Kraftwerksgruppe Reißeck-Kreuzeck

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Schema der Kraftwerksgruppe Reißeck-Kreuzeck mit der Erweiterung Reißeck II

Die Kraftwerksgruppe Reißeck-Kreuzeck ist ein Komplex von Wasserkraftanlagen der Verbund AG im österreichischen Bundesland Kärnten, bestehend aus den Stausee-Gruppen Reißeck Jahresspeicher, Reißeck Tagesspeicher und Kreuzeck Tagesspeicher in Reißeck, Niklai in Sachsenburg, Mühldorf und Steinfeld sowie verschiedenen Krafthäusern und Pumpwerken.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skulptur Dem Gedenken der beim Kraftwerksbau tödlich Verunglückten am Schoberboden

Die Kraftwerksgruppe Reißeck-Kreuzeck gehört ebenso wie das Kraftwerk Kaprun zu den Pionierbauten der österreichischen Energiewirtschaft. 1922 begann der Bau des Kraftwerks Mühldorf, 1924 folgte Steinfeld. Die Errichtung weiterer geplanter Kraftwerke verzögerte sich wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage und der zunehmenden Bedeutung der Kohle zur Stromerzeugung. Erst mit dem Anschluss Österreichs wurde die Wasserkraft im Hinblick auf die energieintensive Rüstungsindustrie wieder attraktiv. Anders als beim Kraftwerk Kaprun wurde der Bau des Speicherkraftwerks Reißeck-Kreuzeck erst nach dem Zweiten Weltkrieg begonnen.

Reißeck I[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Baubeschluss erfolgte im Mai 1947 durch die Kärntner Elektrizitäts-AG (KELAG), im September 1948 erwarb die Österreichische Draukraftwerke AG (ÖDK) die Anlage und veränderte auch das Konzept.[1]

Die Investitionssumme lag bei 1,4 Milliarden Schilling. Sie stammte aus dem Marshallplan, Energieanleihen, Eigenmitteln des Bauherren und dem ersten Weltbank-Kredit, der an die Republik Österreich vergeben worden war.

Die Arbeitsbedingungen waren sehr hart, die frostfreie Bauzeit im Hochgebirge lag bei nur wenigen Wochen bis Monaten, Schutz vor Lawinen und Steinschlag war kaum vorhanden. Zur Spitzenzeit 1957 waren 2885 Mitarbeiter beschäftig, insgesamt 22 Menschen verloren ihr Leben, an sie erinnert ein Denkmal bei der obersten Station der Reißeck-Standseilbahn am Schoberboden.

Für den Materialtransport wurden verschiedene Konstruktionen errichtet, darunter die Reißeck-Standseilbahn, die Reißeck-Höhenbahn und die Kreuzeck-Standseilbahn, die später für den touristischen Betrieb geöffnet wurden, es kamen aber auch Trägerkolonnen und Maultiere zum Einsatz.[2]

Näheres zum touristischen Betrieb siehe Reißeckbahn.

Reißeck II[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Errichtung der Maltakraftwerke gab es schon bald Überlegungen, deren Speicherseen mit denen des Reißeck-Seenplateaus zu verbinden. 1989 hatte die ÖDK ein Vorprojekt zu einem „Pumpspeicherkraftwerk Hochalmsee“ erarbeitet, das aber wegen zu hoher erwarteter Kosten eingestellt wurde. Über zehn Jahre später wurden die Pläne wieder aufgegriffen. Durch die Deregulierung des Energiemarktes und den vermehrten Einsatz erneuerbarer Energien war der Bau von Pumpspeicherkraftwerken wieder notwendig und wirtschaftlich rentabel geworden. Ab 2004 plante man mit dem Mühldorfer Graben als Standort für ein neues Kraftwerk, 2007 wurde die Öffentlichkeit über das Bauvorhaben informiert, im Dezember 2009 wurde der positive Bescheid der Umweltverträglichkeitserklärung rechtskräftig und im Mai 2010 erfolgte der Baubeschluss.[3]

