International Democratic Education Conference

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Die International Democratic Education Conference (kurz: IDEC) ist eine jährlich stattfindende internationale Konferenz zum Thema Demokratische Bildung. Sie wird jedes Jahr in einem anderen Land von einer Demokratischen Schule oder Organisation aus dem Bereich Demokratische Bildung ausgerichtet.

Zu den Teilnehmern der IDEC gehören Mitarbeiter und insbesondere auch Schüler Demokratischer Schulen, Vertreter von Organisationen, Forscher, Autoren sowie sonstige Interessierte.

Ziel der IDEC ist zum einen, Demokratischen Schulen ein Forum zu bieten, in dem sie sich untereinander austauschen und sich bei Problemen gegenseitig unterstützen können. Zum anderen soll die IDEC die Idee der Demokratischen Bildung fördern und in der Öffentlichkeit bekannter machen.

Auf der IDEC 2002 in Neuseeland wurde folgendes Selbstverständnis formuliert:

„Die unterschiedlichen an Demokratischer Bildung Beteiligten sind darin geeint, den Geist der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und der Konvention über die Rechte des Kindes hochzuhalten und diesen als die vorrangige Grundlage für die alltägliche Praxis in allen Lernumgebungen zu verwirklichen.“

2005 einigten sich die Teilnehmer in Berlin auf folgende Resolution:

„Wir glauben, dass – wo immer es um Bildung geht – junge Menschen das Recht haben,
  • individuell zu entscheiden, was, wie, wo, wann und mit wem sie lernen,
  • gleichberechtigt an Entscheidungen darüber beteiligt zu sein, wie ihre Organisationen – insbesondere ihre Schulen – geführt werden, ob Regeln und Sanktionen nötig sind und gegebenenfalls welche.“

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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1992 gewann die Democratic School of Hadera in Israel den Bildungs-Preis des Präsidenten, der in Israel als prestigevollster Preis im Bereich Bildung gilt. Vertreter der Democratic School of Hadera und anderer demokratischer Schulen wurden darauf hin 1993 nach Jerusalem zu einer Konferenz mit dem Titel „Education for Democracy in a Multi-cultural Society“ eingeladen. Die Schüler und Lehrer der demokratischen Schulen waren von dieser Konferenz enttäuscht, weil sie fast keine Möglichkeit hatten, etwas zu der Konferenz beizutragen. Daher organisierten sie im Anschluss in der Democratic School of Hadera eine eigene zweitägige Konferenz. Die Teilnehmer fanden die Konferenz so anregend, dass sie sich darauf verständigten, sich jedes Jahr zu treffen.

1994 fand das damals noch als Hadera Conference bezeichnete Treffen in der Sands School in Ashburton, England statt.

1995 war die SchülerInnenSchule in Wien Gastgeber der Konferenz.

1996 fand die Hadera-Konferenz wieder in Hadera statt.

1997 wurde die Konferenz, an der damals etwa 50 Menschen teilnahmen, erneut in der Sands School in England ausgetragen und weitgehend von Schülern organisiert. Bei diesem Treffen wurde der Name „Hadera Conference“ in „International Democratic Education Conference“ abgeändert.

1999 wurde die IDEC in der Summerhill School in England organisiert, um die damals von Schließung durch das Bildungsministerium bedrohte Schule zu unterstützen.

Die IDEC 2000 in Tokio war mit rund 1000 Teilnehmern die bisher größte. Sie wurde wesentlich von Schülern mitorganisiert.

Die IDEC 2005 fand vom 30. Juli bis 7. August 2005 im FEZ in Berlin statt. Sie wurde unter anderem vom Kinderrechtsprojekt K.R.Ä.T.Z.Ä. und der Schule für Erwachsenenbildung organisiert. Es kamen 200 Teilnehmer aus 28 Staaten. Um die Idee Demokratischer Schulen in die Gesellschaft zu tragen, war die Konferenz am 4. und 5. August in der Humboldt-Universität zu Berlin für die Öffentlichkeit zugänglich. Mehr als 200 weitere Lehrer, Schüler, Politiker, Fachleute und Journalisten konnten Vorträge hören und mit Vertretern Demokratischer Schulen ins Gespräch kommen.

2008 gab es erstmals eine auf Europa fokussierte Konferenz (European Democratic Education Conference; kurz EUDEC). Sie fand in Leipzig statt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]