Kölner Bank

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Logo der Genossenschaftsbanken  Kölner Bank eG
Kölner Bank am Hohenzollernring 31-35
Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Sitz Hohenzollernring 31-35
50672 Köln
Rechtsform eingetragene Genossenschaft
Bankleitzahl 371 600 87[1]
BIC GENO DED1 CGN[1]
Gründung 1867
Verband Rheinisch-Westfälischer Genossenschaftsverband
Website www.koelnerbank.de
Geschäftsdaten 2016[2]
Bilanzsumme 2.299 Mio. €
Einlagen 1.838 Mio. €
Kundenkredite 1.511 Mio. €
Mitarbeiter 382 Mitarbeiter
57 Auszubildende
Geschäftsstellen 31 (davon 4 SB)
Mitglieder 51.600
Leitung
Vorstand Bruno Hollweger, Klaus Müller
Aufsichtsrat Andreas Madaus (Vorsitzender)
Liste der Genossenschaftsbanken in Deutschland

Die Kölner Bank eG ist eine Genossenschaftsbank mit Sitz in Köln. Sie gehört zu den größten Volksbanken im Rheinland und liegt unter allen deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken auf Rang 68 nach der Bilanzsumme.[3] Ihr Geschäftsgebiet umfasst primär das Stadtgebiet von Köln sowie angrenzende Gemeinden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Rechtsvorgängerin der Kölner Bank gilt der „Kölner Vorschuss- und Creditverein e. G.“, der am 27. Oktober 1861 durch mehrere Handwerksmeister entstand und aufgrund des im März 1867 erlassenen preußischen Genossenschaftsgesetzes die Rechtsform einer eingetragenen Genossenschaft annahm, die am 27. September 1867 ins Genossenschaftsregister eingetragen wurde.[4] Zu den Gründern zählten der Fabrikbesitzer Ernst Schmidts (Köln-Lindenthal), der Schlossermeister Heinrich Engelskirchen (Köln), der Baugewerksmeister Josef Steinkrüger (Köln) sowie der Oberinnungsmeister Gustav Pesch (Köln-Ehrenfeld). Ab 16. März 1869 hieß er „Kölner Gewerbebank e. G.“, diese wurde im September 1923 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Bereits am 5. Mai 1925 wurde die Liquidation der AG beschlossen, die Bank kehrte zu ihrer ursprünglichen Rechtsform (GmbH) zurück. Im Jahre 1960 fand die Umfirmierung in den heutigen Namen „Kölner Bank von 1867 e. G.“ statt.[5] Die Zahl der Mitglieder belief sich während der Währungsreform im Juni 1948 auf 2300, im Dezember 1966 betrug sie 10200; dabei wuchs die Bilanzsumme von 3,2 Millionen DM auf 180 Millionen DM.[6] Die Bank bezog im April 1991 das „IBM-Hochhaus“ am Hohenzollernring Nr. 32–35 mit 11.000 Qadratmern Nutzfläche. Ihre Mitgliederzahl stieg weiter stark, 1985 registrierte sie 25.000 Mitglieder, 2015 verdoppelte sich deren Zahl auf 50.000, 2016 zählte man 51.600. Nach der Verschmelzung mit der Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG im Januar 2017 gab es 110.000 Mitglieder bei 212.000 Kunden, 947 Beschäftigten und eine Bilanzsumme von 4,5 Mrd. Euro.[7]

Organisationsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kölner Bank ist eine eingetragene Genossenschaft. Rechtsgrundlagen sind das Genossenschaftsgesetz und die von der Vertreterversammlung der Kölner Bank eG erlassene Satzung. Organe der Bank sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Vertreterversammlung. Sie besteht aus gewählten Mitgliedern der Bank, welche die anderen Mitglieder vertreten.

Die Kölner Bank eG verfügt über 27 Filialen (zzgl. 4 SB-Filialen und 13 externe Geldautomaten) im Kölner Stadtgebiet.

Geschäftsausrichtung und Geschäftserfolg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kölner Bank eG betreibt als Volksbank das Universalbankgeschäft. Neben dem klassischen Kredit- und Einlagengeschäft arbeitet sie im Verbundgeschäft mit der Bausparkasse Schwäbisch Hall, der R+V Versicherung, der Fondsgesellschaft Union Investment, der Deutschen Genossenschafts Hypothekenbank, der VR Leasing und der Teambank Nürnberg (e@sycredit) zusammen.

Fusion mit der Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Beschluss der Vertreterversammlung der Kölner Bank eG vom 29. Mai 2017[8] sowie der Vertreterversammlung der Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG vom 30. Mai 2017[9] verschmelzen beide Institute rückwirkend zum 01. Januar 2017 zur Volksbank Köln Bonn eG. Die technische Verschmelzung erfolgt im Herbst 2017, aus steuerlichen Gründen ist die Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG das übernehmende Institut.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Geschäftsbericht um 31. Dezember 2016
  3. Liste aller Genossenschaftsbanken 2016
  4. Breker-Druck, 100 Jahre Kölner Bank von 1867, 1867-1967, 1967, S. 36
  5. Breker-Druck, 100 Jahre Kölner Bank von 1867, 1867-1967, 1967, S. 70
  6. Breker-Druck, 100 Jahre Kölner Bank von 1867, 1867-1967, 1967, S. 93
  7. Magazin für die Mitglieder der Kölner Bank e.G., Natürlich wir, Ausgabe 1/2017, S. 16
  8. Deutliches Ja: Vertreterversammlung der Kölner Bank stimmt für Fusion mit der Volksbank Bonn Rhein-Sieg. In: Pressemitteilung Kölner Bank eG. 29. Mai 2017 (koelnerbank.de [abgerufen am 1. Juni 2017]).
  9. Vertreterversammlung stimmt für Fusion mit der Kölner Bank. In: Pressemitteilung Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG. 30. Mai 2017 (vobaworld.de [abgerufen am 1. Juni 2017]).

Koordinaten: 50° 56′ 18″ N, 6° 56′ 19″ O