Der feierliche erste Spatenstich zu den Bauarbeiten zum Pumpspeicherkraftwerk Reißeck II fand am 8. Oktober 2010 statt. Bis zu 350 Arbeiter und Fachkräfte waren im Einsatz, 2016 war der Bau abgeschlossen.[4] Am 7. Oktober 2016 um 13 kam es zur offiziellen Inbetriebnahme durch Vizekanzler und Energieminister Reinhold Mitterlehner, Landeshauptmann Peter Kaiser und die Vorstände Wolfgang Anzengruber (Verbund), Armin Wiersma (Kelag) und Leopold Windtner (Energie AG Oberösterreich).[5]

Von den 400 Millionen Euro, die in Reißeck II investiert worden sind, entfielen acht Millionen Euro auf ökologische Begleitmaßnahmen wie etwa die Renaturierung der Baustellen.[6]

Im Gegensatz zu früheren Überlegungen wurde mit dem Großen Mühldorfer See nur der am tiefsten gelegene Speicher des Seenplateaus als Oberbecken ausgewählt. Unter dem Namen Reißeck II plus wurde bereits ein Konzept erarbeitet, um durch die Errichtung eines weiteren Pumpspeicherwerkes mit ca. 45 MW Leistung die höheren Seen als Ober- und den Großen Mühldorfer See als Unterbecken zu nutzen.[7]

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kraftwerk Kolbnitz wird das Wasser der Komponenten Reißeck-Jahresspeicher, Tagesspeicher Gondelwiese und Tagesspeicher Roßwiese in elektrische Energie umgewandelt.

Krafthaus Kolbnitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Krafthaus Kolbnitz liegt auf 606 Metern Seehöhe direkt an der Möll, in die das abgearbeitete Wasser mündet, und leistet maximal 138 MW. Die Steuerung erfolgt durch die Schaltwarte im benachbarten Kraftwerk Rottau. Durch ein Fenster in der Seite des Gebäudes sind die Maschinensätze einzusehen. Das Besondere und Interessante daran ist, dass die Kraftstation von beiden Hangseiten des Mölltals Triebwasser aus zwei offenliegenden Druckrohrleitungen erhält. Von den sieben Peltonturbinen sind drei dem Jahresspeicher und jeweils zwei den Tagesspeichern zugeordnet.

Jahresspeicher Reißeck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Druckrohrleitung kommt vom nordöstlich gelegenen Bereich Jahresspeicherwerk Reißeck, das aus sechs natürlichen Karseen der Reißeckgruppe mit den Niederschlägen des Winterhalbjahres gespeist wird. Vier der Seen wurden durch Staumauern vergrößert, wodurch der Inhalt von 5,4 auf insgesamt 17,2 Millionen m³ erhöht wurde. Die Druckrohrleitung hat eine Fallhöhe von 1772,5 m und erzeugt dementsprechend etwa 177 bar Druck. Neben dieser überirdischen Leitung verläuft die Reißeck-Standseilbahn. Der letzte Abschnitt der Druckrohrleitung von der Reißeckbahn-Talstation bis zum Krafthaus Kolbnitz direkt an der Möll verläuft unter den Kulturflächen im Talboden. Das Jahresspeicherwerk Reißeck ist mit drei Peltonturbinen mit je 22,5 MW im Krafthaus Kolbnitz vertreten.[1]

Die Maschinensätze des Jahresspeicherwerks nahmen im Jänner 1957 ihren Betrieb auf. Damals war der Höhenunterschied der größte der Welt, heute belegt er Platz zwei hinter dem schweizerischen Kraftwerk Bieudron des Systems Grande Dixence mit 1883 m Differenz.

Im Zuge der Baumaßnahmen zu Reißeck II wurde ein Teil des ursprünglichen Triebwasserrohres im oberen Bereich demontiert und der tiefere Bereich an den neuen Triebwasserweg angeschlossen.[7][8]

Tagesspeicher Reißeck / Gondelwiese[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine weitere Druckrohrleitung kommt vom nördlich gelegenen Bereich Tagesspeicher Reißeck / Gondelwiese und verläuft schließlich parallel der Jahresspeicher-Druckrohrleitung und der Reißeckbahn. Der Tagesspeicher Gondelwiese befindet sich an der Südseite der Reißeckgruppe auf einer Seehöhe von 1288 m ü. A. Die Hauptzubringer sind der Rieken-, Zwenberger- und Mühldorfer Bach. Bei Niedrigwasser kommt beim Ringschieber Glockenfleck auch eine Pumpe zum Einsatz, die mit 55 kW Leistung eine Nennförderhöhe von sechs Metern überwindet, um Wasser aus den Fassungen des Rieken- und Zwenberger Baches in den Speicher zu heben. Der Nutzinhalt beträgt 40.000 m³ bei einer Kronenhöhe von 12,5 Metern über dem tiefsten Entnahmepunkt. Das Wasser wird bei einer mittleren Rohfallhöhe von 678,5 Metern in der Kraftstation Kolbnitz in elektrische Energie umgewandelt. Der erste Maschinensatz ging am 23. November 1950 in Betrieb, der zweite Ende April 1952. Die Leistung beträgt 23,2 MW, die Jahreserzeugung 53.716 MWh.[9]

