Karl Erich Müller

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Karl Erich Müller (r.) neben Otto Nagel (2.v.l.) 1965 bei einer Ausstellungseröffnung der Deutschen Akademie der Künste der DDR.

Karl Erich Müller (* 19. September 1917 in Halle; † 10. Januar 1998 ebenda) war ein deutscher Maler und Grafiker. Er zählte zur Halleschen Schule.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Müller erlernte 1932–1938 den Beruf des Dekorationsmalers und wurde danach zum Kriegsdienst in die Wehrmacht eingezogen. 1943 geriet er in sowjetische Gefangenschaft, aus der er 1945 entlassen wurde. Er wurde dort Mitglied eines antifaschistischen Ausschusses. Anschließend kehrte er nach Halle zurück. 1946–1948 studierte er an der Kunstschule Burg Giebichenstein bei Erwin Hahs.

Im Jahr 1947 gehörte er neben u. a. Willi Sitte, Fritz Freitag, Otto Müller, Meinolf Splett zu den Gründungsmitgliedern der halleschen Künstlergemeinschaft „Die Fähre“ und war als einer ihrer wichtigsten Vertreter bereits freischaffend tätig. Von 1947 bis 1950 übernahm er mit seinen Künstlerkollegen Willi Sitte und Herbert Lange eine große künstlerische Arbeit im Mansfelder und Bitterfelder Bergbaugebiet. Seit 1948 war er freischaffend in Halle tätig. Seine erste Einzelausstellung hatte Müller 1948 im Marktschlößchen Halle. Es folgten zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen sowie in den Jahren 1966 bis 1983 zahlreiche Studienreisen nach Indien, Sri Lanka, Nepal und Pakistan. Zahlreiche Bilder von Menschen und Landschaften Südasiens kennzeichnen einen unverwechselbaren Abschnitt in seinem Spätwerk.

Werk (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buchillustrationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Otten: Berge wie gezupfte Wolle. Mit dem Zyklus „Algerien“, geschaffen von Karl Erich Müller. Mitteldeutscher Verlag, Halle 1965.
  • Nikolai Gogol: Der Mantel; Verlag der Nation Berlin, 1966 (mit 10 ganzseitigen reproduzierten Zeichnungen)
  • Nikolai Gogol: Das Bildnis; Union Verlag Berlin, 1978 (mit 10 in Originalgröße reproduzierten Kaltnadelradierungen von 1952)

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Hütt: Karl Erich Müller. Maler und Werk. Verlag der Kunst. Dresden 1973
  • Karl Erich Müller: Malerei und Graphik aus drei Jahrzehnten. Ausstellungskatalog, Akademie der Künste der DDR, 1979.
  • Karl Erich Müller: Erlebnis Südasien. Ausstellungskatalog, Staatl. Galerie Moritzburg, Halle, 1987.
  • Karl Erich Müller zum 75. Geburtstag: Malerei, Grafik (1987-1992). Ausstellungskatalog, Museum Schloß Bernburg, 1992.
  • Wolfgang Hütt: Schattenlicht. Halle 1999.
  • Anke Scharnhorst: Müller, Karl Erich. In: Wer war wer in der DDR? 5. Ausgabe. Band 2. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4.
  • Nachschlagewerk Vollmer, Bd. 3, 1956
  • Weggefährten – Zeitgenossen, Berlin 1979, S. 536 (Schumann, Henry)
  • Der Klasse verbunden, Rostock 1980, S. 152
  • Halbrehder, 1995, S. 299
  • Zeichnungen in der Kunst der DDR, 1989, S. 188
  • Karl Erich Müller: Klecksographien. Eine Auswahl. Herausgeber Dietmar Petzold für die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, 2007

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]