Ingrid Bachér

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Ingrid Bachér (* 24. September 1930 in Rostock als Ingrid Schwarze) ist eine deutsche Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ingrid Bachér ist eine Urenkelin Theodor Storms und wuchs als Tochter des Chemie-Professors Franz Bachér (1894–1987) in Berlin und Lübeck auf; ihr Bruder ist der Journalist und Autor Peter Bachér.[1]

Nach einem Studium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg arbeitete sie ab 1949 als Journalistin. In den 1950er Jahren nahm sie an Tagungen der Gruppe 47 teil und bereiste Finnland und Südamerika.

Von 1960 bis 1967 lebte sie in Rom, danach als freie Schriftstellerin in München, Krefeld und schließlich in Düsseldorf. Seit 1966 ist sie mit dem Maler Ulrich Erben verheiratet, mit dem sie drei Kinder hat.

Ingrid Bachér ist seit 1971 Mitglied des Verbandes Deutscher Schriftsteller. Ab 1982 war sie Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland, zu dessen Präsidentin sie im Mai 1995 gewählt wurde. Im November 1996 erklärte sie aus Protest gegen die Debatte über eine Vereinigung des westdeutschen mit dem ostdeutschen PEN-Zentrum ihren Rücktritt und trat aus dem PEN aus.

Ingrid Bachér ist Verfasserin von Jugendbüchern, Reiseberichten sowie Hör- und Fernsehspielen, diese häufig für den WDR.

Sie war von 2002 bis 2004 Vorsitzende der Heinrich-Heine-Gesellschaft. Seit 2013 ist sie Ehrenmitglied der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft.

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lasse Lar oder Die Kinderinsel, 1958
  • Ein Weihnachtsabend, 1958
  • Schöner Vogel Quetzal, 1959
  • Karibische Fahrt, 1961
  • Ich und ich, 1964
  • Das Kinderhaus, 1965 (zusammen mit Lilo Fromm)
  • Verletzung, Fernsehfilm, ZDF 1972
  • Erzähl mir nichts, 1974 (zusammen mit Bernd Jansen)
  • Gespenster sieht man nicht, 1975 (zusammen mit Gottfried Wiegand), ISBN 3-7611-0471-5.
  • Das war doch immer so, 1976
  • Unterwegs zum Beginn, 1978
  • Das Karussell des Einhorns, 1979
  • Morgen werde ich fliegen, 1979
  • Das Paar, 1980
  • Woldsen oder Es wird keine Ruhe geben, 1982
  • Die Tarotspieler, 1986
  • Assisi verlassen. Eremiten-Presse, Frankfurt am Main 1993
  • Schliemanns Zuhörer. Eremiten-Presse, Frankfurt am Main 1995, ISBN 978-3873652941
  • Sarajewo 96. Erzählungen. Eremiten-Presse, Frankfurt am Main 2001, ISBN 978-3873653276
  • Sieh da, das Alter. Dittrich Verlag, Berlin 2003, ISBN 978-3920862491
  • Der Liebesverrat. Dittrich Verlag, Berlin 2005, ISBN 978-3937717159
  • Das Kind und die Katze. Mit Illustrationen von Rotraut Susanne Berner. Edition Büchergilde, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3940111647
  • Die Grube. Dittrich Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3937717708
  • Theodor Storm fährt nach Würzburg und erreicht seinen Sohn nicht, obwohl er mit ihm spricht, Dittrich Verlag, Berlin, 2013, ISBN 978-3-943941-20-3

Übersetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joseph Philippe: Woher kommt ... Das Erdöl, 1977
  • Joseph Philippe: Woher kommt ... Das Glas, 1977
  • Joseph Philippe: Woher kommt ... Der Kaffee, 1977

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans-Juergen Fink und Ricarda Twellmann: Autor Peter Bachér feierte seinen 85. Geburtstag. In: Hamburger Abendblatt. 7. Mai 2012.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]