Klett-Cotta Verlag

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Klett-Cotta)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Klett-Cotta Verlag
(J.G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger GmbH)
Rechtsform GmbH
Gründung 1977 (Fusion), 1659 (als "Cotta'sche Buchhandlung")
Sitz Stuttgart
Leitung Philipp Haußmann[1], Tom Kraushaar[2], Michael Zöllner[3] (Geschäftsführer); Michael Klett (Verleger)
Branche Verlag
Website www.klett-cotta.de

Klett-Cotta ist eine Verlagsgemeinschaft im Unternehmen der Klett-Gruppe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ernst Klett Verlag übernahm 1977 den 1659 gegründeten Cotta-Verlag. In Verbindung mit den bis dahin belletristisch-wissenschaftlichen Anteilen des Ernst-Klett-Verlages wurde der „Klett-Cotta Verlag“ gebildet, während der Ernst Klett Verlag sich anschließend als reiner Schulbuchverlag etablierte. Beide Verlage sind seit 1995 Teil der Klett Gruppe. Im November 2007 übernahmen die Verleger des Independent-Verlags Tropen, Michael Zöllner und Tom Kraushaar, die verlegerische Geschäftsführung des Klett-Cotta Verlags und erhielten an ihm eine Beteiligung. Tropen wird seit Januar 2008 als Imprint von Klett-Cotta geführt.

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Verlag erscheint ein breit gefächertes Buch- und Zeitschriftenprogramm, das Literaturklassiker, Gegenwartsliteratur, Sachbücher sowie Genreliteratur wie Fantasy und Kriminalromane einschließt.

Belletristik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klett-Cotta verlegt die Werke von Gottfried Benn, Stefan George, Ernst Jünger und Rudolf Borchardt. Aber auch viele außerhalb des literarischen Mainstreams schreibende US-amerikanische Autoren wie Jonathan Lethem, Tom Drury und Mark Z. Danielewski befinden sich im Programm. Seit einigen Jahren wird verstärkt auch deutsche Gegenwartsliteratur publiziert, darunter das Werk von Brigitte Kronauer.

Hobbit Presse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Klett-Cotta-Reihe Hobbit Presse wird Fantasy-Literatur herausgegeben, insbesondere Übersetzungen von Werken namhafter Autoren wie J. R. R. Tolkien, Tad Williams, Patrick Rothfuss oder Kevin Hearne. Vereinzelt erscheinen hierunter aber auch Originalausgaben deutschsprachiger Autoren wie von Andrea Bottlinger oder Oliver Plaschka.

Tropen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dem Klett-Cotta-Imprint Tropen werden vorrangig Kriminalromane und Thriller, aber auch Romane sowie Sachbücher mit aktuellen Gegenwartsthemen außerhalb des Mainstreams herausgegeben.

Sachbuch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sachbuch-Programm von Klett-Cotta erscheinen Bücher aus den Bereichen Geschichte, Politik, Psychologie bis hin zu Psychotherapie und Psychoanalyse, außerdem Erziehungsratgeber und gesellschaftskritische Werke, etwa von David Graeber und Marina Weisband. Kernstück des geschichtswissenschaftlichen Programms ist der Gebhardt, das traditionsreiche Handbuch der deutschen Geschichte, das seit 2001 in der 10. Auflage von bekannten Historikern herausgegeben wird.

Zeitschriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Buchprogramm gibt Klett-Cotta auch eine Reihe von Zeitschriften heraus, die im Bereich Kultur und Psychologie angesiedelt sind. Die bekanntesten sind der Merkur (Zeitschrift) für europäisches Denken und die Psyche (Psychoanalytische Zeitschrift).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Kaeding: Die Hand über der ganzen Welt. Johann Friedrich Cotta - Der Verleger der deutschen Klassik. Klett-Cotta, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-7681-9712-0.
  • Verlagsgemeinschaft Ernst Klett, J.-G.-Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger, Thomas Weck (Hrsg.): Das erste Jahrzehnt 1977 - 1987 / Klett-Cotta. Ein Almanach, Klett, Stuttgart 1987, ISBN 3-608-95502-X.
  • Stephan Askani, Frank Wegner (Hrsg.) Cotta - »Das gelobte Land der Dichter«. Briefe an die Verleger. Mit einem Vorwort von Brigitte Kronauer. Klett-Cotta, Stuttgart 2009. ISBN 978-3-608-93904-0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Philipp Haußmann, in: Internationales Biographisches Archiv 14/2010 vom 6. April 2010, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
  2. Tom Kraushaar, in: Internationales Biographisches Archiv 03/2014 vom 14. Januar 2014 , im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
  3. Michael Zöllner, in: Internationales Biographisches Archiv 02/2014 vom 7. Januar 2014, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)