Fränkischer Marienweg

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Wanderzeichen

Der Fränkische Marienweg ist ein rund 930 km langer Fernwanderweg durch Franken. Er berührt 50 Wallfahrtsorte und ist teilweise auch mit dem Fahrrad befahrbar. Sein Markierungs-Logo ist eine Muttergottes in rotem Gewand mit Kind in blauem Gewand auf dunkelblauem Grund.

Angelegt wurde er 2002 auf Initiative von Josef Treutlein, Pfarrer von St. Josef im Würzburger Stadtteil Grombühl. Dieser hat ihn nach eigenen Angaben jedoch noch nicht selbst komplett begangen. Die Beschilderung setzt auf älteren Wanderrouten auf, die Landkreise und Wandervereine bereits festgelegt und markiert hatten.

Abschnitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Routenplaner sieht nach eigenen Angaben vier Hauptabschnitte mit einzelnen Etappen in der Größenordnung zwischen 2,4 und 51,4 km vor:

Der Fernwanderweg war von seinem Initiator in erster Linie für Wallfahrer, Pilger, Kirchenverbände und andere christlich orientierte Wandergruppen geplant, wird jedoch auch allgemein als Freizeit-Wander- und Radweg genutzt. Er berührt nicht nur bekannte fränkische Wallfahrtsorte wie beispielsweise Mariabuchen, Kälberau, Hessenthal und Kloster Kreuzberg, sondern auch Weinorte wie Dettelbach und Volkach, ein traditionelles Kurbad (Bad Kissingen) und zahlreiche kunsthistorische Höhepunkte, die sich in größeren Städten wie Würzburg und Aschaffenburg befinden wie auch auf den abgelegeneren Etappen, wie beispielsweise der Tilman-Riemenschneider-Altar in der Pfarrkirche St. Magdalena zu Münnerstadt.

Die einzelnen Etappen sind: f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google

Nr Etappe Ort Koordinaten
01 Marienkapelle Würzburg 49° 47′ 41″ N, 9° 55′ 46″ O
02 Käppele Erlabrunn 49° 51′ 49″ N, 9° 49′ 57″ O
03 Maria-Hilf-Kapelle (Zellingen) Zellingen 49° 54′ 3″ N, 9° 48′ 48″ O
04 Maria im Grünen Tal Retzbach 49° 54′ 10″ N, 9° 49′ 48″ O
05 Mariabuchen Lohr am Main 49° 59′ 19″ N, 9° 37′ 20″ O
06 Kloster Schönau Gemünden am Main 50° 4′ 36″ N, 9° 43′ 15″ O
07 Mariä Geburt Rengersbrunn (Ortsteil von Fellen) 50° 7′ 4″ N, 9° 32′ 53″ O
08 Maria zum rauhen Wind Alzenau-Kälberau 50° 5′ 33″ N, 9° 5′ 42″ O
09 Mariä Heimsuchung („Sandkirche“) Aschaffenburg
10 Maria an der Sonne Hösbach-Kloster Schmerlenbach
11 Wallfahrtskirche Hessenthal Hessenthal
12 Kapelle Maria Frieden Obernau (Ortsteil von Aschaffenburg)
13 Maria-Schnee-Kapelle Röllbach
14 Franziskanerkloster Engelberg Großheubach
15 Staffelmadonna Miltenberg
16 Mutter Gottes auf dem Holderstock Schneeberg
17 Pfarrkirche Mariä Verkündigung Faulbach
18 Pfarrkirche Mariä Geburt Höchberg
19 Käppele Würzburg
20 Schönstatt-Kapelle auf der Marienhöhe Würzburg
21 Marienkapelle Bütthard
22 Kirche zur Hl. Jungfrau Maria Bolzhausen
23 Loretokapelle Effeldorf (Ortsteil von Dettelbach)
24 Maria im Sand Dettelbach
25 Maria de Rosario Dimbach (Ortsteil von Volkach)
26 Maria im Weingarten Volkach
27 Kapelle Maria Hilf Bischwind
28 Wallfahrtskirche Maria Limbach Limbach (Ortsteil von Eltmann)
29 Zeiler Käppele Zeil am Main
30 Ritterkapelle Haßfurt Haßfurt
31 Wallfahrt zu Maria vom Sieg Greßhausen
32 Kerlachkapelle Stadtlauringen
33 Mariä Geburt Ipthausen (Ortsteil von Bad Königshofen im Grabfeld)
34 Findelbergkirche Saal an der Saale
35 Großenbergkapelle Mellrichstadt
36 Wallfahrtskirche St. Ulrich Braidbach
37 Kloster Bildhausen Münnerstadt
38 Kirche Mariä Himmelfahrt Fridritt (Stadtteil von Münnerstadt)
39 Talkirche Münnerstadt Münnerstadt
40 Terzenbrunn Arnshausen (Ortsteil von Bad Kissingen)
41 Marienkapelle Bad Kissingen
42 Mariä Geburt Windheim (Münnerstadt)
43 Maria-Schnee-Kirche Unterebersbach
44 Kloster Kreuzberg Bischofsheim an der Rhön
45 Kloster Volkersberg Bad Brückenau
46 Maria Ehrenberg Truppenübungsplatz Wildflecken
47 Maria Steinthal Hammelburg
48 Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung Eckartshausen (Ortsteil von Werneck)
49 Maria Sondheim Arnstein
50 Augustinerkloster Fährbrück Hausen bei Würzburg

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Treutlein, Josef: Wandern und Radeln auf dem Fränkischen Marienweg zwischen Main, Saale, Wern, Sinn, Kahl und Tauber, 1:75.000 Wander- und Radführer, Galli-Verlag, 2011, ISBN 978-3-936990-12-6
  • Martin, Johannes / Treutlein, Josef: Fränkischer Marienweg: Marienwallfahrtsorte und Gnadenstätten in Unterfranken, Echter-Verlag, 2004 ISBN 978-3-429-02566-3 (auch als Hörbuch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]