Kleinvernich

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Kleinvernich
Gemeinde Weilerswist
Wappen von Kleinvernich
Koordinaten: 50° 44′ 29″ N, 6° 49′ 34″ O
Höhe: 120 m ü. NHN
Fläche: 15,23 km² (Ortschaft Vernich)
Einwohner: 760 (31. Okt. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner/km²
Postleitzahl: 53919
Vorwahl: 02254
Burg Kleinvernich
Burg Kleinvernich

Kleinvernich (auch Klein-Vernich oder Klein Vernich) ist ein Ortsteil der Gemeinde Weilerswist im Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen, und bildet zusammen mit Großvernich und Horchheim die Ortschaft Vernich mit 3361 Einwohnern im Jahr 2011 und 3468 Einwohner im Jahr 2018 auf einer Fläche von 15,23 km2.[2][1] Kleinvernich alleine hatte 2011 733 Einwohner.[2]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil liegt südlich von Weilerswist am Lommersumer Mühlengraben, einem Nebengewässer der Erft, die östlich vorbeifließt. Im Osten liegt der Ortsteil Großvernich, im Süden Horchheim.

Durch den Ort verläuft die Kreisstraße 3, am Ortsrand verlaufen die Landesstraße 163 und die Kreisstraße 11.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kleinvernich wurde erstmals 1332 erwähnt.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wasserburg Kleinvernich, auch „Gürtzgensburg“ genannt, ist von einem vollständigen Wassergraben umgeben. Sie wird heute als landwirtschaftliches Anwesen genutzt und wird bewohnt.

Gut Antoniterhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vierkanthof aus Backstein, erbaut 1781, zählt zu den ältesten, denkmalgeschützten Hofanlagen des Ortes und wurde in die Liste der Baudenkmäler in Weilerswist aufgenommen.

Römische Funde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2003 wurde bei der Aufschließung eines Neubaugebietes eine römische Villa rustica entdeckt, die vom 1. bis zum 3. Jahrhundert bestand und im 4. Jahrhundert n. Chr. noch eingeschränkt weiter genutzt wurde. Am westlichen Rand der Siedlung fand sich ein kleiner Bestattungsplatz mit einem Reliefsarkophag aus Kalkstein, einem unverzierten Sarkophag sowie einer Aschenkiste. Der Platz wurde nachts von Raubgräbern heimgesucht, dabei wurden auch Grabbeigaben entwendet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vernich – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Einwohner der Ortsteil/Ortschaften, S. 58
  2. a b Statistische Daten der Gemeinde Weilerswist. (Memento vom 23. Juni 2013 im Internet Archive) Einwohner inkl. Nebenwohnsitzen, Stand 2011.
  3. Vernich. Geschichts- und Heimatverein der Gemeinde Weilerswist e. V., abgerufen am 21. März 2015.