Howard Griffiths

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Howard Laurence Griffiths (* 24. Februar 1950 in Hastings, England) ist ein britischer Dirigent.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Howard Griffiths studierte am Royal College of Music in London (England). Seit dem Jahre 1981 lebt er in der Schweiz. Howard Griffiths ist seit der Saison 2007/2008 Generalmusikdirektor des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt (Oder) und hat 2012 seinen Vertrag zum zweiten Mal um weitere drei Jahre, bis 2015 verlängert. Vorher war er zehn Jahre lang Künstlerischer Leiter des Zürcher Kammerorchesters (ZKO). Mit diesem hatte er zahlreiche Gastspiele in der Schweiz und im Ausland.

Zudem ist er mit diversen Orchestern wie dem Royal Philharmonic Orchestra oder dem English Chamber Orchestra aufgetreten. In seiner Karriere produzierte er bisher fast hundert CD-Aufnahmen mit verschiedenen Plattenlabels. Er musizierte mit prominenten Musiken wie Gil Shaham Vadim Repin oder Arabella Steinbacher.

Mit verschiedenen Orchestern zusammen entstanden Crossover-Projekte, etwa mit Giora Feidman, Roby Lakatos, Burhan Öçal oder Abdullah Ibrahim; er dirigierte er mit dem ZKO die Original-Musik zu Filmen von Charles Chaplin live zur Film-Projektion auf Großleinwand. Ebenso setzt sich Howard Griffiths mit der Musikförderung von Kindern und Jugendlichen auseinander; so entstanden in Zusammenarbeit mit dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt bereits mehrere Educational-Projekte, im Jahr 2013 steht die Aufführung von Carl Orffs Carmina Burana mit Schülern aus Frankfurt (Oder) und Słubice auf dem Programm. 2012 erschien sein Kinderbuch Die Hexe und der Maestro, das für verschiedene Preise nominiert wurde.

Griffiths’ Tätigkeit bei der Orpheum Stiftung, deren künstlerischer Leiter er seit 2000 ist, sowie bei der Zürcher Animato Stiftung zur Förderung junger Solistinnen und Solisten zeugen von seinem Engagement in der Unterstützung junger Musiker.

In der jährlichen New Year’s Honours List, die Queen Elisabeth II. jeweils zum Neujahrstag bekannt gibt, wurde Howard Griffiths 2006 wegen seiner Verdienste um das Musikleben in der Schweiz zum „Member of the British Empire“ ernannt.

Weblinks[Bearbeiten]