Espanyol Barcelona

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Espanyol Barcelona
RCD Espanyol De Barcelona.svg
Basisdaten
Name Reial Club Deportiu Espanyol de Barcelona
Sitz Barcelona, Spanien
Gründung 28. Oktober 1900
(als Sociedad Española de Football)
Farben blau-weiß
Präsident Chen Yansheng
Website rcdespanyol.com
Erste Mannschaft
Cheftrainer David Gallego
Spielstätte RCDE Stadium
Plätze 40.500
Liga Primera División
2018/19 7. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ

Der Reial Club Deportiu Espanyol de Barcelona, im deutschen Sprachraum bekannt als Espanyol Barcelona, ist ein Fußballverein aus Barcelona.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Klub wurde am 28. Oktober 1900 unter dem Präsidenten Ángel Rodríguez Ruiz von Studenten der Universität Barcelona in deren Aula gegründet. Der Verein ist somit einer der ältesten Fußballclubs in ganz Spanien. Der Name „Espanyol“ (kat.: „spanisch“) sollte zeigen, dass der Verein spanischen Ursprungs ist.

Zum Gründungszeitpunkt firmierte er noch unter dem offiziellen Namen Sociedad Española de Fútbol. Der Name „spanische Fußballgemeinschaft“ wurde aufgrund der Tatsache auserwählt, dass alle Gründungsmitglieder aus Katalonien und Spanien stammten. Im Laufe der nächsten Jahre wurde der Verein allerdings zunehmend von Ausländern, insbesondere von Briten strukturiert.

Altes Wappen (1912–1931 und 1939–1998)

Espanyol, Gründungsmitglied der Primera División im Jahre 1929, ist einer der spanischen Vereine, die als Patron den spanischen König und den Titel Real („königlich“) im Namen und im Wappen tragen. Dieses Privileg geht auf den spanischen König Alfons XIII. von Spanien zurück, der dem Verein 1912 diese Ehre verlieh.

Seinen ersten großen Erfolg verbuchte der RCD Espanyol am 3. Februar 1929, als es der Mannschaft gelang, die Copa del Rey, den spanischen Königspokal, im Finale gegen Real Madrid zu gewinnen. 1933 wurde zu einem der erfolgreichsten Jahre des Vereins. In diesem Jahr gelang es ihm, die spanische Liga als Dritter zu beenden. Das bis heute beste Ergebnis des Clubs. Sieben Jahre später, 1940, triumphierte Espanyol mit 3:2 erneut über Real Madrid im Finale des Königspokals. Nach Jahren im Mittelmaß der Tabelle folgte in der Saison 1962/63 der erste große Rückschlag. Die Mannschaft stieg zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte ab. Dennoch folgte recht bald der erneute Wiederaufstieg in die Primera División, die höchste Spielklasse Spaniens.

International sorgte der Verein zum ersten Mal 1988 für Aufruhr, als das Team vom damaligen Erfolgstrainer Javier Clemente überraschend das Finale des UEFA-Pokals erreichte. Das Finale gegen Bayer 04 Leverkusen, das damals noch in zwei Finalspielen ausgetragen wurde, stellt bis heute einen zugleich wichtigen und traurigen Aspekt in der Vereinsgeschichte dar. Nachdem man im heimischen Sarrià-Stadion Leverkusen bereits mit 3:0 geschlagen hatte, verlor das Team das Rückspiel in Leverkusen mit 0:3 und das anschließende Elfmeterschießen mit 2:3. Viele Vertraute im Umfeld von Espanyol meinen heute noch, dass sich der Verein nie von diesem Schock erholen konnte. Tatsächlich wurde man seinen Ansprüchen in den nächsten Jahren nicht mehr gerecht und der Verein geriet in eine finanzielle Krise, bei der unter anderem das Stadiongelände verkauft werden musste.

In der jüngeren Vergangenheit stabilisierte sich der Club weitestgehend – sowohl finanziell als auch sportlich. So gewann er in den Jahren 2000 und 2006 noch zwei weitere Male den Copa del Rey und erreichte im Mai 2007 erneut ein UEFA-Pokal-Endspiel, das ebenfalls im Elfmeterschießen gegen den FC Sevilla verloren wurde.

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Espanyol trägt seine Heimspiele im RCDE Stadium (vorher: Estadi Cornellà-El Prat) aus. Im Zuge der wirtschaftlichen Stabilisierung des Vereins war im Herbst 2004 das Bauprojekt für ein neues Stadion im Vorort Cornellà begonnen worden. Es wurde nach den modernsten Standards der UEFA gebaut und soll nach zwei Ausbaustufen die Anforderungen des Verbands an ein sogenanntes „4-Sterne Stadion“ erfüllen – heute schon sind sämtliche Plätze überdacht. Zu Beginn der Saison 2009/10 wurde das Estadi Cornellà-El Prat eingeweiht. Mit dem Bau des eigenen Stadions wollte sich der Verein insbesondere unabhängig machen von der Stadt Barcelona, der das Olympiastadion gehört und die es für die Heimspiele an Espanyol vermietete. Es hat direkten Autobahnanschluss und liegt geographisch im Dreieck der Städte Cornellà de Llobregat, L’Hospitalet de Llobregat und Sant Boi de Llobregat. In diesen Nachbarstädten Barcelonas wohnt traditionell ein großer Anteil der Fankultur von Espanyol. Das Trainingsgelände findet sich indes genau auf der anderen Seite des Ballungsraumes Barcelona, in San Adrián de Besos. Sowohl hier als auch in den angrenzenden Badalona und Santa Coloma de Gramanet findet man ebenfalls ein hohes Fanpotential.