Tagesspeicher Kreuzeck / Roßwiese[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tagesspeicher Roßwiese verwendet Wasser der Zuflüsse aus der nördlichen Kreuzeckgruppe. Diese Zuflüsse sind der Teuchl-, Gnoppnitz-, Gra- und Niklaibach, die drei letztgenannten durchlaufen bereits vorher das Kleinkraftwerk Niklai. Die Bauarbeiten begannen an den Triebwasserwegen im März 1955, die beiden Maschinensätze im Krafthaus Kolbnitz gingen am 6. Oktober 1958 und im Mai 1959 in Betrieb. Die Fallhöhe zur Kraftstation Kolbnitz beträgt 587,5 Meter. Die maximale Kronenhöhe des Speichers Roßwiese beträgt 19,5 Meter und der Nutzinhalt über 200.000 m³. Der Speicher kann mit der Kreuzeckbahn erreicht werden. Mit einer Gesamtleistung von 45 MW erzeugen die beiden Maschinensätze pro Jahr 154.531 MWh elektrische Energie. Die Druckrohrleitung kommt von Südwesten zum Kraftwerk und damit von der gegenüberliegenden Hangseite.[10]

Die beiden Speicherseen Gondelwiese und Roßwiese sind hydraulisch über ein Absperrorgan verbunden. Daher kann auch Wasser vom einen in den anderen Speicher verlagert werden.[9]

Pumpstation Hattelberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pumpstation Hattelberg

Das besondere liegt auch in der Pumpstation Hattelberg, die auf einer Höhe von 1113 Metern direkt an der Reißeck-Bahn liegt und als hydraulisches Bindeglied fungiert. Mit ihr ist es möglich, Wasser aus den verbundenen Tagesspeichern in die Stauseen des Jahresspeicherwerkes Reißeck hochzupumpen (2319 m). Somit sind die drei Systeme hydraulisch miteinander verbunden. Die Station enthält drei horizontalachsige, achtstufige Hochdruck-Speicherpumpen mit einer Förderleistung von je 450 l/s und einer Motorenleistung von je 6.200 kW. Die Inbetriebnahme war im Oktober 1957.[1]

Neuerrichtung Kraftwerk Reißeck II[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge einer Erweiterung des Systems Reißeck-Kreuzeck wurde dieses bis 2016 mit dem benachbarten System Malta verbunden, wodurch die bestehenden Jahresspeicher nun auch als Wochenspeicher genutzt werden. Hierzu wurde im Mühldorfer Graben das Kraftwerk Reißeck II gebaut, ein Kavernenkraftwerk mit zwei reversiblen Francis-Pumpturbinen mit einer gemeinsamen Leistung von 430 MW. Dieses neue Kraftwerk verbindet die Druckrohrleitung Malta-Rottau mit dem Großen Mühldorfer See, sodass es nun möglich ist, Wasser aus den kommunizierenden Speichern Gößkar und Galgenbichl in das Winterspeicherwerk Reißeck zu heben oder in umgekehrte Richtung abzuarbeiten.[11] Die Kaverne ist 25 Meter breit, 58 Meter lang und 39 Meter hoch.[12] Im Rahmen der Bauarbeiten wurde auch der Große Mühldorfer See entleert, um die Staumauer sanieren und den neuen Seeanstichstollen errichten zu können.

