Inangahua Junction

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Inangahua Junction
Geographische Lage
Inangahua Junction (Neuseeland)
Inangahua Junction
Koordinaten: 41° 51′ S, 171° 57′ OKoordinaten: 41° 51′ S, 171° 57′ O
Region-ISO: NZ-WTC
Land: Neuseeland
Region: West Coast
Distrikt: Buller District
Ward: Inangahua Ward
Einwohner: 144 (2013 [1])
Höhe: 84 m
Postleitzahl: 7895
Telefonvorwahl: +64 (0)3
Fotografie des Ortes
Inangahua Hall, Inangahua Junction.jpg
Inangahua Hall, kleines Museum zur Erinnerung an das Erdbeben von 1968
Brücke von Inangahua Junction nach dem Erdbeben von 1968

Inangahua Junction ist eine kleine Siedlung im Buller District der Region West Coast auf der Südinsel von Neuseeland.

Namensherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname bezieht sich auf das Wort inanga, in der Sprache der Māori für essbare Jungfische einiger Arten von Galaxien. Früher war Inangahua Junction als Christies Junction bekannt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Siedlung liegt an der Mündung des Inangahua River in den Buller River, 34 km nördlich von Reefton und 46 km südöstlich von Westport. Murchison liegt 52 km östlich.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Zensus des Jahres 2013 zählte der Ort 144 Einwohner, 10,4 % weniger als zur Volkszählung im Jahr 2006.[1]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Haupterwerbszweige sind Forstwirtschaft, Kohleabbau, Farmwirtschaft und Sägewerke. Der Ort besitzt Läden, eine Feuerwehr und ein Erdbebenmuseum. Südlich von Inangahua findet auf einem Privatgelände zum Jahreswechsel das zweitägige Musikfestival „PHAT “ statt, das von etwa 5000 Gästen besucht wird. Ein kleineres eintägiges Festival „PHAT MOON“ findet zu Ostern statt.

Inangahua-Erdbeben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Inangahua-Erdbeben von 1968

Am 24. Mai 1968 um 5:24 Uhr wurde die Siedlung von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,1 MW erschüttert, das u. a. zahlreiche Erdrutsche verursachte.[2] Die Bevölkerung wurde zeitweilig evakuiert. Drei Menschen kamen ums Leben, weitere drei starben beim Absturz eines Hubschraubers bei der Evakuierung.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt am Abzweig des New Zealand State Highway 69 vom New Zealand State Highway 6.

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inangahua Junction liegt an der Eisenbahnstrecke der Stillwater-Westport Line. 1914 wurde die Bahnstrecke von Cronadun bis Inangahua Junction eröffnet, der weitere Bau durch die Schlucht des Buller River ging jedoch nur langsam voran. Im Juli 1942 begannen die ersten Züge die gesamte Strecke zwischen Stillwater und Westport zu befahren. Die offizielle Eröffnung fand am 5. Dezember 1943 statt. Anschließend wurde mit den „Vulcan“-Triebwagen der RM-Klasse ein Personenverkehr eingerichtet, der in Stillwater an Züge Anschluss hatte, die auf der Midland Line zwischen Greymouth und Christchurch verkehrten. 1967 wurde der Personenverkehr eingestellt, die Strecke wird seitdem vorwiegend für Kohletransporte verwendet.

Bildungswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Inangahua Junction School ist eine koedukative Grundschule für die 1. bis 6. Klasse mit 14 Schülern und einem decile rating von 6 im Jahre 2011.[3] Die Schule existierte bereits 1887.[4]

Das frühere Inangahua College schloss sich 2004 mit der Schule in Reefton zur „Reefton Area School“ zusammen.[5] The College, früher Reefton District High School, bestand 38 Jahre lang.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b 2013 Census QuickStats about a place: Inangahua Junction. Statistics New Zealand, abgerufen am 16. Juli 2016 (englisch).
  2. M 7.1, Inangahua, May 24 1968. GeoNet, abgerufen am 24. Januar 2016 (HTML, englisch).
  3. Schuldatenbank des Neuseeländischen Bildungsministeriums
  4. Nelson Education Board Exam Schedules – Inangahua Junction 1887-1900. Abgerufen am 4. Januar 2011.
  5. School Mergers, Closures and New Schools (XLS) Education Counts. 2004. Abgerufen am 4. Januar 2011.
  6. District School Reunion. Archiviert vom Original am 26. Mai 2010, abgerufen am 17. August 2014 (PDF (141 kB), englisch, Originalwebseite nicht mehr verfügbar).