Klaus Täuber

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Klaus Täuber
Klaus Täuber 1985.jpg
Klaus Täuber (1985)
als Spieler des FC Schalke 04
Personalia
Geburtstag 17. Januar 1958
Geburtsort ErlangenDeutschland
Größe 183 cm
Position Mittelstürmer
Junioren
Jahre Station
SpVgg Erlangen
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1976–1980 1. FC Nürnberg 79 (24)
1980–1983 Stuttgarter Kickers 99 (49)
1983–1987 FC Schalke 04 125 (58)
1987–1988 Bayer 04 Leverkusen 31 0(8)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1991–1992 FC Rhade
1992–1993 SSV Jahn Regensburg
1995–2002 FC Schalke 04 Amat.
2004–2006 Schwarz-Weiß Essen
2007–2010 VfB Hüls
2010–2011 Westfalia Herne
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Klaus Täuber (* 17. Januar 1958 in Erlangen) ist ein deutscher Fußballspieler, der nach seiner aktiven Karriere Trainer wurde. Während seiner Karriere hatte Klaus Täuber den Spitznamen „der Boxer“ – nicht nur, weil er am selben Tag wie Muhammad Ali geboren wurde. Allerdings sah er in seinen 245 Spielen als Fußballprofi nur einmal die rote Karte.

Karriere als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fußball-Laufbahn von Klaus Täuber begann bei der SpVgg Erlangen. Von dort ging es für den Franken 1976 gemeinsam mit seinem älteren Bruder Jürgen zum 1. FC Nürnberg[1], wo er in der Saison 1978/79 sein Bundesliga-Debüt gab. Nach dem Wiederaufstieg im Jahr 1980 wechselte er in der Saison 1980/81 nach nur einem Spiel zu den Stuttgarter Kickers in die zweite Liga und blieb dort drei Jahre. 1983 wechselte er zum FC Schalke 04, damals noch in der 2. Liga. Täuber war mit 19 Treffern bester Torschütze, als der Verein 1984 in die erste Liga zurückkam. Er wurde einer der Leistungsträger und schoss in seinem ersten Bundesliga-Jahr für die Knappen 18 Tore.

1987 wechselte er zu Bayer 04 Leverkusen, wo er zu der Mannschaft gehörte, die 1988 den UEFA-Pokal holte, wobei er den entscheidenden Elfmeter im Finale gegen Espanyol Barcelona verwandelte und, kurz nach seiner Einwechslung, die Flanke zum 2:0 schlug. Insgesamt wurde Klaus Täuber in der Bundesliga 137 Mal eingesetzt, dabei erzielte er 51 Tore. In der zweiten Liga erzielte er mit 55 Toren in 108 Spielen eine noch bessere Quote.

Klaus Täuber spielte „körperbetont“. Er setzte seinen Körper ein und schonte im Spiel weder sich noch den Gegner. Die Abwehrspieler der Bundesliga wählten ihn einmal zum „größten Klopper der Liga“. Er teilte aus, musste aber auch einiges einstecken. Immer wieder zwangen ihn schwere Verletzungen zu längeren Pausen. Im November 1988 musste Täuber seine aktive Laufbahn beenden, nachdem er im Training eine schwere Bandscheibenverletzung der Halswirbelsäule erlitten hatte.

Auch Klaus Täubers Brüder Jürgen und Stephan waren Fußballprofis. Sie bilden das einzige Brüder-Trio, das in der Bundesliga aktiv war. Beide spielten ebenfalls für Schalke und Nürnberg.

Vom Spieler zum Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klaus Täuber ist heute Trainer. Er betreute zunächst den FC Rhade und 1992/93 den SSV Jahn Regensburg. Von 1995 bis 2002 war er Trainer der Schalker Amateurmannschaft „U23“; danach wechselte er zum Traditionsclub Schwarz-Weiß Essen, den er auch in der Saison 2005/06 in der Oberliga Nordrhein betreute. Im Februar 2007 löste er mit Ingo Anderbrügge einen anderen ehemaligen Schalke-Profi als Trainer des VfB Hüls ab. Am 2. April 2010 wurde er von seiner Trainertätigkeit entbunden. Zu seinem Nachfolger wurde ein weiterer Ex-Schalker, nämlich der 52-fache Nationalspieler Olaf Thon ernannt. Seit dem 6. April 2010 betreute Täuber den NRW-Ligisten Westfalia Herne,[2] wo er im März 2011 bereits wieder entlassen wurde.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klaus „Boxer“ Täuber. glubberer.de, 9. Februar 2007, abgerufen am 18. Oktober 2017.
  2. Wolfgang Vollmer: Der Boxer übernimmt. Der Westen vom 6. April 2010
  3. Thorsten Richter: Täuber muss gehen: A-Jugend Coach Uli Reimann übernimmt. Reviersport.de, 8. März 2011, abgerufen am 18. Oktober 2017.