Espanyol Barcelona

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Espanyol de Barcelona
RCD Espanyol De Barcelona.svg
Basisdaten
Name Reial Club Deportiu Espanyol de Barcelona
Sitz Barcelona, Spanien
Gründung 28. Oktober 1900
Farben blau-weiß
Präsident Chen Yansheng
Website rcdespanyol.com
Erste Mannschaft
Trainer Quique Sánchez Flores
Stadion Power8 Stadium
Plätze 40.500
Liga Primera División
2016/17 8. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ

RCD Espanyol Barcelona (katalanisch Reial Club Deportiu Espanyol, spanisch Real Club Deportivo Español) ist ein Fußballverein aus Barcelona.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Klub wurde am 28. Oktober 1900 unter dem Präsidenten Ángel Rodríguez Ruiz von Studenten der Universität Barcelona in deren Aula gegründet. Der Verein ist somit einer der ältesten Fußballclubs in ganz Spanien. Der Name „Espanyol“ (kat.: „spanisch“) sollte zeigen, dass der Verein spanischen Ursprungs ist.

Zum Gründungszeitpunkt firmierte er noch unter dem offiziellen Namen Sociedad Española de Fútbol. Der Name „spanische Fußballgemeinschaft“ wurde aufgrund der Tatsache auserwählt, dass alle Gründungsmitglieder aus Katalonien und Spanien stammten. Im Laufe der nächsten Jahre wurde der Verein allerdings zunehmend von Ausländern, insbesondere von Briten strukturiert.

Altes Wappen (1912–1931 und 1939–1998)

Espanyol, Gründungsmitglied der Primera División im Jahre 1929, ist einer der spanischen Vereine, die als Patron den spanischen König und den Titel Real („königlich“) im Namen und im Wappen tragen. Dieses Privileg geht auf den spanischen König Alfons XIII. von Spanien zurück, der dem Verein 1912 diese Ehre verlieh.

Seinen ersten großen Erfolg verbuchte der RCD Espanyol am 3. Februar 1929, als es der Mannschaft gelang, die Copa del Rey, den spanischen Königspokal, im Finale gegen Real Madrid zu gewinnen. 1933 wurde zu einem der erfolgreichsten Jahre des Vereins. In diesem Jahr gelang es ihm, die spanische Liga als Dritter zu beenden. Das bis heute beste Ergebnis des Clubs. Sieben Jahre später, 1940, triumphierte Espanyol mit 3:2 erneut über Real Madrid im Finale des Königspokals. Nach Jahren im Mittelmaß der Tabelle folgte in der Saison 1962/63 der erste große Rückschlag. Die Mannschaft stieg zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte ab. Dennoch folgte recht bald der erneute Wiederaufstieg in die Primera División, die höchste Spielklasse Spaniens.

International sorgte der Verein zum ersten Mal 1988 für Aufruhr, als das Team vom damaligen Erfolgstrainer Javier Clemente überraschend als Qualifikant das Finale des UEFA-Pokals erreichte. Das Finale gegen Bayer 04 Leverkusen, das damals noch in zwei Finalspielen ausgetragen wurde, stellt bis heute einen zugleich wichtigen und traurigen Aspekt in der Vereinsgeschichte dar. Nachdem man im heimischen Sarrià-Stadion Leverkusen bereits mit 3:0 geschlagen hatte, verlor das Team das Rückspiel in Leverkusen mit 0:3 und das anschließende Elfmeterschießen mit 2:3. Viele Vertraute im Umfeld von Espanyol meinen heute noch, dass sich der Verein nie von diesem Schock erholen konnte. Tatsächlich wurde man seinen Ansprüchen in den nächsten Jahren nicht mehr gerecht und der Verein geriet in eine finanzielle Krise, bei der unter anderem das Stadiongelände verkauft werden musste.

In der jüngeren Vergangenheit stabilisierte sich der Club weitestgehend – sowohl finanziell als auch sportlich. So gewann er in den Jahren 2000 und 2006 noch zwei weitere Male den Copa del Rey und erreichte im Mai 2007 erneut ein UEFA-Pokal-Endspiel, das ebenfalls im Elfmeterschießen gegen den FC Sevilla verloren wurde.

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Espanyol trägt seine Heimspiele im Power8 Stadium (vorher: Estadi Cornellà-El Prat) aus. Im Zuge der wirtschaftlichen Stabilisierung des Vereins war im Herbst 2004 das Bauprojekt für ein neues Stadion im Vorort Cornellà begonnen worden. Es wurde nach den modernsten Standards der UEFA gebaut und soll nach zwei Ausbaustufen die Anforderungen des Verbands an ein sogenanntes „4-Sterne Stadion“ erfüllen – heute schon sind sämtliche Plätze überdacht. Zu Beginn der Saison 2009/10 wurde das Estadi Cornellà-El Prat eingeweiht. Mit dem Bau des eigenen Stadions wollte sich der Verein insbesondere unabhängig machen von der Stadt Barcelona, der das Olympiastadion gehört und die es für die Heimspiele an Espanyol vermietete. Es hat direkten Autobahnanschluss und liegt geographisch im Dreieck der Städte Cornellà de Llobregat, L’Hospitalet de Llobregat und Sant Boi de Llobregat. In diesen Nachbarstädten Barcelonas wohnt traditionell ein großer Anteil der Fankultur von Espanyol. Das Trainingsgelände findet sich indes genau auf der anderen Seite des Ballungsraumes Barcelona, in San Adrián de Besos. Sowohl hier als auch in den angrenzenden Badalona und Santa Coloma de Gramanet findet man ebenfalls ein hohes Fanpotential.

