Ursula Strauss

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Ursula Strauss (2013)

Ursula Strauss (* 25. April 1974 in Melk, Niederösterreich) ist eine österreichische Schauspielerin.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursula Strauss wuchs in Pöchlarn im Bezirk Melk auf, wo ihr Vater Rupert Strauß für die ÖVP Bürgermeister war. Nach ihrer Matura an der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik in Amstetten zog sie nach Wien und besuchte dort von 1993 bis 1996 die Schauspielschule am Volkstheater. Anschließend war sie in verschiedenen Rollen am Volkstheater engagiert. Danach spielte sie im Hoftheater Gossam, in der St. Pöltner Bühne im Hof, an den Melker Sommerspielen, am Ensemble Theater Wien, Theater Drachengasse, Theater in der Josefstadt, Theater Kiel, Stadttheater Klagenfurt und am TEATA Köln.

Im Jahr 1999 begann ihre Filmkarriere. Ihre erste Hauptrolle spielte sie in Böse Zellen (2003). Für ihre Hauptrolle in Revanche (2008) wurde sie beim Grazer Filmfestival Diagonale, das üblicherweise keine Schauspielpreise vergibt, mit einem Spezialpreis ausgezeichnet.

2013 bei der Eröffnung der Wiener Festwochen

Nach Gastauftritten in diversen Fernsehserien übernahm sie in der ab 2009 ausgestrahlten Krimiserie Schnell ermittelt die Hauptrolle der Kommissarin Angelika Schnell, für die sie 2010 eine Romy erhielt. Für ihre Darstellung in Elisabeth Scharangs Spielfilm Vielleicht in einem anderen Leben gewann sie 2012 den Österreichischen Filmpreis.

Ebenfalls im Jahr 2012 war Ursula Strauss erstmals Kuratorin eines Kulturfestivals. Start des Herbst/Winter-Festivals Wachau in Echtzeit war am 30. September 2012 im Weltkulturerbe Wachau.

Im Oktober 2013 übernahm sie gemeinsam mit Stefan Ruzowitzky die Präsidentschaft der Akademie des Österreichischen Films.[1]

Nachdem Ursula Strauss im September 2014 einen schweren Verkehrsunfall als Beifahrerin erlitt, musste sie ihre geplanten Dreharbeiten zur ORF-Serie Schnell ermittelt absagen.[2]

Über ihr Privatleben gibt es nur wenige Informationen; so ist der Name ihres Ehepartners, den sie im August 2014 heiratete, der Öffentlichkeit nach wie vor unbekannt.[3]

Im Sommer 2018 spielte sie bei den Nibelungenfestspielen Worms unter der Regie von Roger Vontobel in Siegfrieds Erben die Rolle der Brunhild.[4][5]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinofilme

Fernsehfilme

Fernsehserien

Kurzfilme

  • 2009: WIR-BEIDE-TEE[6]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Österreichischer Filmpreis 2012: Ursula Strauss mit der Trophäe

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2018: Warum ich nicht mehr fliegen kann und wie ich gegen Zwerge kämpfte: Bilder und Geschichten, aufgezeichnet von Doris Priesching, Amalthea Signum Verlag, ISBN 978-3-99050-131-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ursula Strauss – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ö-Filmpreis wandert 2014 unter neuer Präsidentschaft nach Grafenegg. In: derStandard.at. 22. Oktober 2013, abgerufen am 23. Januar 2014.
  2. "Schnell ermittelt"-Star Ursula Strauss hatte Autounfall. In: kurier.at. 16. September 2014, abgerufen am 16. November 2014.
  3. Ursula Strauss über ihre Schicksalsschläge. In: kurier.at. 16. November 2014, abgerufen am 16. November 2014.
  4. NÖN: Pöchlarnerin umjubelt: Ursula Strauss als Brunhild in Worms gefeiert. Artikel vom 21. Juli 2018, abgerufen am 22. Juli 2018.
  5. Nibelungenfestspiele Worms: Ursula Strauss: Burgherrin Brunhild. Abgerufen am 22. Juli 2018.
  6. WIR BEIDE TEE
  7. epd: Mario-Adorf-Preis für Ursula Strauss. Badische Zeitung, 6. August 2018, abgerufen am 6. August 2018.