Volksbank Köln Bonn

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Logo der Genossenschaftsbanken  Volksbank Köln Bonn eG
Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Sitz Heinemannstr. 15
53175 Bonn

Hohenzollernring 31-35
50672 Köln

Rechtsform eingetragene Genossenschaft
Bankleitzahl 380 601 86[1]
BIC GENO DED1 BRS[1]
Gründung 2017
Verband Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e.V.
Website www.volksbank-koeln-bonn.de
Geschäftsdaten 2016[2]
Bilanzsumme 4,8 Mrd. €
Einlagen 3,8 Mrd. €
Kundenkredite 3,0 Mrd. €
Mitarbeiter 944 Mitarbeiter ink. Auszubildende
Geschäftsstellen 87 (davon 13 SB)
Mitglieder 113.000
Leitung
Vorstand Jürgen Pütz (Vorsitzender), Bruno Hollweger, Volker Klein, Stefan Lachnit, Klaus Müller
Aufsichtsrat Andreas Madaus (Vorsitzender)
Liste der Genossenschaftsbanken in Deutschland

Die Volksbank Köln Bonn eG ist eine Genossenschaftsbank mit Sitz in Köln und Bonn. Sie gehört zu den größten Volksbanken im Rheinland und liegt unter allen deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken auf Rang 21 nach Bilanzsumme.[3] Ihr Geschäftsgebiet umfasst die Stadtgebiete von Köln und Bonn sowie den Rhein-Sieg-Kreis und angrenzende Gemeinden.

Die Volksbank Köln Bonn eG entstand zum 1. Januar 2017 aus dem Zusammenschluss der Kölner Bank eG und der Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG.[4][5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ältestes der beiden Vorgängerinstitute war die am 27. September 1867 ins Genossenschaftsregister zunächst als „Kölner Vorschuss- und Creditverein e. G.“ eingetragene Kölner Bank eG.[6] Ab 16. März 1869 hieß er „Kölner Gewerbebank e. G.“, diese wurde im September 1923 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Im Jahre 1960 fand die Umfirmierung in den Namen „Kölner Bank von 1867 e. G.“ statt.[7] Die Zahl der Mitglieder belief sich während der Währungsreform im Juni 1948 auf 2300, im Dezember 1966 betrug sie 10200; dabei wuchs die Bilanzsumme von 3,2 Millionen DM auf 180 Millionen DM.[8] Die Bank bezog im April 1991 das „IBM-Hochhaus“ am Hohenzollernring Nr. 31–35 mit 11.000 Quadratmetern Nutzfläche.

Am 22. April 1901 unterzeichneten der Gründer, Pfarrer Peter Herkenrath, und 52 Handwerksmeister das Gründungsprotokoll der „Handwerkerbank zu Bonn eGmbH“, am 17. Mai 1901 erfolgte die Eintragung ins Genossenschaftsregister. 1971 fusionierte sie mit der „Raiffeisenbank Bonn-Süd“, 1995 mit der „Raiffeisenbank Königswinter“ und der „Eitorfer Raiffeisenbank“, 1996 folgten die „Volksbank Hennef“, 1998 die „Raiffeisenbank Vorgebirge“ und 1999 die „Volksbank Siebengebirge“. Seit 1995 firmierte das Institut als „Volksbank Bonn Rhein-Sieg“. Bis 1999 schlossen sich drei weitere Volks- und Raiffeisenbanken an. Im Jahre 2001 bezog die Volksbank Bonn Rhein-Sieg eine neuerrichtete Zentrale im Bonner Ortsteil Hochkreuz. Im Juni 2017 wurde die Spar- und Darlehnskasse Aegidienberg eG auf die Volksbank Bonn Rhein-Sieg verschmolzen.[9]

Im September 2016 begannen Fusionsverhandlungen zwischen beiden Instituten, die sich im Dezember 2016 konkretisierten. Da die Volksbank Bonn Rhein-Sieg über mehr Grundeigentum als die Kölner Bank verfügte und deshalb weniger Grunderwerbsteuer anfallen würde, einigte man sich auf eine Verschmelzung mit der Volksbank Bonn Rhein-Sieg als übernehmende Bank. Es gibt mit Köln und Bonn zwei Rechtssitze, der Vorstand sitzt in Köln. Die Verhandlungsergebnisse mündeten in Zustimmungsbeschlüsse der Vertreterversammlungen vom 29. Mai 2017 (Köln) und der Vertreterversammlung des übernehmenden Rechtsträgers vom 30. Mai 2017 (Bonn), der Verschmelzungsvertrag datierte vom 22. Juni 2017. Mit den Eintragungen in den Genossenschaftsregistern am 16. Juni 2017 (Bonn) und 28. August 2017 (Köln) ist die Verschmelzung konstitutiv vollzogen. Die technische Fusion erfolgte im Oktober 2017.

Organisationsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Volksbank Köln Bonn ist eine eingetragene Genossenschaft. Rechtsgrundlagen sind das Genossenschaftsgesetz und die von der Vertreterversammlung der Volksbank Köln Bonn eG erlassene Satzung. Organe der Bank sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Vertreterversammlung. Die Vertreterversammlung besteht aus gewählten Mitgliedern der Bank, welche die anderen Mitglieder vertreten.

Die Volksbank Köln Bonn verfügt über 87 Geschäftsstellen (davon 13 SB-Filialen und zzgl. 20 externe Geldautomaten) im Geschäftsgebiet.[10]

Geschäftsausrichtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Volksbank Köln Bonn betreibt als regionale Volksbank das Universalbankgeschäft für Privat- und Firmenkunden, letztere vorzugsweise zu den kleinen und mittleren Unternehmen gehörig. Neben dem klassischen Kredit- und Einlagengeschäft arbeitet sie im Verbundgeschäft mit der Bausparkasse Schwäbisch Hall, der R+V Versicherung, der Fondsgesellschaft Union Investment, der Deutschen Genossenschafts Hypothekenbank, der VR Leasing und der Teambank Nürnberg (e@syCredit) zusammen.

Mitarbeiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Volksbank Köln Bonn sind insgesamt 944 Mitarbeiter beschäftigt. Darunter befinden sich 90 Auszubildende, die bei der Genossenschaftsbank ihren Beruf lernen.[11][12]

Volksbank Köln Bonn eG in Zahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das neue Kreditinstitut Volksbank Köln Bonn eG verfügte per 31. Dezember 2016 - wenn man beide Bilanzen zusammenfasst - über folgende betriebswirtschaftlichen Kennzahlen:

Kennzahl Aggregation beider Bilanzen
per 31. Dezember 2016
Kunden 214941
Mitglieder 112986
Kundeneinlagen 3,77 Mrd. €
Kundenkredite 2,99 Mrd. €
Bilanzsumme 4,79 Mrd. €
Mitarbeiter 944
Zweigstellen 87

Bilanziell erfolgte die Verschmelzung rückwirkend zum 1. Januar 2017.

Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Volksbank Köln Bonn engagiert sich für Köln/Bonn und die Menschen in der Region. 2016 wurden gesellschaftliche und gemeinnützige Projekte mit 760.000 Euro gefördert. Mit all zesamme betreibt die Bank eine Crowdfunding-Plattform. Bürger und Bank spenden hier gemeinsam für gemeinnützige Projekte in der Region. Die Volksbank Köln Bonn verleiht im zweijährigen Rhythmus einen mit 25.000 Euro dotierten Innovationspreis. Über ihren Verein „miteinander-füreinander“ unterstützt die Bank förderungswürdige Projekte. Ziel des Vereins ist es, in und für die Region aktiv „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu leisten. Ausdruck der besonderen Förderung der Mitglieder ist auch der „Solidaritätsfonds – Stiftung der Volksbank Köln Bonn eG“.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Geschäftsbericht um 31. Dezember 2016
  3. Liste aller Genossenschaftsbanken 2016. Abgerufen am 5. Oktober 2017 (PDF).
  4. Deutliches Ja: Vertreterversammlung der Kölner Bank stimmt für Fusion mit der Volksbank Bonn Rhein-Sieg - Volksbank Köln Bonn eG. Abgerufen am 5. Oktober 2017.
  5. Vertreterversammlung - Volksbank Köln Bonn eG. Abgerufen am 5. Oktober 2017.
  6. Breker-Druck, 100 Jahre Kölner Bank von 1867, 1867-1967, 1967, S. 36
  7. Breker-Druck, 100 Jahre Kölner Bank von 1867, 1867-1967, 1967, S. 70
  8. Breker-Druck, 100 Jahre Kölner Bank von 1867, 1867-1967, 1967, S. 93
  9. Genossenschaftsregister Bonn 312, Eintragung vom 16. Juni 2017
  10. Wir vor Ort - Volksbank Köln Bonn eG. Abgerufen am 5. Oktober 2017.
  11. Kölner Bank eG - Geschäftsbericht 2016. (webmodulservice.de [abgerufen am 5. Oktober 2017]).
  12. Jahresbericht 2016 der Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG. Abgerufen am 5. Oktober 2017 (PDF).