Verhältniswahl, Block Kinki, Demokratische Partei
  2. Minshintō, Präfekturverband Osaka: Vorstand (japanisch)