Joinville (Brasilien)

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Koordinaten: 26° 18′ S, 48° 51′ W

J O I N V I L L E
Bandeira joinville.png Emblem
Flagge von Joinville Wappen von Joinville
Kennzeichnung
Gründung 9. März 1851 (Kolonie)
15. März 1866 (Stadt)
Fläche (Stadtkreis) 1.135,05 km²
Fläche (Stadt) 187,17 km²
Bevölkerung 569.645 Einwohner (2016)
Verwaltung
Staat Brasilien
Bundesstaat Santa Catarina
Gemeindecode 420910
Bevölkerung
Einwohner 515.288 Einwohner (2010)
Bevölkerungsdichte 457 Einwohner/km²
Bevölkerungswachstum
Ethnien v.a. Deutsche, Schweizer, Norweger
Ureinwohner (in der Region) Tupi-Guaraní
Wirtschaft
BIP pro Kopf 8.456 $US p.a.
Geografie
Höhe über dem Meer (Stadt) 4 m ü.d.M.
Fläche (Stadtkreis) 1.135,05 km²
Fläche (Stadt) 187,17 km²
Fläche (Landsiedlungen) 544,56 km²
Klima
Lufttemperatur -- Jahresmittel 21,98 °C
Lufttemperatur -- Jahresmittel der Tagesextrema 18,95 °C - 24,89 °C
Lufttemperatur -- Monatsmittel der Tagesextrema 13,97 °C - 28,28 °C
Niederschlagsmenge -- mittlere Jahressumme 1183,3 mm
Niederschlagsmenge -- mittlere Monatssummen 48,8 mm - 239,9 mm
Post & Verkehr
Postleitzahl 89200-000
Telefon-Vorwahl 47
Internet-Präsenz
Internetseiten http://www.joinville.sc.gov.br
Lage von Joinville im Bundesstaat Santa Catarina

Joinville, amtlich portugiesisch Município de Joinville, ist mit ca. 570.000 Einwohnern, davon die meisten deutscher Abstammung, die größte Stadt des südbrasilianischen Bundesstaates Santa Catarina. Neben Blumenau und Brusque gilt die Stadt als eines der Zentren der deutschen Kolonisation in diesem Bundesstaat. Sie ist 180 km von der Hauptstadt Florianópolis entfernt.

Gründung und Namensgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt wurde im Jahr 1851 als Colônia Dona Francisca gegründet und nach Franziska von Brasilien, der Tochter des brasilianischen Kaisers Peter I. benannt. Im Jahr darauf wurde die Stadt in Joinville umbenannt, zu Ehren ihres Mannes François d’Orléans, prince de Joinville.

Stadtverwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtpräfekt (prefeito municipal, Bürgermeister) ist seit der Kommunalwahl 2016 für die Amtszeit 2017 bis 2020 der wiedergewählte Textilunternehmer Udo Döhler des Partido do Movimento Democrático Brasileiro (PMDB).[1] Die Legislative liegt bei der Munizipkammer Câmara Municipal aus 33 gewählten Stadträten (vereadores).

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Volkszählung 2010 betrug die Bevölkerungszahl 515.288 Einwohner, von denen nur 13 % im nichturbanen Raum leben. Die Fläche beträgt 1.126,1 km2 (2015), die Bevölkerungsdichte beträgt 457,6 Personen pro km2. Das brasilianische Statistikinstitut IBGE schätzte die Bevölkerungszahl zum 1. Juli 2016 auf 569.645 Einwohner.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joinville hat die größte Industrie des Bundesstaates, mehr als 600 Industriebetriebe, eine große Anzahl von Banken und mehr als 15.000 Handels- und Dienstleistungsbetriebe. Darunter ist auch der lokale Automobilhersteller TAC Motors in der Stadt zu finden.

Neben der industriellen und wirtschaftlichen Entwicklung versucht die Stadt nun, neue Wege im Tourismus zu gehen und die Region dafür zu erschließen. Geboten werden Landtourismus, typische Feste, nationale Veranstaltungen und viele weitere Attraktionen in der ganzen Stadt.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1983 wurde das Tanzfestival ins Leben gerufen, heute eines der größten auf diesem Gebiet in Brasilien und sogar in Lateinamerika. Mehr als 400 Tänzer treffen sich jährlich im Juli. Tanzvorführungen findet man dann in der ganzen Stadt Joinville.

Das Fest Fenachopp, das 1988 ins Leben gerufen wurde, hat zum Ziel, die deutschen Traditionen in der Stadt zu erhalten. Es findet im Oktober statt, mit viel Musik, Tanz und Bier.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der führende Fußballverein der Stadt ist der zwölffache Staatsmeister Joinville Esporte Clube.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Töchter und Söhne der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen mit Verbindung zu Joinville[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Joinville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Udo Dohler 15, Website Eleições 2016. Abgerufen am 30. Mai 2017 (portugiesisch).
  2. IBGE: Cidades@ Santa Catarina: Joinville. Abgerufen am 30. Mai 2017 (portugiesisch).