Kristina Bach

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Kristina Bach (2010)

Kristina Bach (bürgerlicher Name: Kerstin Bräuer,[1] * 7. April 1962 in Mettmann) ist eine deutsche Schlagersängerin, Komponistin, Texterin und Musikproduzentin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bach gewann mit 13 Jahren ein Nachwuchsfestival. Später spielte sie die Rolle der Rosa Fröhlich in Heinrich Manns Professor Unrat. Nach der Schule absolvierte sie eine Gesangs- und Tanzausbildung, daneben lernte sie Klavier und Gitarre. Ferner nahm sie Schauspielunterricht. Danach war sie Moderatorin verschiedener Fernsehproduktionen.

Musikalische Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang der 1980er Jahre wurde Bach als Sängerin entdeckt, nahm 1983 ihre erste Single Donna Maria auf und hatte 1984 ihren ersten Erfolg mit der Wiederaufnahme des alten Schlagers aus den 1960er Jahren Heißer Sand (damals gesungen von Mina). Ende der 1980er Jahre folgten weitere Hits und Auftritte bei Hörfunk und Fernsehen. Der große Durchbruch kam 1990 mit dem Jean-Frankfurter-Titel Erst ein Cappuccino. Sie gewann unter anderem sechs Mal hintereinander die Deutsche Schlagerparade. 1993 war sie in den US-Billboard-Dance-Charts mit einer Tanz-Version des Musicals The Phantom of the Opera, mit der sie sich mehrere Wochen unter den Top 20 halten konnte. 1997 sang sie zusammen mit Drafi Deutscher den Titel Gib nicht auf.

Musikproduktionen, Texte und Kompositionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang der 1990er Jahre entdeckte Bach die Sängerin Michelle. Durch sie gelangte sie zum Produzenten Jean Frankfurter. 1994 bewarb sich Bach mit dem Titel Matador bei den Deutschen Schlager-Festspielen und erreichte den 5. Platz. Als Texterin erhielt sie bei derselben Veranstaltung die Silberne Muse für Platz 2, den Michelle mit dem Titel Silbermond und Sternenfeuer erreichte. Später produzierte sie ihre eigenen Stücke und verhalf auch Michelle als Produzentin und Songschreiberin zu einem Comeback. Als Texterin und Komponistin arbeitet sie für Helene Fischer (2013 mit dem Nr.-1-Lied Atemlos durch die Nacht, produziert von Jean Frankfurter)[2] und ihre Neuentdeckung Cappuccinos, die auch in ihrem Management zu finden sind. Von 2010 bis 2012 war sie auch Produzentin der DSDS-Teilnehmerin Annemarie Eilfeld, die 2011 ein Album veröffentlichte, aus dem eine Single ausgekoppelt wurde. Da das Album keine Chartplatzierung erreichen konnte, wurde der Vertrag vorzeitig wieder gelöst.

Soziales Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bach ist die Schirmherrin des Deutschen Allergie- und Asthmabundes. Sie selbst ist seit ihrer Kindheit Asthmatikerin. Außerdem ist sie Botschafterin der José Carreras Leukämie-Stiftung und Botschafterin für World Vision Deutschland.[3][4][5]

