Karl Petrus Möhler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Karl Petrus Möhler OPraem (* 21. Oktober 1897 in Staab (Stod), Bezirk Mies; † 7. März 1968 in Schönau, Gemeinde Strüth, Rhein-Lahn-Kreis) war Prämonstratenser und im Jahr 1944 Abt des Stiftes Tepl in Westböhmen.

Karl Petrus Möhler trat als Absolvent des Gymnasiums der Prämonstratenser in Pilsen im Jahr 1919 in das Stift Tepl ein, ging zum Studium der Philosophie und Theologie an die Universität Innsbruck und wurde 1924 als Doktor der Theologie zum Priester geweiht. Danach war er Seelsorger in den Stiftspfarreien Tuschkau und Chotieschau und war 1933 Vorsitzender der Bezirksgruppe der katholischen Volksbünde im Bezirk Pilsen-Staab; Direktor der Katholischen Aktion im deutschen Anteil der Diözese. 1937 Pfarrer in seinem Geburtsort Staab (Stod); 1940 Vikar des dort neu errichteten Vikariats und 1944 Abt des Stiftes Tepl. Im Mai 1945, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Besetzung des Stiftes Tepl durch tschechische Polizei und Militär wurde er als deutschsprachiger Ordensgeistlicher verhaftet, verbrachte die Zeit von 1945 bis etwa 1948 unter Aufsicht der Behörden der Tschechoslowakei in einem Abschiebungslager für Deutsche, vermutlich in der Nähe der Stadt Tepl.

Nach der Entlassung aus der Haft konnte er ausreisen und fand Unterkunft im Kloster Schönau im Rhein-Lahn-Kreis. Von dort setzte sich Karl Peter Möhler für die Heimatvertriebenen, vor allem Sudetendeutsche in Bayern und Österreich ein. Er war 1950 Definitor in der Ordensleitung der Prämonstratenser und 1953 Visitator der österreichischen Stifte des Ordens. Er wurde vielfach geehrt u. a. mit dem Großen Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, dem Bayerischen Verdienstorden, der Lodgman von Auen–Plakette, der Nordgau-Plakette der Egerländer Gmoi und dem Nordgau-Kulturpreis der Stadt Amberg in der Oberpfalz.

Sein Bruder Justinus Möhler war ebenfalls Prämonstratenser im Stift Tepl. Von 1949 bis 1951 war er Pfarrer in Offheim, danach am bischöflichen Offizialat im Bistum Limburg tätig.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wacht an der Mies, Heimatbuch für den Bezirk Mies (Stribro), Pilsen (Plzen), Staab (Stod), Tuschkau (Touskov) und Wiesengrund (Dobrany). Jahrgang 50 (1968), S. 194f.
  • Mitteilungen des sudetendeutschen Priesterwerkes. (1947) 73; (1968), S. 50f.
  • Sudetendeutsche Zeitung. 27. Oktober 1947 und 15. Mai 1968.
  • Sudetenland. Böhmen, Mähren, Schlesien. 10 (1964), S. 140ff.
  • Heribert Sturm (Hrsg. im Auftrag des Collegium Carolinum): Biographisches Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder. Band II, R. Oldenbourg Verlag, München 1984, ISBN 3-486-52551-4, S. 693.
  • Josef Weinmann: Egerländer Biografisches Lexikon mit ausgewählten Personen aus dem ehemaligen Regierungs-Bezirk Eger. Band 1, Männedorf / ZH 1985, ISBN 3-922808-12-3, S. 155–156.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]