Horst Kassner

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Horst Kassner (* 12. Mai 1937 in Schwabhausen; † 21. April 2019) war ein deutscher Motorradrennfahrer.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Horst Kassners erster größerer Erfolg war der vierte Platz beim 250-cm³-Lauf zum Feldbergrennen 1954 auf einer 250er NSU-Sportmax hinter Walter Reichert (NSU), Fritz Kläger (NSU) und Hubert Luttenberger (Adler). In der Deutschen Meisterschaft des Jahres wurde er Fünfter in der Viertelliterklasse.

In den Jahren 1957, 1959 und 1961 wurde Kassner Deutscher Meister in der 250-cm³-Klasse auf NSU. 1959 konnte er sogar Doppelmeister werden, denn mit seiner Norton gewann er auch den 350er-Titel. In den Siegerlisten des Nürburgringes steht sein Name zweimal: 1957 und 1961 und in Hockenheim gewann er 1958, jeweils auf 250er-NSU. Auf dem Masaryk-Ring im tschechoslowakischen Brünn war Horst Kassner besonders erfolgreich. Er gewann 1955 und 1956 auf 250-cm³-NSU und 1958 im BMW-Seitenwagen des Schweizers Florian Camathias den dort ausgetragenen Großen Preis der Tschechoslowakei.

Zwischen 1956 und 1959 war Kassner auch in der Weltmeisterschaft in der Klasse bis 250 cm³ aktiv. 1956 wurde er nach Rang drei beim Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps hinter Carlo Ubbiali (Italien) und Luigi Taveri (Schweiz, beide MV Agusta) Fünfter der Gesamtwertung der Viertelliterklasse.

Auch sein jüngerer Bruder Helmut (* 1946) war sehr erfolgreich. Zwischen 1974 und 1977 war er viermal Deutscher Meister der 500-cm³-Klasse, dreimal auf Yamaha, einmal auf Suzuki. Außerdem 1975 Deutscher Meister der 350-cm³-Klasse auf Yamaha. Bei dem Boykott-Grand-Prix 1974 auf dem Nürburgring wurde er Sieger in den Klassen bis 250 cm³ und 350 cm³ und Zweiter bei den 500ern. Horst Kassners Sohn Bernd gewann 1992 den Deutschen Meistertitel auf einer 250-cm³-Aprilia.

Horst Kassner starb am 21. April 2019 im Alter von 81 Jahren.[1]

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rennsiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Klasse Maschine Rennen Strecke
1955 250 cm³ NSU Großer Preis der Tschechoslowakei Masaryk-Ring
1956 250 cm³ NSU Großer Preis der Tschechoslowakei Masaryk-Ring
1957 250 cm³ NSU Eifelrennen Nürburgring-Nordschleife
250 cm³ NSU Cena města Litomyšle Litomyšl
1958 250 cm³ NSU Rhein-Pokal-Rennen Hockenheimring
250 cm³ NSU Grand Prix des Frontières Circuit de Chimay
250 cm³ NSU Motorrace Tubbergen Circuit Tubbergen
250 cm³ NSU Großer Preis von Ungarn Budapest-Városliget
250 cm³ NSU Zeltweg
Gespanne1 BMW Großer Preis der Tschechoslowakei Masaryk-Ring
1959 250 cm³ NSU Prix de Mouscron Mouscron
250 cm³ NSU Grand Prix des Frontières Circuit de Chimay
350 cm³ Norton Grand Prix des Frontières Circuit de Chimay
250 cm³ NSU Motorrace Tubbergen Circuit Tubbergen
350 cm³ Norton Motorrace Tubbergen Circuit Tubbergen
1961 250 cm³ NSU Eifelrennen Nürburgring-Südschleife
1 als Passagier von Florian Camathias

In der Motorrad-WM[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Klasse Motorrad Rennen Siege Podien Punkte Ergebnis
1956 250 cm³ NSU 3 1 9 5.
1958 250 cm³ NSU 2 4 12.
1959 250 cm³ NSU 1 3 13.
Gesamt 6 1 5

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Horst Kassner auf der offiziellen Website der Motorrad-Weltmeisterschaft (englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael Sonnick, Günther Wiesinger: Trauer um den deutschen GP-Piloten Horst Kassner (81). www.speedweek.com, 22. April 2019, abgerufen am 22. April 2019.