Let’s Dance 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von März bis April 2011 nahm sie bei der vierten Staffel von Let’s Dance an der Seite von Erich Klann teil.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1983: Donna Maria / Adieu – Ariola
  • 1984: Heißer Sand / Ich wein’ dir keine Träne nach
  • 1985: Allein auf einem Stern / Weißer Vogel der Nacht
  • 1986: Irgendwann … Hand in Hand / Mah-Jongg – Jupiter Records
  • 1989: Eldorado / Ich hab’ geträumt – Dino Music
  • 1990: Charly / Heimliche Tränen
  • 1990: Erst ein Cappuccino / Fortuna, Fortuna
  • 1991: Antonio / Du und ich (vielleicht ein Traum)
  • 1991: Alle Sterne von Athen / Spuren im Wind
  • 1992: Caballero Caballero / Ich lieb’ dich immer noch
  • 1993: Er schenkte mir den Eiffelturm / Ich komm’ um vor Einsamkeit – Intercord
  • 1993: Ich will nicht länger dein Geheimnis sein / Geh nie vorbei
  • 1993: Da war das Feuer einer Sommernacht / Tränen siehst du nicht (dt. Version von The Winner Takes It All)
  • 1994: Tango mit Fernando / Ein bißchen näher zu dir
  • 1994: Avanti Avanti / Ich bin da
  • 1995: Und die Erde steht still / Matador
  • 1995: Hörst du denn noch immer Al Martino / Manchmal stürzt die Seele ab
  • 1996: Stimmen der Nacht
  • 1996: Verdammt zur Sehnsucht / Heut’ nacht
  • 1996: Dann bist du für mich da
  • 1997: Ein Hauch Jamaica – Ariola
  • 1997: Gib nicht auf (mit Drafi Deutscher)
  • 1998: Schiffbruch in meiner Seele
  • 1998: …es kribbelt und es prickelt
  • 1999: Hey, ich such’ hier nicht den größten Lover (dt. Version von You’re the Greatest Lover)
  • 1999: Ganz schön sexy
  • 1999: Mein kleiner Prinz (mit Jeanette Biedermann)
  • 2000: Rio de Janeiro
  • 2000: Männer sind doch schließlich zum Vergnügen da / Du musst durch den Winter geh’n
  • 2001: Unverschämte blaue Augen
  • 2001: Davon stirbt man nicht
  • 2001: Du gehst mir langsam unter die Haut
  • 2002: Latino, Latino
  • 2002: Wahre Lügen
  • 2002: Auf dünnem Eis getanzt / Tauch in mein Gefühl
  • 2003: Fliegst du mit mir zu den Sternen
  • 2004: Die Erde hat mich wieder
  • 2004: Keine Nacht war zu viel
  • 2004: Du bist verrückt, dass du mich liebst
  • 2005: Du machst eine Frau erst zur Frau
  • 2005: Reden ist Silber und Küssen Gold
  • 2006: Alles von mir
  • 2006: Bin kein Engel
  • 2006: Warum geh’n, wenn man fliegen kann
  • 2007: Jimmy, ich hab dich geliebt
  • 2007: Tränen machen stark
  • 2008: Küss mich, küss mich
  • 2009: Du warst doch mal mein Mann
  • 2009: Tagebuch einer Chaos-Queen / Der letzte Schmetterling (Fly Away)
  • 2009: Bis unser Leuchtturm nicht mehr brennt
  • 2010: Ein Sonntag im Pyjama
  • 2010: Tour d’Amour
  • 2010: Tanz auf dem Seil
  • 2011: Das geht noch immer unter die Haut
  • 2011: Solitaire
  • 2011: Alle Sprachen der Welt
  • 2012: Sonne im Gefühl
  • 2012: Alles egal
  • 2014: Dein Vielleicht hat nicht gereicht
  • 2014: Take a Breath
  • 2014: Der letzte Stern
  • 2015: Kaffee ohne Koffein

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1988: Musical, Musical, Musical – Ariola
  • 1991: Kristina Bach – Dino Music
  • 1993: Ein bißchen näher zu dir – Intercord
  • 1994: Rendezvous mit dem Feuer
  • 1996: Stimmen der Nacht
  • 1997: …es kribbelt und es prickelt – Ariola
  • 1999: Ganz schön frech
  • 1999: Tausend kleine Winterfeuer
  • 2001: Scharf aufs Leben
  • 2002: Liebe, was sonst!
  • 2004: Leb dein Gefühl
  • 2006: Die 1002. Nacht
  • 2007: Sterne leuchten auch im Winter
  • 2009: Tagebuch einer Chaos-Queen – BMG
  • 2010: Tour d’Amour
  • 2011: Große Träume – Koch Universal Music
  • 2014: Leben ist Liebe! – K.B.C. Bach Music

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Originalaufnahme ihre ersten Erfolges Heißer Sand von Mina hatte den Hitparaden-Einstieg am 7. April 1962, also am Tage von Kristina Bachs Geburt.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biografie bei Universal Music
  2. Kristina Bach meldet sich mit neuem Album zurück auf Schlager.de vom 11. Juli 2013
  3. [1]
  4. Frauen bilden das Rückgrat der Familie! Abgerufen am 9. Juli 2010.
  5. Kristina Bach in Ghana http://www.kristinabach.de/worldvision/
  6. Beiheft zur CD Hits des Jahres 1962, Brunswick 544 373-2, 2000, Polymedia Marketing Group GmbH.