Käthe Kruse (Film)

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Filmdaten
Originaltitel Käthe Kruse
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2015
Länge 89 Minuten
Altersfreigabe FSK 0 Jahre
Stab
Regie Franziska Buch
Drehbuch Sharon von Wietersheim
Produktion Sharon von Wietersheim, Frank Meiling, Dieter Pochlatko
Musik Yull-Win Mak
Kamera Konstantin Kröning
Schnitt Barbara von Weitershausen
Besetzung

Käthe Kruse ist eine Fernsehbiografie über die Puppenmacherin Käthe Kruse.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon seit frühester Kindheit will die junge Katharina Schauspielerin werden, um mit ihrer Mutter der Armut zu entkommen. Sie bekommt erste Hauptrollen am Lessingtheater in Berlin. In der Berliner Gesellschaft lernt sie ihren späteren Ehemann, den Bildhauer Max Kruse kennen, später auch den jungen Anwalt und Fotografen David. Max und Katharina leben mit Kind und ohne Trauschein zusammen, doch Max Kruse verkauft keine Arbeiten mehr. Er bittet seine Partnerin, doch auf Reisen zu gehen, da er in seiner wilden Ehe den Grund für den Auftragsrückgang sieht. Katharina, ihre zwei Kinder und ihre Mutter leben eine Zeitlang am Monte Verità in der Schweiz und lernen freie, alternative Lebensstile kennen. Auf dem Markt fällt einer Kundin die für Katharinas Tochter selbstgebastelte Stoffpuppe auf, und sie kauft sie direkt ab. Von nun an produziert Katharina Puppen in Eigenarbeit. Nach dem Tod ihrer Mutter geht Katharina nach Graz auf Vorschlag von Max Kruse, der dort als Bildhauer beschäftigt ist. Dort beginnt sie, Puppenköpfe aus Ton zu modellieren. 1909 darf sie ihre neuartigen Puppen in einem Warenhaus in Berlin präsentieren und bekommt gute Kritiken. 1914 eröffnet Käthe Kruse ihre eigene Manufaktur in Bad Kösen.

Nach dem Ersten Weltkrieg erscheinen billige, industriell angefertigte Imitationen ihrer Puppen auf dem Markt. Käthe Kruse verklagt daraufhin den Hersteller Bing. Im Gerichtssaal fragt der Richter nach einem Unterschied zwischen den beiden Puppenmodellen. Käthe Kruse formt einen Puppenkopf aus Ton und legt ihn vor dem Richter ab.

Erfolg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fernsehfilm lief am 4. April 2015 in Das Erste und wurde von 3,02 Millionen Menschen gesehen.[1]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Nicht nur biografisch-historische Details werden dabei erzählt: Der großartigen Kruse-Darstellerin Friederike Becht gelingt mit ihrer ungekünstelten, oft bei aller Freundlichkeit auch herausfordernd-spöttisch auf die Umstände blickenden Katharina ein sehr persönliches Porträt einer modernen Frau. Es ist eine Frau, die die Männer nicht einfach nur anstaunt: Katharina Simon will selbst machen - ganz buchstäblich.“

Anja Rützel: Der Spiegel vom 4. April 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. meedia.de