Klaus Wettig

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Klaus Wettig bei der Entgegennahme eines Ordens aus der Hand des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil

Klaus Wettig (* 15. August 1940 in Göttingen) ist ein deutscher Politiker, Autor, Kulturmanager und ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wettig absolvierte eine Lehre als Schriftsetzer und war anschließend in diesem Beruf tätig. Über den zweiten Bildungsweg erwarb er das Abitur und studierte Jura und Sozialwissenschaften an der Universität Göttingen. Er trat 1962 in die SPD ein. Von 1970 bis 1974 war er als Planungsreferent im Niedersächsischen Kultusministerium tätig. 1975 und 1976 arbeitete er als Politikberater für die sozialistische Partei im revolutionären Portugal. In den Jahren 1976 bis 1979 war er Leiter des Büros Niedersachsen der Friedrich-Ebert-Stiftung. In seiner Zeit im Europäischen Parlament (1979–1994) setzte er sich für den Beitritt Portugals ein und im Agrarausschuss für eine Ausnahmeregelung vom Verbot für Warmgeschlachtetes, um die traditionelle Herstellung von Eichsfelder Mettwurst (Stracke) weiterhin zu ermöglichen. Von 1985 bis 2007 war er als Lehrbeauftragter an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen tätig. Von 1999 bis 2007 war er Geschäftsführer des Parthas-Verlages Berlin und von 2001 bis 2007 des Verlages für Berlin-Brandenburg. Von 2007 bis 2010 war er Programmleiter von vorwärts buch und des Verlages für Berlin-Brandenburg.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klaus Wettig ist verheiratet mit der ehemaligen SPD-Schatzmeisterin Inge Wettig-Danielmeier. Das Paar hat drei Töchter, darunter Hannah Wettig.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

• Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Göttingen (1972–1985) • Mitglied des SPD-Bezirksvorstandes Hannover (1970–1980) • Mitglied des SPD Landesausschusses Niedersachsen (1974–1978) • Mitglied des Europäischen Parlaments (1979–1994) • Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Göttingen-Ost (2009-heute)

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Großoffizier des Portugiesischen Verdienstordens
  • Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse
  • Der Niedersächsische Ministerpräsident, Stephan Weil, verlieh Klaus Wettig im Jahr 2017 das Verdienstkreuz 1. Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens und händigte es ihm am 25. Oktober 2017 aus.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Orte der Sozialdemokratie: ein Reisebuch, Verlag Vorwärts-Buch, Berlin 2013, ISBN 978-3-86602-921-7
  • Rosenthals Wahlkampf: Erinnerungen an den Wahlkampf Philip Rosenthals 1969 im Bundestagswahlkreis 47 Goslar-Wolfenbüttel, Verlag Vorwärts-Buch, Berlin 2008, ISBN 978-3-86602-923-1
  • Spurensuche und Fundstücke: Göttinger Geschichten, Wallstein-Verlag, Göttingen 2007, ISBN 978-3-8353-0122-1
  • Zusammen mit Inge Wettig-Danielmeier und Matthias Linnekugel: Handbuch zur Parteienfianzierung, 3. Auflage, Verlag Vorwärts-Buch, Berlin 2005, ISBN 978-3-86602-925-5
  • Zusammen mit Mirja Linnekugel: Willy Brandt: Kämpfer und Visionär, Fotografien von Jupp Darchinger, Verlag Vorwärts-Buch, Berlin 2004, ISBN 978-3-936324-08-2
  • Als Herausgeber: 1873 - 2003: 130 Jahre Sozialdemokratie in Göttingen, Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2003, ISBN 978-3-89533-440-5
  • Zusammen mit Laurenz Demps und Eberhard Schultz: Bundesfinanzministerium - ein belasteter Ort?, Parthas-Verlag, Berlin 2002, ISBN 978-3-932529-32-0

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Wettig war von 1994 bis 2012 Vorsitzender des Trägervereins der Volkshochschule Göttingen[1]
  • Vorsitzender des Beirats des Göttinger Literaturherbstes.
  • Seit 1996 ist er Geschäftsführer des Freundeskreises Willy-Brandt-Haus e.V.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Klaus Wettig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Göttinger Tageblatt Online-Ausgabe vom 7. Februar 2012, abgerufen am 12. Januar 2018