Zehntscheune

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Zehntscheuer Abtsgmünd, heute als Veranstaltungshaus und Bücherei genutzt
Die Zehntscheune in Merkendorf beherbergt heute das Heimatmuseum der Stadt
Ehemalige Zehntscheune von Trendelburg, heute im Freilichtmuseum Hessenpark

Als Zehntscheune oder Zehntscheuer wurde im Mittelalter ein Lagerhaus zur Abgabe und Aufbewahrung der Naturalsteuer Zehnt bezeichnet.[1] In Baden-Württemberg und Bayern wird häufig der Begriff Zehntstadel oder Zehntstadl verwendet.

Geschichte[Bearbeiten]

Dafür ließ die Zehntherren an geeigneten Stellen, wo man die Naturalabgaben am besten und sichersten einsammeln und aufbewahren konnte – in oder bei ihrer Burg, auf einem ihnen gehörigen Gut, Zehnthof oder Pfleghof, in einem zehntpflichtigen Ort, in einer nahen Stadt – spezielle große Scheunen erbauen. Vielfach waren sie nach oder sogar vor der Kirche die größten Bauwerke des Orts, nicht nur weil sie erhebliche Mengen an verschiedenen Naturalabgaben aufnehmen mussten, sondern auch weil sie den Herrschaftsanspruch der Zehntherren vor Ort dokumentierten. In ihrer architektonischen Vielfalt spiegeln Zehntscheunen regionale und epochale Unterschiede in Baustil und –material wider, ebenso wie die unterschiedliche Wirtschaftskraft ihrer Bauherren.

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

Viele noch erhaltene ehemalige Zehntscheuern sind heute für kulturelle Zwecke oder auch für geschäftliche Nutzung oder zu Wohnhäusern ausgebaut, zum Beispiel:

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zehntscheunen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Helmut Gebhard: Bauernhäuser in Bayern. Hugendubel, München 1999, ISBN 978-3-89631-369-0, S. 386.