Johann Wilhelm Schürenberg

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Johann Wilhelm Schürenberg
Gemeinsame Ruhestätte der Familien Funke und Schürenberg auf dem Ostfriedhof Essen

Johann Wilhelm Schürenberg (* 2. April 1831 in Kettwig-Umstand; † 11. Oktober 1894 in Essen) war ein deutscher Bauunternehmer, Industrieller und Stadtverordneter.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schürenberg war als erstes von sieben Kindern des Schreiners und späteren Gasthofbesitzers Johann Heinrich Schürenberg und seiner Ehefrau Anna Catharina geborene vom Riek geboren worden. Er heiratete 1858 Anna Maria Caroline Rellensmann aus Dortmund. 1868 wurde sein Sohn Wilhelm Theodor Schürenberg in Essen geboren.[1]

Johann Wilhelm Schürenberg gründete 1859 zusammen mit Fritz Funke das Bauunternehmen Funke & Schürenberg, das durch einen rasanten Aufschwung rund sechs Jahre nach Gründung etwa 2000 Beschäftigte hatte und zu den größten Bauunternehmen des aufstrebenden Ruhrgebiets zählte. Die Firma errichtete einige Industrieanlagen und Zechenbauten und war unter anderem am Bau der Villa Hügel mit Alfred Krupp als Bauherr, der Pauluskirche und der Actien-Bierbrauerei in Essen an der Ruhr, der späteren Stern Brauerei beteiligt. Schürenberg gehörte auch zu den Gründungs- und Aufsichtsratsmitgliedern der Brauerei. Er war eines der Mitglieder der Baudeputation, deren steinerne Büsten unter dem Dachgesims an der Marktseite des ehemaligen Essener Rathauses (1885–1964) angebracht waren.

1872 folgte, zusammen mit Fritz Funke, Heinrich Grimberg, Carl Ernst Korte sowie Carl und Friedrich Wilhelm Waldthausen die Gründung der Gewerkschaft Lothringen in Bochum.[2]

Seit dem 27. November 1884 war Schürenberg Stadtverordneter im Rat der Stadt Essen.

Johann Wilhelm Schürenberg wurde in der Familiengruft der Familien Funke und Schürenberg zunächst auf dem Friedhof am Kettwiger Tor beigesetzt. Nach Schließung des Friedhofes 1955 wurde die gemeinsame Gruft auf den Essener Ostfriedhof verlegt.

1937 wurde die einstige Bergmannstraße im Essener Ostviertel in Schürenbergstraße umbenannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erwin Dickhoff: Essener Köpfe. Hrsg.: Stadt Essen–Historischer Verein für Stadt und Stift Essen. Klartext-Verlag, Essen 2015, ISBN 978-3-8375-1231-1, S. 312.
  • Robert Welzel: Bauunternehmer als Wohnungsfabrikanten – Die Essener Häuserkönige und ihr Beitrag zur Stadtentwicklung 1850–1929 in: Essener Beiträge. Hrsg.: Stadt Essen–Historischer Verein für Stadt und Stift Essen. Klartext-Verlag, Essen 2011, S. 51 ff.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. genealogy.net: Ortsfamilienbuch Kettwig, Familienbericht; abgerufen am 4. Mai 2016
  2. Geschichte der Zeche Lothringen; abgerufen am 26. April 2017