Der Kraftwerksbau wird in dem 2016 erschienenen Buch Die Alpenbatterie: Ökostrom aus dem Berg: Baugeschichte des Pumpspeicherkraftwerks Reißeck II; Herzstück der Energiezukunft ausführlich dokumentiert.[13]


Kleinkraftwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niklai[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kraftwerk Niklai befindet sich im Gemeindegebiet von Sachsenburg im Niklaibach-Graben auf einer Höhe von 1.203,20 Metern und ist ein Laufkraftwerk, welches 1960 in Betrieb genommen wurde. Es ist eine Zwischenstufe des Tagesspeichers Kreuzeck, für das Wasser aus dem Gnoppnitzbach, dem Grabach und dem Niklaibach gefasst wird. Unterbecken ist der Tagesspeicher Roßwiese. Dadurch ergibt sich eine Nennleistung von 1.635 kW und eine Erzeugung im Regeljahr von 7 GWh bei einer Rohfallhöhe von etwa 57 Metern. Es ist mit zwei horizontalachsigen Francisturbinen ausgestattet. Die gewonnene Energie deckt den Eigenbedarf der Kraftwerksgruppe Reißeck-Kreuzeck.[14]

Mühldorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kraftwerk Mühldorf

Das Kraftwerk Mühldorf liegt am nördlichen Rand der Gemeinde Mühldorf knapp unterhalb der Tauernbahn auf ungefähr 640 Metern Höhe[15] und ist das älteste Kraftwerk der Kraftwerksgruppe. Es geht auf Planungen bis vor dem Ersten Weltkrieg zurück und sollte damals den Baustrom für die anderen Kraftwerke liefern. Schließlich wurde es von 1922 bis 1924 durch die Treibacher Chemische Werke Ges.m.b.H. (TCW) errichtet und versorgte ein Werk für Ferrolegierungen, Planer war Franz Wallack. 1926 ging das Kraftwerk an die TCW-Tochter Mühldorfer Wasserkraftwerke AG (MÜWAG), welche es 1951 an die Österreichische Draukraftwerke AG übergab, nachdem die Ausbauwassermenge durch die Errichtung des Jahresspeichers Reißeck reduziert worden war. Das Triebwasser wird auf einer Höhe von 720,67 m im Mühldorfer Seebach gefasst, daraus und aus der Höhe des Kraftwerks ergibt sich eine errechnete Rohfallhöhe von maximal achtzig Metern. Das Kraftwerk verfügt über zwei horizontalachsige Francisturbinen. Die Nennleistung beträgt 900 kW und die Erzeugung im Regeljahr 1,9 GWh. Das abgearbeitete Wasser mündet in den Mühldorfer Mühlbach. Dieser durchläuft noch weitere Kleinkraftwerke, eines davon befindet sich in der ehemaligen Lodenfabrik Hopfgartner.[16]

Steinfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kleinkraftwerk Steinfeld befindet sich am Grabach, einem linken Nebenfluss der Drau, in der Gemeinde Steinfeld. Ein Vorgängerbau wurde ab 1924 durch eine Genossenschaft aus Steinfeld und vier weiteren Gemeinden gebaut, aber 1935 durch einen Bergsturz zerstört. 1936 begann unter der Beteiligung zweier weiterer Gemeinden der Bau des heutigen Kraftwerks, nun als sichere Kaverne im Berg. 1947 wechselte der Besitz durch Verstaatlichung zur Kärntner Elektrizitäts-AG (KELAG). Seit 1956 wird ein Teil des Wassers des Grabaches für den Tagesspeicher Reißeck-Kreuzeck abgeleitet, daher wurde das Kraftwerk an die Österreichische Draukraftwerke AG verkauft. 1995 wurde einer der beiden Maschinensätze stillgelegt. Die Maximalleistung der noch aktiven, horizontalachsigen Francisturbine beträgt 132 kW; die Erzeugung im Regeljahr 493 MWh.[17]