Anfangs trug Espanyol Barcelona seine Spiele an einer breiten Promenade nahe der Sagrada Família aus. Im Jahre 1923 zog der Verein dann in das neueröffnete Estadi Sarrià im vornehmen Stadtteil Sarrià um. Dieses war bei der WM 1982 ein Austragungsort. Bis zur Saison 1996/97 blieb der Verein dieser Spielstätte treu, bis er das Gelände aus finanziellen Gründen veräußern musste. Daraufhin erfolgte ein Umzug auf den Montjuïc, ins Olympiastadion von 1992, das Estadi Olímpic Lluís Companys (55.000 Plätze).

Trikot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heutzutage sind die offiziellen Farben von Espanyol blau und weiß, doch zu seiner Gründungszeit liefen die Spieler mit gelben Trikots auf, aus dem einfachen Grund, dass einer der ersten Sponsoren des Teams diese zu Verfügung stellte. Erst in den nächsten Jahren entwickelten sich die heutigen Farben des Vereins.

1900
1901
1910
1915
1941
1966
2000
2001
2004
2010

Fans[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Espanyol wird im Gegensatz zum katalanisch geprägten FC Barcelona von vielen Katalanen auch heute noch als Sinnbild für den spanischen Zentralstaat angesehen. Dennoch wandelte sich der Verein in den letzten Jahren und mittlerweile ist auch Espanyol ein katalanischer Verein. Die Fangruppen unterscheiden sich teils immer noch in spanisch und katalanisch.

Das Maskottchen des Vereins ist ein Wellensittich, der „Perico“ oder „Periquito“, in den Vereinsfarben blau-weiß. Dieser gibt auch der Anhängerschaft des Clubs ihren Namen.

Kader der Saison 2018/19[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 1. Februar 2019[1]

Nr. Nat. Name Geburtstag im Verein seit Vertrag bis
Tor
01 SpanienSpanien Roberto 10.02.1986 2016 2019
13 SpanienSpanien Diego López 03.11.1981 2017 2020
Abwehr
05 BrasilienBrasilien Naldo 25.08.1988 2017 2020
06 Costa RicaCosta Rica Óscar Duarte 03.06.1989 2016 2019
08 VenezuelaVenezuela Roberto Rosales 20.11.1988 2018 2019
12 SpanienSpanien Dídac Vilà 09.06.1989 2017 2020
15 SpanienSpanien David López 09.10.1989 2016 2023
16 SpanienSpanien Javi López (C)Kapitän der Mannschaft 21.01.1986 2009 2019
22 SpanienSpanien Mario Hermoso 18.06.1995 2017 2020
Mittelfeld
02 Guinea-BissauGuinea-Bissau Alfa Semedo 30.08.1997 2019 2019
04 SpanienSpanien Víctor Sánchez 08.09.1987 2012 2021
10 SpanienSpanien Sergi Darder 22.12.1993 2018 2023
14 SpanienSpanien Óscar Melendo 23.08.1997 2017 2022
18 SpanienSpanien Álex López 02.06.1997 2018 2022
21 SpanienSpanien Marc Roca 26.11.1996 2016 2022
23 SpanienSpanien Esteban Granero 02.07.1987 2017 2020
Sturm
07 SpanienSpanien Borja Iglesias 17.01.1993 2018 2022
09 SpanienSpanien Sergio Garcia 09.06.1983 2017 2019
11 ArgentinienArgentinien Facundo Ferreyra 14.03.1991 2019 2020
17 ParaguayParaguay Hernán Pérez 25.02.1989 2015 2020
19 ArgentinienArgentinien Pablo Piatti 31.03.1989 2017 2020
20 SpanienSpanien Javi Puado 25.05.1998 2018 2022
24 China VolksrepublikVolksrepublik China Wu Lei 19.11.1991 2019 2020

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Rubi zur Saison 2019/20 zu Betis Sevilla wechselte, übernahm David Gallego, der Trainer der B-Mannschaft des Clubs, im Juni 2019 das Amt und erhielt einen Vertrag über zwei Jahre bis 2021.[2]

