Jugorsk

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Stadt
Jugorsk
Югорск
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Ural
Region Autonomer Kreis der Chanten und Mansen/Jugra
Stadtkreis Jugorsk
Bürgermeister Rais Salachow
Gegründet 1962
Stadt seit 1992
Fläche 152 km²
Bevölkerung 34.067 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 224 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 110 m
Zeitzone UTC+5
Telefonvorwahl (+7) 34675
Postleitzahl 628260–628264
Kfz-Kennzeichen 86, 186
OKATO 71 187
Website www.ugorsk.ru
Geographische Lage
Koordinaten 61° 19′ N, 63° 21′ OKoordinaten: 61° 19′ 0″ N, 63° 21′ 0″ O
Jugorsk (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Jugorsk (Autonomer Kreis der Chanten und Mansen/Jugra)
Red pog.svg
Lage im Autonomen Kreis der Chanten und Mansen/Jugra‎
Liste der Städte in Russland

Jugorsk (russisch Югорск) ist eine Stadt in Westsibirien, im Autonomen Kreis der Chanten und Mansen/Jugra (Russland) mit 34.067 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Jugorsk liegt im Westen des Autonomen Kreises der Chanten und Mansen, zwischen dem Fluss Ob und dem Uralgebirge im Westsibirischen Tiefland. Das Klima ist kontinental.

Die Stadt bildet einen eigenständigen Stadtkreis, der vom Territorium des Rajons Sowetski umschlossen ist.

Jugorsk liegt an der 1969 eröffneten Eisenbahnstrecke IwdelPriobje; der Name der Bahnstation ist Geologitscheskaja (Геологическая).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort sowie ein Forstwirtschaftsbetrieb entstand 1962 beim Bau der Eisenbahnstrecke Iwdel – Priobje unter dem Namen Komsomolski (Комсомольский). Bereits 1963 erhielt er den Status einer Siedlung städtischen Typs. 1992 wurde die Siedlung in Jugorsk umbenannt und erhielt Stadtrecht.

Der Name leitet sich von der alten Bezeichnung Jugra (Югра) oder Jugorien (Югория, Jugorija) ab, welche im 12. bis 17. Jahrhundert die Landstriche zwischen Petschora und Nordural sowie die Siedlungsgebiete der Chanten und Mansen in Westsibirien bezeichnete.

1996 wurden das Dorf Mansijski (Мансийский) und die Siedlung bei der Garnison der Russischen Armee Komsomolski-2 eingemeindet.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1970 6.565
1979 12.540
1989 24.928
2002 30.285
2010 34.067

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Bildung, Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Jugorsk gibt es seit 2001 ein Stadtmuseum zur Geschichte des Ortes und des wichtigsten Unternehmens Tjumentransgas, sowie zur Kultur der Chanten und Mansen.

2002 wurde eine russisch-orthodoxe Kirche des Heiligen Sergius von Radonesch errichtet.

In Jugorsk existieren Filialen mehrerer regionaler Fachhochschulen (Wirtschaft und Recht, Forstwirtschaft, Elektrotechnik).

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Jugorsk verlaufen mehrere Pipelines für den Erdgastransport von den westsibirischen Fördergebieten in den europäischen Teil Russlands. Daher ist das größte Unternehmen der Stadt die zum Konzern Gazprom gehörende Tjumentransgas (Тюментрансгаз).

Der städtische Betrieb Jugorskles (Югорсклес) betreibt neben seinem Kerngeschäft, der Forstwirtschaft (mit Sägewerken, Möbelherstellung) ein Ziegelwerk und eine Näherei.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jugorsk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien