Chadera

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Chadera
Wappen von Chadera
Chadera
Basisdaten
hebräisch: חדרה
arabisch: الخضيرة
Staat: Israel Israel
Bezirk: Haifa
Gegründet: 1890
Koordinaten: 32° 27′ N, 34° 54′ OKoordinaten: 32° 26′ 44″ N, 34° 54′ 28″ O
Fläche: 53 km²
 
Einwohner: 91.707 (2016[1])
Bevölkerungsdichte: 1.730 Einwohner je km²
 
Gemeindeart: Stadtverwaltung
Bürgermeister: Zvika Gendelmann
Website:
Chadera (Israel)
Chadera
Chadera
Die Große Synagoge in Chadera (erbaut 1936–1940)

Chadera (auch Hadera, hebräisch חדרה [xa'dɛra], arabisch الخضيرة, Al-Ḫuḍayraḧ) ist eine Stadt in Nordisrael nahe dem Mittelmeer.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde im Jahr 1891 als Moschawa gegründet. Chadera ist damit eine der ältesten jüdischen Ortsgründungen der Neuzeit im heutigen Israel. Der Name geht zurück auf die vorherige arabische Siedlung Hudaira (Grün), deren Bewohner den Grund an die Siedler verkauft hatten. Diese kämpften in den ersten Jahren gegen die Malaria und versuchten, die umliegenden Sumpfgebiete trockenzulegen; dafür wurden erstmals die heute weit verbreiteten Eukalyptusbäume eingeführt und angepflanzt. Dazu passt der Bibelsatz aus Psalm 126,5 im Stadtwappen: „Die mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten.“ Unterstützung erhielten die ersten Siedler von Baron Edmond de Rothschild, der auch viele weitere Siedlungsprojekte förderte.

Die früheren Sumpfgebiete sind inzwischen kultiviertes Land; bei einem großen Anteil der angebauten Produkte handelt es sich um Zitrusfrüchte. Noch heute befindet sich südlich von Chadera ein größeres sumpfiges Waldgebiet.

Sumpfiger Wald bei Chadera

Chadera hat seit dem Jahr 1952 den Status einer Stadtverwaltung.

Bis in die 1950er Jahre war Chadera der Hauptort der Scharonebene. Allerdings wuchsen nach der Staatsgründung andere Städte in der Umgebung (vor allem Netanja) wesentlich schneller und haben heute eine größere Bedeutung.

In Chadera wurde 1987 die erste Demokratische Schule Israels gegründet, die Democratic School in Hadera.

Am 28. Oktober 2001 haben zum ersten Mal von der Palästinensischen Autonomiebehörde angestellte Sicherheitskräfte ein Attentat auf Israelis verübt. Die beiden Attentäter sind mit ihrem Fahrzeug durch Chadera gefahren und haben mit M-16 Schnellfeuergewehren wahllos auf Passanten auf dem Bürgersteig geschossen. Die Attentäter töteten vier Frauen, Lidia Marco 63 Jahre, Ayala Levy 39 Jahre, Sima Menachem 30 Jahre, Smadar Levy 23 Jahre und verletzten 44 Menschen zum Teil schwer, bevor sie von der israelischen Polizei getötet werden konnten.[2]

In einem Linienbus, als dieser ein Ausbildungscamp der israelischen Armee nahe Chadera passierte, zündete am 29. November 2001 ein palästinensischer Selbstmordattentäter eine Bombe. Dabei wurden drei Israelis, darunter Inbal Weiss, 22 Jahre und Ichiav Alshayd (28) getötet und mindestens neun teils schwer verletzt.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ergebnisse der Volkszählungen siehe unter: Tabelle der Stadtverwaltungen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Mittelmeerküste Chaderas liegt das wichtige Elektrizitätswerk Orot Rabin (hebräisch für „Rabins Lichter“), benannt nach dem ermordeten israelischen Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin. Das Kraftwerk verbrennt Importkohle, die direkt an einem anliegenden Pier von den Schiffen gelöscht wird. Es ist wegen der vier hohen Schornsteine von weither sichtbar und gilt deswegen als ein bekannter Orientierungspunkt im nördlichen Zentralisrael.

Für Touristen sind vor allem das nahe Karmelgebirge und die ausgegrabenen Ruinen des wenige Kilometer nordwestlich liegenden Caesarea mit vielen Überbleibseln aus römischer Zeit interessant.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.cbs.gov.il/ishuvim/reshimalefishem.pdf abgerufen am 8. Dezember 2017
  2. Trotz Attentaten, Armee schliesst Rückzug aus Bethlehem und Beit Jala ab In: Israelnetz.de, 29. Oktober 2001, abgerufen am 27. Juli 2018.
  3. Drei Tote bei Selbstmordanschlag - Tausende Palästinenser feiern In: Israelnetz.de, 30. November 2001, abgerufen am 31. Juli 2018.
  4. Hadera – Die Partnerschaft.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hadera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien