Konrad Wysocki

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Basketballspieler
Konrad Wysocki
Konrad Wysocki 2011 play-off.jpg
Konrad Wysocki (2011)
Spielerinformationen
Voller Name Konrad Christoph Wysocki
Geburtstag 28. März 1982
Geburtsort Rzeszów, Polen
Größe 202 cm
Position Small Forward
College Princeton
Vereinsinformationen
Verein Crailsheim Merlins
Liga 2. Bundesliga ProA
Trikotnummer 10
Vereine als Aktiver
000002004 DeutschlandDeutschland BG 74 Göttingen
000002005 DeutschlandDeutschland Erdgas Ehingen
2006–2008 DeutschlandDeutschland ratiopharm Ulm
2008–2009 DeutschlandDeutschland Frankfurt Skyliners
2009–2012 PolenPolen Turów Zgorzelec
2012–2014 DeutschlandDeutschland EWE Baskets Oldenburg
02014–2015 PolenPolenAnwil Włocławek

seit 2015 DeutschlandDeutschlandCrailsheim Merlins

Nationalmannschaft1
2008–2011 Deutschland 51 Spiele
1Stand: 27. August 2011

Konrad Christoph Wysocki (* 28. März 1982 in Rzeszów, Polen) ist ein deutscher Basketballspieler. Der 104 kg schwere und 2,02 m große Forward steht derzeit bei den Crailsheim Merlins unter Vertrag.

Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wysocki wurde in Polen geboren und wuchs im hessischen Lollar auf. 1998 ging er in die Vereinigten Staaten und spielte bis 2000 an der Greensboro Day School im Bundesstaat North Carolina.

Er studierte anschließend von 2000 bis 2004 Architektur[1] an der Princeton University und spielte auch für die „Princeton Tigers“ in der Ivy League der NCAA[2].

2004 kehrte Wysocki nach Deutschland zurück und spielte während der Saison 2004/05 für die Düsseldorf Magics sowie die BG Göttingen in der 2. Bundesliga. In der Folgesaison kam er nach einer kurzen Station bei Erdgas Ehingen/Urspringschule (ebenfalls 2. Bundesliga) im Januar 2006 zum Bundesligisten ratiopharm Ulm. In seiner ersten kompletten BBL-Saison 2006/2007 kam er für Ulm auf durchschnittlich 19 Minuten Spielzeit und erzielte 8,1 Punkte und 4,4 Rebounds. In der Saison 2007/2008 kam Wysocki bereits auf über 30 Minuten pro Spiel, erzielte 13,1 Punkte und holte 7,8 Rebounds pro Spiel. In dieser Saison wurde Konrad Wysocki erstmals von den Fans in die Startformation der Südauswahl beim All-Star-Game gewählt.

2008 wechselte er innerhalb der Bundesliga von Ulm zu den Skyliners Frankfurt, wo er ein Jahr spielte,[3] ehe er von 2009 bis 2012 beim polnischen Erstligaverein Turów Zgorzelec unter Vertrag stand. 2010 und 2011 wurde er mit Turów Vizemeister.

Im Sommer 2012 unterzeichnete Wysocki einen Vertrag über zwei Jahre beim Bundesligisten EWE Baskets Oldenburg. Nach Ablauf seines Vertrages erhielt Wysocki kein neues Angebot von den EWE Baskets und wechselte im Sommer 2014 zurück nach Polen. Dort schloss er sich der Mannschaft von Anwil Włocławek an. Nach nur einem Jahr wechselt er zurück in die Bundesliga zu den Crailsheim Merlins. Der Mannschaft blieb er auch nach dem Abstieg 2016 in die 2. Bundesliga ProA treu.[4]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 wurde er von Bundestrainer Dirk Bauermann in die deutsche A-Nationalmannschaft berufen und gab sein Länderspieldebüt Ende Juni ausgerechnet gegen sein Geburtsland Polen.[5] Nach eigenen Aussagen hätte er auch gern für Polen gespielt, was auf Grund seiner doppelten Staatsangehörigkeit durchaus möglich gewesen wäre. Nur habe ihn niemand aus dem polnischen Basketballverband gefragt.[6]

Ebenfalls 2008 fuhr er mit der deutschen A-Nationalmannschaft zu den Olympischen Spielen in Peking,[7] für die er sich mit dem Team in einem Qualifikationsturnier in Athen qualifizierte. 2009 nahm er an der Europameisterschaft in Polen teil.

Wysocki bestritt insgesamt 51 A-Länderspiele, sein letztes war im August 2011 gegen Griechenland.[8]

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konrad Wysockis Bruder Kevin Wysocki spielte ebenfalls in der Basketball-Bundesliga,[9] er stand von 2008 bis Ende des Jahres 2009 bei den New Yorker Phantoms Braunschweig als Doppellizenzspieler im Kader und kam auch für die Spot Up Medien Baskets Braunschweig in der 2. Bundesliga ProB zum Einsatz. Sein Vater Chrystof Wysocki war polnischer Nationalspieler und spielte für Gießen in der Basketball-Bundesliga.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pro A - Konrad Wysocki im Interview
  2. NCAA-Statistiken
  3. SPIEGEL ONLINE, Hamburg Germany: Basketballer Konrad Wysocki: Springer zwischen den Welten - SPIEGEL ONLINE - Sport. In: SPIEGEL ONLINE. Abgerufen am 11. Januar 2017.
  4. Südwest Presse Online-Dienste GmbH: Pro A: Kapitän Konrad Wysocki bleibt an Bord. In: swp.de. 13. Juni 2016 (swp.de [abgerufen am 11. Januar 2017]).
  5. Nowitzki führt Deutschland zum Sieg gegen Polen: Basketball - WELT. In: DIE WELT. Abgerufen am 11. Januar 2017.
  6. sport.pl (polnisch)
  7. Südwest Presse Online-Dienste GmbH: Ex-Nationalspieler schwärmt von Olympia, Dirk Nowitzki, kleinen Hallen und dem Familienleben. In: swp.de. 29. September 2015 (swp.de [abgerufen am 11. Januar 2017]).
  8. Hans-Joachim Mahr: http://mahr.sb-vision.de/dbb/html/herren/spieler/spielespieler.aspx?spnr=186. In: mahr.sb-vision.de. Abgerufen am 11. Januar 2017.
  9. Jan Szyszka: Seltenes Familientreffen. In: fr-online.de. 1. November 2008 (fr-online.de [abgerufen am 11. Januar 2017]).
  10. ShinRa: „Meine Söhne sind wie die Klitschko-Brüder“ | skyliners.frblog.de. In: skyliners.frblog.de. Abgerufen am 11. Januar 2017.