Hohenzollernhaus

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Hohenzollernhaus
DAV-Hütte Kategorie I
Hohenzollernhaus (2013)

Hohenzollernhaus (2013)

Lage Radurschltal; Tirol, Österreich; Talort: Pfunds
Gebirgsgruppe Ötztaler Alpen
Geographische Lage: 46° 54′ 6″ N, 10° 38′ 4″ OKoordinaten: 46° 54′ 6″ N, 10° 38′ 4″ O
Höhenlage 2123 m ü. A.
Hohenzollernhaus (Tirol)
Hohenzollernhaus
Erbauer Sektion Hohenzollern
Besitzer DAV-Sektion Starnberg
Erbaut 1924
Bautyp Hütte
Erschließung Materialseilbahn von der Radurschlalm
Übliche Öffnungszeiten Anfang Juni bis 3. Oktober
Beherbergung 6 Betten, 40 Lager
Winterraum 10 Lager
Weblink Webseite des Hohenzollernhauses
Hüttenverzeichnis ÖAV DAV
p1

Das Hohenzollernhaus ist eine Schutzhütte in den Ötztaler Alpen. Sie liegt auf 2123 m ü. A. Höhe im Radurschltal, südöstlich von Pfunds unterhalb des Glockturmkamms in den Nauderer Bergen. Sie bietet Platz für über 60 Personen und wird im Sommer bewirtschaftet. Sie hat einen frei zugänglichen Winterraum für 10 Personen.[1] Die Hütte gehört zur Kategorie I.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hohenzollernhaus ist benannt nach der 1905 in Berlin gegründeten Sektion Hohenzollern des Deutschen Alpenvereins. Die Sektion Hohenzollern wollte ursprünglich am Kaiserjoch im Kaunertal eine Hütte errichten, die Sektion Frankfurt am Main war ihr jedoch zuvorgekommen, daher entschied man sich für das Radurschltal bei Pfunds. Die Hütte wurde nach kurzer Bauzeit am 3. August 1924 eröffnet und bot Platz für 20 Bergsteiger, 1928 wurde sie zum ersten Mal erweitert. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges gingen die Nächtigungszahlen zurück. Nachdem der Alpenverein 1945 verboten worden war, fiel das Hohenzollernhaus in die Treuhandverwaltung des Österreichischen Alpenvereins. 1954 fand in Starnberg eine außerordentliche Sitzung des DAV statt, in der über die Zukunft der vom OeAV verwalteten deutschen Hütten verhandelt wurde. Im Jahr 1956 wurden diese an die jeweiligen früheren Eigentümer zurückgegeben.

Die Sektion Starnberg befasste sich Mitte der 1960er Jahre mit einer hochalpinen Hütte. Diese wollte die Sektion Starnberg aber nicht nur betreuen, sondern auch selbst besitzen. Nach langen Verhandlungen konnte die Sektion Starnberg die Hütte 1978 von der Sektion Berlin erwerben. Im Laufe der Zeit wurde das Hohenzollernhaus immer wieder renoviert, so wurde 1984 die Materialseilbahn saniert und des Weiteren das ehemalige Notlager zu einem Raum mit 16 Matratzenlagern umgebaut. 1989 konnte ein zusätzliches Winter- und Selbstversorgerhaus fertiggestellt werden. 2003 wurden eine Abwasserreinigungsanlage und ein Kleinwasserkraftwerk am Radurschlbach in Betrieb genommen.

Übergänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfahrt und Zustiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Über die Reschenstraße bis Pfunds und von dort auf einer 10 km langen Forststraße bis zum Parkplatz Wildmoos auf 1600 m Höhe, von dort aus weiter in einer Gehzeit von 1½ bis 2 Stunden.
  • Mit der Bahn bis zum Bahnhof Landeck und von dort mit dem Bus bis Pfunds.
  • Zustieg von Pfunds in knapp 4 Stunden.

Gipfeltouren und Rundwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sogenannte Starnberger Reibn, ein Rundweg, führt vom Hohenzollernhaus über das Radurschltal auf das Seekarjoch (2897 m), von dort hinab ins Nauderer Tscheytal zum Zäunlaboden und von dort rund um den Wildnörderer zum Hohenzollernhaus zurück in einer Gehzeit von 7 bis 8 Stunden.

Karten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DAV-Starnberg.de: Website der Sektion Starnberg

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Zeeb: 80 Jahre Hohenzollernhaus – Ein Kleinod im Radurschltal. In: DAV Panorama. Nr. 4, August 2005, ISSN 1437-5923, S. 50–54 (PDF, 370 kB).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hohenzollernhaus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien