Ken Scalabroni

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Basketballspieler
Ken Scalabroni
Spielerinformationen
Geburtstag 2. September 1956
Geburtsort Boston (MA), USA
Vereine als Trainer
1988–1991 FinnlandFinnland Fokopo Forssa
1993–1994 DeutschlandDeutschland TTL Bamberg (AC)[1]
1994–1999 DeutschlandDeutschland TTL uniVersa Bamberg
1999–2001 SchweizSchweiz Fribourg Olympic
2001–2004 DeutschlandDeutschland StadtSport/BS energy Braunschweig
2006–2007 DeutschlandDeutschland Gießen 46ers
Seit002007 TschechienTschechien USK Prag

Ken Scalabroni (* 2. September 1956 in Boston, Massachusetts) ist ein US-amerikanischer Basketballtrainer und ehemaliger Basketballspieler.

Nach dem Militärdienst bei der US Navy arbeitete Scalabroni zunächst als Spieler und Trainer in den 1980er Jahren in Norddeutschland. Im Anschluss an seine Spielerkarriere war er zunächst Trainer im finnischen Forssa, bevor er in der Saison 1993/94 nach Deutschland zurückkehrte und Assistent von Terry Schofield wurde, der den TTL Bamberg als Trainer übernommen hatte. Schofield musste jedoch 1994 aus gesundheitlichen Gründen das Amt als Trainer aufgeben und Scalabroni übernahm seinen Posten als verantwortlicher Trainer.[2] Ähnlich wie sein Vorgänger Schofield, der ungefähr sechs Jahre Trainer der fränkischen Mannschaft war, arbeitete Scalabroni bis 1999 beinahe fünf komplette Spielzeiten als Trainer der Erstligamannschaft. Erst als eine finanzielle Lücke die Existenz des Erstligisten 1999 bedrohte, bekam Scalabroni bei dem folgenden Umbruch keinen neuen Vertrag mehr.[3]

Nach dem Ende seiner Bamberger Ära übernahm Scalabroni von Duško Ivanović, der zum CSP Limoges ging, den Schweizer Meister Benetton Olympic aus Freiburg im Üechtland. Unter Scalabroni gelangen keine neuen Erfolge, stattdessen eroberten die Lugano Tigers die Vorherrschaft in der Basketball-Nationalliga. Im Februar 2001 übernahm Scalabroni dann unter umgekehrten Vorzeichen wie in Bamberg beim nahezu illiquiden Verein aus Braunschweig den Trainerposten vom befreundeten[4] Finnen Henrik Dettmann, der als deutscher Bundestrainer vom DBB als „Nothilfe“ für diesen Posten vorübergehend freigestellt worden war. Mit wenigen verbliebenen Spielern sowie einzelnen Neuzugängen wie John Celestand erreichte Scalabroni jedoch die Wende und noch den Einzug in die Play-offs um die Meisterschaft. Nach der Konsolidierung des Vereins kam es zu Beginn der Saison 2004/05 zu einer sportlichen Krise und Scalabroni wurde von Dettmann abgelöst, der zwischenzeitlich sportlicher Leiter im Braunschweiger Verein geworden war.[5]

Scalabroni übernahm im Dezember 2006 den Trainer-Posten bei den Gießen 46ers bis zum Ende der Saison 2006/07, als sein Amtsvorgänger Stefan Koch während der laufenden Saison zurückgetreten war.[1] In der folgenden Spielzeit wechselte Scalabroni in die tschechische Hauptstadt Prag, wo er seitdem den USK, Nachfolger der traditionsreichen Basketballabteilung im SK Slavia Prag trainiert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Scalabroni neuer 46ers-Heacoach (sic!). Basketball-Bundesliga, 7. Dezember 2006; abgerufen am 7. April 2013 (Medien-Info Gießen 46ers).
  2. Abstand zur Spitze kleiner geworden. WBeyersdorf.de, 15. April 1995; abgerufen am 7. April 2013 (Repro eines Artikels aus Fränkischer Tag).
  3. Archiv Saison 1999/2000 GHP Bamberg. WBeyersdorf.de; abgerufen am 7. April 2013 (Repros diverser Zeitungsartikel von 1999 und 2000).
  4. Ute Berndt: Gegen gute Freunde gewinnen ... Braunschweiger Zeitung, 31. Oktober 2003; abgerufen am 7. April 2013.
  5. Frank Heike: Schicksalsstation Braunschweig: Dettmann kümmern Klischees nicht. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. März 2005; abgerufen am 7. April 2013.