Anfangs trug Espanyol Barcelona seine Spiele an einer breiten Promenade nahe der Sagrada Família aus. Im Jahre 1923 zog der Verein dann in das neueröffnete Estadi Sarrià im vornehmen Stadtteil Sarrià um. Dieses war bei der WM 1982 ein Austragungsort. Bis zur Saison 1996/97 blieb der Verein dieser Spielstätte treu, bis er das Gelände aus finanziellen Gründen veräußern musste. Daraufhin erfolgte ein Umzug auf den Montjuïc, ins Olympiastadion von 1992, das Estadi Olímpic Lluís Companys (55.000 Plätze).

Trikot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heutzutage sind die offiziellen Farben von Espanyol blau und weiß, doch zu seiner Gründungszeit liefen die Spieler mit gelben Trikots auf, aus dem einfachen Grund, dass einer der ersten Sponsoren des Teams diese zu Verfügung stellte. Erst in den nächsten Jahren entwickelten sich die heutigen Farben des Vereins.

1900
1901
1910
1915
1941
1966
2000
2001
2004
2010

Fans[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Espanyol wird im Gegensatz zum katalanisch geprägten FC Barcelona von vielen Katalanen auch heute noch als Sinnbild für den spanischen Zentralstaat angesehen. Dennoch wandelte sich der Verein in den letzten Jahren und mittlerweile ist auch Espanyol ein katalanischer Verein. Die Fangruppen unterscheiden sich teils immer noch in spanisch und katalanisch.

Das Maskottchen des Vereins ist ein Wellensittich, der „Perico“ oder „Periquito“, in den Vereinsfarben blau-weiß. Dieser gibt auch der Anhängerschaft des Clubs ihren Namen.

Kader der Saison 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand 1. Oktober 2017[1]

Nr. Nat. Name Geburtstag im Verein seit Vertrag bis
Tor
01 SpanienSpanien Pau López 13.12.1994 2014 2018
13 SpanienSpanien Diego López 03.11.1981 2017 2020
Abwehr
02 SpanienSpanien Marc Navarro 02.07.1995 2017 2021
03 SpanienSpanien Aarón Caricol 22.04.1997 2016 2022
05 BrasilienBrasilien Naldo 25.08.1988 2017 2020
06 Costa RicaCosta Rica Óscar Duarte 03.06.1989 2016 2019
12 SpanienSpanien Dídac Vilà 09.06.1989 2017 2020
15 SpanienSpanien David López 09.10.1989 2016 2020
22 SpanienSpanien Mario Hermoso 18.06.1995 2017 2020
24 SpanienSpanien Sergio Sánchez 03.04.1986 2017 2018
Mittelfeld
04 SpanienSpanien Víctor Sánchez 08.09.1987 2012 2021
10 SpanienSpanien José Manuel Jurado 29.06.1986 2016 2019
14 SpanienSpanien Óscar Melendo 23.08.1997 2017 2022
16 SpanienSpanien Javi López (C)Kapitän der Mannschaft 21.01.1986 2009 2019
18 SpanienSpanien Javi Fuego 04.01.1984 2016 2019
20 SenegalSenegal Papa Diop 19.03.1986 2015 2018
21 SpanienSpanien Marc Roca 26.11.1996 2016 2022
23 SpanienSpanien Esteban Granero 02.07.1987 2017 2020
25 SpanienSpanien Sergi Darder 22.12.1993 2017 2018
Sturm
07 SpanienSpanien Gerard 07.04.1992 2015 2020
08 SpanienSpanien Álvaro Vázquez 27.04.1991 2016 2020
09 SpanienSpanien Sergio García 09.06.1983 2017 2018
11 BrasilienBrasilien Léo Baptistão 26.08.1992 2016 2021
17 ParaguayParaguay Hernán Pérez 25.02.1989 2015 2020
19 ArgentinienArgentinien Pablo Piatti 31.03.1989 2017 2020

Ehemalige Spieler (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Laufe der Jahre verfügte Espanyol über eine Reihe bekannter Spieler in seinen Reihen. So unter anderem die Torwartlegende Ricardo Zamora, Alfredo Di Stéfano und Vereinsrekordtorschütze Raúl Tamudo.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Espanyol Barcelona – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]