Kloster Wechterswinkel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die ehemalige Abtei Wechterswinkel

Das Kloster Wechterswinkel ist eine ehemalige Zisterzienserinnen-Abtei in Bayern in der Diözese Würzburg. Das Kloster Wechterswinkel befand sich im Gebiet der heutigen Gemeinde Bastheim.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das SS. Trinitas und St. Margareta (heute: SS. Cosmas und Damian) geweihte Kloster wurde vor 1144 (vermutlich 1134) von unbekannten Stiftern gegründet und durch Bischof Embricho von Würzburg und König Konrad III. gefördert. Papst Lucius II. bestätigte die Gründung 1144. Obwohl niemals dem Zisterzienserorden formell eingegliedert, wurde der Abt von Bildhausen der Pater Immediatus von Wechterswinkel. Die Nonnenabtei besiedelte im ersten Jahrhundert ihres Bestehens eine Reihe von Tochterklöstern: 1135 Zella unter Fischberg, 1147 Ichtershausen, 1157 St. Theodor zu Bamberg und 1238 Schmerlenbach. 1344 und 1490 führte der Bischof von Würzburg Reformmaßnahmen in Wechterswinkel durch. Im 16. Jahrhundert wurde die Frauenabtei mehrmals verwüstet, was das Klosterleben 1574 zum Erlöschen brachte.

Nach vergeblichen Bemühungen zur Wiedergründung gestattete Papst Klemens VIII. 1592 dem Würzburger Bischof Julius Echter von Mespelbrunn, die Einkünfte der unbesetzten Frauenzisterze vorübergehend bedürftigen Pfarreien zuzuwenden. Das Vermögen bildete den Grundstock einer Stiftung zugunsten von Pfarreien und Schulen. Das Vermögen und die Ländereien wurden weiter vor Ort in Wechterswinkel verwaltet. Der Bischof von Würzburg unterhielt zu diesem Zweck die Propstei Wechterswinkel die, mehrfach umgebaut, im klassizistischen Zustand von 1793 gut erhalten ist.

Glocken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Turm der Klosterkirche St. Cosmas und Damian beherbergt ein klangvolles Glockenquartett.

Nr. Ton Gewicht (kg) Gießer Gußjahr
1 a' 687 Friedrich Wilhelm Schilling / Heidelberg 1969
2 c" 397 Friedrich Wilhelm Schilling / Heidelberg 1969
3 d"  ?  ? 1598
4 e" 188 Friedrich Wilhelm Schilling / Heidelberg 1969

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 50° 23′ 15″ N, 10° 13′ 15″ O