Ostviertel (Essen)

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[[Datei:|left|40px|Wappen von Ostviertel]]

Wappen der Stadt Essen

Ostviertel
Stadtteil von Essen

Lage von Ostviertel im Stadtbezirk I Stadtmitte/Frillendorf/Huttrop
Basisdaten
Fläche 1,88 km²
Einwohner 7062 (30. Sep. 2017)
Koordinaten 51° 27′ 37″ N, 7° 1′ 44″ OKoordinaten: 51° 27′ 37″ N, 7° 1′ 44″ O
Höhe 79 m
Räumliche Zuordnung
Postleitzahl 45127, 45139
Stadtteilnummer 02
Bezirk Stadtbezirk I Stadtmitte/Frillendorf/Huttrop
Bild
Ehemaliges Hauptbad der Stadt Essen

Ehemaliges Hauptbad der Stadt Essen

Quelle: Statistik der Stadt Essen

Das Ostviertel ist ein Stadtteil der Stadt Essen und bildet zusammen mit dem Westviertel, dem Nordviertel, dem Südviertel, dem Südostviertel und dem Stadtkern die Stadtmitte.

Charakter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ostviertel besteht überwiegend aus dichter Wohnbebauung und Industrieansiedlungen. Die Wohngebiete grenzen direkt an den Stadtkern und werden durch die Goldschmidtstraße von den Gewerbegebieten und Industrieansiedlungen abgetrennt. Durch die nahe Lage im Innenstadtbereich ist das Wohngebiet durch mehrere Straßenbahn- und Buslinien der Ruhrbahn an den öffentlichen Personennahverkehr angeschlossen.

Hier befindet sich das ehemalige Essener Hauptbad, ein Schwimmbad auch für Wettkämpfe mit etwa 1000 Tribünenplätzen, der Betriebshof der Ruhrbahn, die Hauptfeuerwache sowie die alteingesessene Firma Theodor Goldschmidt AG, heute in die Evonik AG eingegliedert. Die Universität Duisburg-Essen nutzt neben dem ehemaligen Technikum auch andere Gebäude im Ostviertel.

Die 1904 errichtete St.-Barbara-Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und 1965/1966 instandgesetzt.[1] Heute zählt sie zur Pfarrgemeinde St. Gertrud und dient den italienischen, koreanischen, tamilischen und afrikanischen (frankophonen) Gemeinden als Gottesdienststätte.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ostviertel gibt es die Grundschule Münsterschule, die Sonderschule Am Steeler Tor, die städtische Theodor-Goldschmidt-Realschule, das Nikolaus-Groß-Abendgymnasium sowie die Frida-Levy-Gesamtschule.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Schützenbahn 70 befindet sich das unter Denkmalschutz stehende, vierstöckige Gebäude der ehemaligen Königlichen Maschinenbauschule Essen, später Technikum Essen, aus dem Jahr 1909. Diese Schule ging, wie auch die Königliche Baugewerkschule Essen an der Robert-Schmidt-Straße im Südostviertel, aus der 1901 mit Unterstützung der Friedrich Krupp AG gegründeten staatlich-städtischen Gewerbeschule hervor. Rückseitig liegt das Gebäude an der Waldthausenstraße, die an die seit dem 17. Jahrhundert in Essen ansässige Patrizier- und Industriellenfamilie Waldthausen erinnert. Aus der Schule gingen bedeutende Personen hervor, die wichtige Arbeiten für die Wirtschaft des rheinisch-westfälischen Industriegebietes leisteten. Der angrenzende Gerlingplatz war am 21. Juni 1933 Schauplatz der Bücherverbrennung.

Im Ostviertel gab es mehrere Steinkohle-Bergwerke, darunter die Zeche Graf Beust und die Zeche Hercules. Nach Stilllegung letzterer wurde in der Zeit des Nationalsozialismus in deren Gebäuden das Zwangsarbeiterlager Zeche Hercules eingerichtet.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Essener Stadtmitte

Blasonierung: „In Blau ein schräglinkes goldenens (gelbes) Schwert, begleitet oben und unten von je drei goldenen (gelben) Kugeln.“

Das Wappen wurde von Kurt Schweder entworfen und hatte nie offiziellen Charakter. Ende der 1980er Jahre schuf der Heraldiker für alle Essener Stadtteile Wappen. Sie sind inzwischen von der Essener Bevölkerung gut angenommen worden. Das Schwert als Attribut der Stadtpatrone Cosmas und Damian stellt den Bezug zum Essener Stadtwappen her. Die goldenen Kugeln symbolisieren die sechs Stadtteile Stadtkern, Nordviertel, Ostviertel, Südostviertel, Südviertel und Westviertel.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Essen-Ostviertel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinz Dohmen & Eckhard Sons: Kirchen, Kapellen, Synagogen in Essen. Nobel, Essen 1998, ISBN 3-922785-52-2.
  2. Vgl. dazu Johann Rainer Busch: Kurt Schweders Wappen der Essener Stadtteile. Essen 2009, S. 48.