Tabellarische Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stauseen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namen Lage Seentyp System Nutzinhalt Stauziel
Großer Mühldorfer See 46° 55′ 3,3″ N, 13° 22′ 31,5″ O Karsee
vergrößert durch Staumauer
Reißeck-Jahresspeicher,
Reißeck II
000000000000007.80000000007,8 Mio. m³ 000000000002319.00000000002.319 m ü. A.
Hochalmsee 46° 56′ 58,1″ N, 13° 20′ 20,6″ O Karsee
vergrößert durch Staumauer
Reißeck-Jahresspeicher 000000000000004.10000000004,1 Mio. m³ 000000000002379.00000000002.379 m ü. A.
Kleiner Mühldorfer See 46° 55′ 26,2″ N, 13° 22′ 3,6″ O Karsee
vergrößert durch Staumauer
Reißeck-Jahresspeicher 000000000000002.80000000002,8 Mio. m³ 000000000002379.00000000002.379 m ü. A.
Radlsee 46° 56′ 23,3″ N, 13° 22′ 19,4″ O Karsee
vergrößert durch Staudamm
Reißeck-Jahresspeicher 000000000000002.50000000002,5 Mio. m³ 000000000002399.00000000002.399 m ü. A.
Kesselesee 46° 56′ 25,4″ N, 13° 21′ 10″ O Karsee
ohne Staumauer
Reißeck-Jahresspeicher << 1 Mio. m³ 000000000002396.40000000002.396,40 m ü. A.[18]
Quarzsee 46° 56′ 4,8″ N, 13° 21′ 16,6″ O Karsee
ohne Staumauer
Reißeck-Jahresspeicher << 1 Mio. m³ 000000000002384.00000000002.384 m ü. A.[18]
Speicher Galgenbichl 47° 4′ 14,9″ N, 13° 20′ 52,4″ O Stausee Malta-Hauptstufe,
Reißeck II
000000000000004.40000000004,4 Mio. m³ 000000000001707.00000000001.707 m ü. A.
Speicher Gößkar 46° 58′ 58,4″ N, 13° 19′ 42,5″ O Stausee Malta-Hauptstufe,
Reißeck II
000000000000001.80000000001,8 Mio. m³ 000000000001707.00000000001.707 m ü. A.
Speicher Gondelwiese 46° 52′ 52,2″ N, 13° 20′ 13,8″ O Beton-Speicherbecken Reißeck-Tagesspeicher 000000000000000.04000000000,04 Mio. m³ 000000000001288.50000000001.288,5 m ü. A.
Speicher Roßwiese 46° 51′ 37,3″ N, 13° 18′ 19,1″ O Beton-Speicherbecken Kreuzeck-Tagesspeicher 000000000000000.20000000000,2 Mio. m³ 000000000001194.00000000001.194 m ü. A.