Name Land von bis
Ted Garry SchottlandSchottland 1922 1924
Francisco Bru Spanien 1875Spanien 1924 1926
Jack Greenwell EnglandEngland 1927 1930
Patricio Caicedo Spanien Zweite RepublikZweite Spanische Republik 1930 1933
Ramón Trabal Spanien Zweite RepublikZweite Spanische Republik 1933 1935
Harry Lowe EnglandEngland 1935 1935
Patricio Caicedo Spanien Zweite RepublikZweite Spanische Republik 1935 1943
Pedro Solé Spanien 1938Spanien 1943 1943
Crisant Bosch Spanien 1938Spanien 1943 1944
Baltasar Albéniz Spanien 1938Spanien 1944 1945
Crisant Bosch Spanien 1945Spanien 1945 1946
Josep Planas Spanien 1945Spanien 1946 1947
José Espada Spanien 1945Spanien 1947 1949
Patricio Caicedo Spanien 1945Spanien 1949 1950
Juan José Nogués Spanien 1945Spanien 1950 1952
Alejandro Scopelli ArgentinienArgentinien 1952 1954
José Espada Spanien 1945Spanien 1954 1955
Odilio Bravo Spanien 1945Spanien 1955 1955
Ricardo Zamora Spanien 1945Spanien 1955 1957
Elemér Berkessy Ungarn 1957Ungarn 1957 1958
Marcel Domingo FrankreichFrankreich 1958 1959
Antonio Barrios Spanien 1945Spanien 1959 1960
Ernesto Pons Spanien 1945Spanien 1960 1961
Alejandro Scopelli ArgentinienArgentinien 1961 1961
Ricardo Zamora Spanien 1945Spanien 1961 1961
José Luis Saso Spanien 1945Spanien 1961 1961
Ricardo Zamora Spanien 1945Spanien 1961 1961
Julián Arcas Spanien 1945Spanien 1961 1962
Heriberto Herrera Paraguay 1954Paraguay 1962 1963
Pedro Areso Spanien 1945Spanien 1963 1963
Pedro Solé Spanien 1945Spanien 1963 1964
László Kubala TschechoslowakeiTschechoslowakei / Ungarn 1957Ungarn / Spanien 1945Spanien 1964 1965
Fernando Argila Spanien 1945Spanien 1965 1966
José Espada Spanien 1945Spanien 1966 1966
Jenő Kalmár Ungarn 1957Ungarn 1966 1968
Antonio Argilés Spanien 1945Spanien 1968 1969
Fernando Riera ChileChile 1969 1970
Rafael Iriondo Spanien 1945Spanien 1970 1970
Ferdinand Daučík TschechoslowakeiTschechoslowakei 1970 1971
José Santamaría UruguayUruguay / Spanien 1945Spanien 1971 1977
Heriberto Herrera Paraguay 1954Paraguay 1977 1978
José Antonio Irulegui Spanien 1977Spanien 1978 1979
Vicente Miera Spanien 1977Spanien 1979 1980
José María Maguregui Spanien 1977Spanien 1980 1983
Milorad Pavić Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien 1983 1983
Xabier Azkargorta SpanienSpanien 1983 1986
Javier Clemente SpanienSpanien 1986 1989
José Mauri SpanienSpanien 1989 1989
Raúl Longhi ArgentinienArgentinien 1989 1989
José María García de Andoin SpanienSpanien 1989 1989
Benito Joanet SpanienSpanien 1989 1989
Juanjo Díaz SpanienSpanien 1989 1990
Luis Aragonés SpanienSpanien 1990 1991
Ljupko Petrović Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien 1991 1991
Jaume Sabaté SpanienSpanien 1991 1992
Javier Clemente SpanienSpanien 1992 1992
José Manuel Díaz Novoa SpanienSpanien 1992 1993
Juanjo Díaz SpanienSpanien 1993 1993
José Antonio Camacho SpanienSpanien 1993 1996
Pepe Carcelén SpanienSpanien 1996 1997
Vicente Miera SpanienSpanien 1997 1997
Paco Flores SpanienSpanien 1997 1997
José Antonio Camacho SpanienSpanien 1997 1998
Marcelo Bielsa ArgentinienArgentinien 1998 1998
Miguel Brindisi ArgentinienArgentinien 1998 2000
Paco Flores SpanienSpanien 2000 2002
Juande Ramos SpanienSpanien 2002 2002
Ramón Moya SpanienSpanien 2002 2002
Javier Clemente SpanienSpanien 2002 2003
Luis Fernández FrankreichFrankreich 2003 2004
Miguel Ángel Lotina SpanienSpanien 2004 2006
Ernesto Valverde SpanienSpanien 2006 2008
Tintín Márquez SpanienSpanien 2008 2008
Mané SpanienSpanien 2008 2009
Mauricio Pochettino ArgentinienArgentinien 2009 2012
Javier Aguirre MexikoMexiko 2012 2014
Sergio SpanienSpanien 2014 2015
Constantin Gâlcă RumänienRumänien 2015 2016
Quique Sánchez Flores SpanienSpanien 2016 2018
David Gallego SpanienSpanien 2018 2018
Rubi SpanienSpanien 2018 2019
David Gallego SpanienSpanien 2019

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Laufe der Jahre verfügte Espanyol über eine Reihe bekannter Spieler in seinen Reihen. So unter anderem die Torwartlegende Ricardo Zamora, Alfredo Di Stéfano und Vereinsrekordtorschütze Raúl Tamudo.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Espanyol Barcelona Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Espanyol Barcelona – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]