Henrik Dettmann

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Basketballspieler
Henrik Dettmann
Spielerinformationen
Geburtstag 5. April 1958
Geburtsort Helsinki, Finnland
Vereine als Trainer
1978–1985 FinnlandFinnland Helsingin NMKY (Assistent)
1986–1992 FinnlandFinnland Helsingin NMKY
2003–2004 DeutschlandDeutschland Mitteldeutscher BC
2004–2006 DeutschlandDeutschland BS/Energy Braunschweig
000002010 FrankreichFrankreich JDA Dijon
000002015 TurkeiTürkei Beşiktaş Integral Forex
000002016 FrankreichFrankreich Strasbourg IG
Nationalmannschaft als Trainer
1992–1997 FinnlandFinnland Finnland
1997–2003 DeutschlandDeutschland Deutschland
Seit002004 FinnlandFinnland Finnland
Henrik Dettmann
Medaillenspiegel

Basketball (Männer)

DeutschlandDeutschland Deutschland (als Trainer)
Weltmeisterschaft
0Bronze0 2002 Vereinigte Staaten Deutschland

Henrik Dettmann (* 5. April 1958 in Helsinki) ist ein finnischer Basketballtrainer, der von 1997 bis 2003 die deutsche Herren-Nationalmannschaft leitete. Seit 2004 ist er für die finnische Nationalmannschaft verantwortlich, die er bereits von 1992 bis 1997 trainiert hatte.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dettmann wirkte bereits ab 1973 als Trainer bei Helsingin NMKY (deutsch Christlicher Verein Junger Menschen Helsinkis). Bis 1986 war er Junioren- oder Co-Trainer des Vereines, anschließend bis 1992 als Cheftrainer der Mannschaft verantwortlich. 1987, 1989 und 1992 wurde er finnischer Meister und in dieser Zeit zwei Mal als „Trainer des Jahres“ (1987, 1992) in Finnland ausgezeichnet. Gleichzeitig betreute Dettmann seit 1981 verschiedene finnische Jugend-Nationalmannschaften. Von 1992 bis 1997 war er dann Cheftrainer der A-Nationalmannschaft und führte sie 1995 zu ihrer ersten Europameisterschafts-Teilnahme seit 1977.

Am 1. September 1997[1] übernahm er für viele überraschend das Amt des deutschen Bundestrainers. Vor allem dank Dirk Nowitzki konnte die Mannschaft in den Folgejahren den Halbfinaleinzug bei der Europameisterschaft 2001 und die Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft 2002, der ihr bislang bestes Abschneiden bei Weltmeisterschaften darstellt, feiern. Dettmann wurde 2002 als „Trainer des Jahres“ in Deutschland sowie (Sportarten übergreifend) in Finnland ausgezeichnet.

Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der Europameisterschaft 2003 und der damit verpassten Qualifikation für die Olympischen Spiele wurde Dettmanns zum 31. Oktober auslaufender Vertrag vom DBB nicht verlängert. Bereits kurz zuvor hatte er beim Mitteldeutschen BC unterschrieben, mit dem er 2004 die FIBA EuroCup Challenge gewann. Aufgrund der Insolvenz des Vereins verließ er diesen jedoch anschließend[2] und unterschrieb bei BS/Energy Braunschweig, wo Dettmann bis Anfang 2006 tätig war.[3] Im Januar 2010 übernahm er kurzzeitig bis Saisonende die sportliche Leitung des französischen Vereins Jeanne d’Arc aus Dijon,[4] den er aber auch nicht vor dem Abstieg aus der ersten französischen Liga LNB Pro A bewahren konnte. Mit der finnischen Nationalmannschaft, die er seit 2004 wieder trainierte, qualifizierte Dettmann sich für die Europameisterschaften 2011 und 2013, bei denen Finnland jeweils die Zwischenrunde erreichte, und nahm an den Weltmeisterschaften 2014 teil. Zwischen Februar und Oktober 2015 wirkte er als Cheftrainer des türkischen Vereins Beşiktaş Integral Forex.

Zur Saison 2016/17 wurde Dettmann vom französischen Erstligisten Straßburg IG als Cheftrainer eingestellt,[5] aber bereits am 27. Oktober 2016 beurlaubt.[6] Unter der Leitung Dettmanns hatte SIG in der LNB Pro A vier von fünf Spielen verloren und stand auf dem vorletzten Platz. In der FIBA Champions League betreute der Finne die Mannschaft in zwei Partien, beide endeten in Niederlagen.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dettmann ist mit der ehemaligen tschechischen Basketball-Nationalspielerin und Bundesligaspielerin Mirka Dettmann (geb. Jarchovská) verheiratet.[7][8]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ehemalige Bundestrainer Herren. Deutscher Basketball Bund, abgerufen am 12. Mai 2013.
  2. Dettmann verlässt MBC. Berliner Zeitung, 27. Juli 2004, abgerufen am 12. Mai 2013.
  3. BS/Energy Braunschweig feuert Dettmann. Netzeitung, 9. Januar 2006, archiviert vom Original am 6. September 2012, abgerufen am 12. Mai 2013.
  4. Dettmann answers Dijon S.O.S. FIBA Europa, 20. Januar 2010, abgerufen am 12. Mai 2013.
  5. Henrik Dettmann s’engage avec la SIG Strasbourg. 24. Juni 2016, abgerufen am 30. Juli 2016.
  6. Henrik DETTMANN suspendu. In: SIGSTRASBOURG. 27. Oktober 2016 (sigstrasbourg.fr [abgerufen am 27. Oktober 2016]).
  7. Jarmo Färdig: Henrik Dettmann muuttui räyhääjästä palvelijaksi (finnisch) In: Helsingin Sanomat. 19. September 2015. Abgerufen am 8. Oktober 2015.
  8. Christoph Büker: Ins kalte Wasser mit den jungen Spielerinnen. Interview mit Alex Maerz und Anne Breitreiner (pdf) In: DBB-Journal. Deutscher Basketball Bund. Februar 2013. Abgerufen am 8. Oktober 2015: „Mirka Jarchovska (Ehefrau von Ex-Herren-Bundestrainer Henrik Dettmann – Anm. d. Red.)“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]