Maschinentechnische Anlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namen Lage Anlagentyp Regelarbeits-
vermögen
Leistung Maschinensätze Mittlere Rohfallhöhe Ausbauwasser-
menge
Inbetriebnahme
Jahresspeicher Reißeck
(Krafthaus Kolbnitz)
46° 52′ 19,9″ N, 13° 18′ 43,7″ O Speicherkraftwerk 000000000000055.334000000055,334 GWh 000000000000067.500000000067,5 MW 3 horizontalachsige Peltonturbinen 000000000001772.50000000001.772,5 m 000000000000004.50000000004,5 m³/s 1957
Tagesspeicher Reißeck
(Krafthaus Kolbnitz)
46° 52′ 19,9″ N, 13° 18′ 43,7″ O Speicherkraftwerk 000000000000053.716000000053,716 GWh 000000000000023.200000000023,2 MW 2 horizontalachsige Peltonturbinen 000000000000678.5000000000678,5 m 000000000000005.00000000005 m³/s 1950
Tagesspeicher Kreuzeck
(Krafthaus Kolbnitz)
46° 52′ 19,9″ N, 13° 18′ 43,7″ O Speicherkraftwerk 000000000000154.5310000000154,531 GWh 000000000000045.000000000045 MW 2 horizontalachsige Peltonturbinen 000000000000587.5000000000587,5 m 000000000000009.00000000009 m³/s 1958
Reißeck II 46° 53′ 35,9″ N, 13° 20′ 35,4″ O Pumpspeicherwerk 000000000000430.0000000000430 MW 2 vertikalachsige Francis-Pumpturbinen ca. 615 m[19] 000000000000080.000000000080 m³/s Turbinenbetrieb
70 m³/s Pumpbetrieb
2016
Kleinkraftwerk Niklai 46° 49′ 24,8″ N, 13° 17′ 45″ O Laufwasserkraftwerk 000000000000007.00000000007 GWh 000000000000001.63500000001,635 MW 2 horizontalachsige Francisturbinen ca. 57 m 1960
Kleinkraftwerk Mühldorf 46° 51′ 37,4″ N, 13° 20′ 55,1″ O Laufwasserkraftwerk 000000000000001.90000000001,9 GWh 000000000000000.90000000000,9 MW 2 horizontalachsige Francisturbinen max. 80 m 1925
Kleinkraftwerk Steinfeld 46° 45′ 38,4″ N, 13° 14′ 51,2″ O[20] Laufwasserkraftwerk 000000000000000.49300000000,493 GWh 000000000000000.13200000000,132 MW 1 horizontalachsige Francisturbine 1936
Pumpstation Hattelberg 46° 53′ 11,7″ N, 13° 19′ 7,3″ O Pumpwerk 000000000000018.600000000018,6 MW 3 horizontalachsige, achtstufige Hochdruck-Speicherpumpen ca. 1.200 m 000000000000001.35000000001,35 m³/s 1957[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Alpenbatterie: Ökostrom aus dem Berg: Baugeschichte des Pumpspeicherkraftwerks Reißeck II; Herzstück der Energiezukunft. Kremayr & Scheriau, Wien 2016, ISBN 978-3-218-01058-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kraftwerksgruppe Reißeck-Kreuzeck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Speicherkraftwerk Reißeck Jahresspeicher auf verbund.com, abgerufen am 10. März 2019; betreffende Version (Memento vom 28. November 2018 im Internet Archive)
  2. Die Alpenbatterie: Ökostrom aus dem Berg. 2016, 90 Jahre Wasserkraft: Die Geschichte der Kraftwerksgruppe Malta/Reißeck, S. 15–21.
  3. Die Alpenbatterie: Ökostrom aus dem Berg. 2016, Projektentwicklung Pumpspeicherkraftwerk Reißeck II, S. 28–32.
  4. Die Alpenbatterie: Ökostrom aus dem Berg. 2016, Das Pumpspeicherkraftwerk Reißeck II, S. 23–27.
  5. Kraftwerk Reißeck II soll Strompreisverfall trotzen, kleinezeitung.at, 7. Oktober 2016, abgerufen am 28. Januar 2020
  6. Europas modernstes Pumpspeicherkraftwerk Reißeck II ist am Netz. In: verbund.com. Abgerufen am 17. August 2017.
  7. a b Die Alpenbatterie: Ökostrom aus dem Berg. 2016, Die Effizienzsteigerungsanlage Reißeck II plus, S. 211–215.
  8. Reißeck: Tunnel wird erweitert. ORF, abgerufen am 8. März 2019.
  9. a b Speicherkraftwerk Reißeck Tagesspeicher auf verbund.com, abgerufen am 10. März 2019; betreffende Version (Memento vom 22. Oktober 2017 im Internet Archive)
  10. Speicherkraftwerk Kreuzeck auf verbund.com, abgerufen am 10. März 2019; betreffende Version (Memento vom 22. Oktober 2017 im Internet Archive)
  11. Pumpspeicherkraftwerk Reißeck 2 auf verbund.com, abgerufen am 28. Januar 2020
  12. Pumpspeicherkraftwerk Reißeck II: Das Kraftwerk im Berg, youtube.com, abgerufen am 28. Januar 2020
  13. Die Alpenbatterie: Ökostrom aus dem Berg. 2016.
  14. Laufkraftwerk Niklai auf verbund.com, abgerufen am 10. März 2019; betreffende Version (Memento vom 5. April 2017 im Internet Archive)
  15. Höhe gemessen auf Google Earth
  16. Laufkraftwerk Mühldorf auf verbund.com, abgerufen am 10. März 2019; betreffende Version (Memento vom 5. April 2017 im Internet Archive)
  17. Laufkraftwerk Steinfeld auf verbund.com, abgerufen am 10. März 2019; betreffende Version (Memento vom 27. März 2019 im Internet Archive)
  18. a b Die Alpenbatterie: Ökostrom aus dem Berg. 2016, Die Effizienzsteigerungsanlage Reißeck II plus, S. 212, Abb. 1: Schematische Übersicht der Maßnahmen des Projekts Reißeck II plus.
  19. errechnet als Differenz der Stauziele der Speicherseen
  20. Laufkraftwerk Steinfeld auf verbund.com, abgerufen am 17. Januar 2020, verlinkt diese Position. Möglicherweise ist sie nicht ganz exakt.

Koordinaten: 46° 52′ 19,9″ N, 13° 18′ 43,7″ O