Krobia

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Krobia
Wappen von Krobia
Krobia (Polen)
Krobia
Krobia
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Großpolen
Powiat: Gostyń
Fläche: 7,05 km²
Geographische Lage: 51° 47′ N, 16° 59′ OKoordinaten: 51° 47′ 26″ N, 16° 59′ 3″ O
Höhe: 117 m n.p.m.
Einwohner: 4290
(31. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 63-840
Telefonvorwahl: (+48) 65
Kfz-Kennzeichen: PGS
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DW 434 GostyńRawicz
Schienenweg: Krotoszyn–Leszno
Nächster int. Flughafen: Posen-Ławica
Breslau
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Gminagliederung: 24 Ortschaften
22 Schulzenämter
Fläche: 129,59 km²
Einwohner: 13.082
(31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 101 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3004033
Verwaltung (Stand: 2009)
Bürgermeister: Sebastian Czwojda
Adresse: ul. Rynek 1
63-840 Krobia
Webpräsenz: www.krobia.pl



Krobia ([ˈkrɔbja]; deutsch Kröben, älter auch Krebe[2]) ist eine Stadt in Polen in der Wojewodschaft Großpolen. Sie ist Sitz einer Stadt- und Landgemeinde im Powiat Gostyński.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kröben südlich der Stadt Posen und nordöstlich der Stadt Glogau auf einer Landkarte der Provinz Posen von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich polnischsprachiger Bevölkerung).

Die erste Erwähnung des heutigen Krobia stammt aus dem Jahr 1258. Zu dieser Zeit bis 1796 waren der Ort im Besitz des Bistums Polen. Stadtrecht erhielt der Ort im 13. Jahrhundert.[3] Bei der Zweiten Teilung Polens kam der Ort 1793 zu Preußen und wurde der neu geschaffenen Provinz Südpreußen angegliedert. 1798 wurde Kröben Kreisstadt. 1807 wurde die Stadt Teil des neu gegründeten Herzogtums Warschau, kam 1815 aber wieder zurück an Preußen[3] und wurde Sitz des Kreises Kröben.[4] 1878 wurde Kröben Teil des Kreises Gostyn.[4] Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Krobia Teil des neu gegründeten Polens. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde der Ort im September 1939 von der Wehrmacht besetzt. 1945 marschierte die Rote Armee in die Gegend ein.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachfolgend die graphische Darstellung der Einwohnerentwicklung.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Rathaus von Krobia

Zu den Sehenswürdigkeiten Krobias gehören:

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krobia ist Sitz der gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde. Diese hat etwa 13.000 Einwohner auf einer Fläche von 129,59 km². Die 22 Schulzenämter (sołectwo) sind: Bukownica, Chumiętki, Chwałkowo, Ciołkowo, Domachowo, Gogolewo, Grabianowo, Karzec, Kuczyna, Kuczynka, Niepart, Pijanowice, Posadowo, Potarzyca, Przyborowo, Pudliszki, Rogowo, Stara Krobia, Sułkowice, Wymysłowo, Ziemlin und Żychlewo. Hinzu kommen die Ortschaften Dębina und Florynki.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Krobia liegt südlich der Stadt an der Bahnstrecke Łódź–Forst (Lausitz), früher lag er auch an der Gostyner Kreisbahn, die dazu einen näher an der Stadtmitte gelegenen Bahnhof hatte.

Durch die Stadt verläuft in Nord-Süd-Richtung die Woiwodschaftsstraße 434 (droga wojewódzka 434). Sie führt nach etwa zwölf Kilometern durch Gostyń und kreuzt dabei die Landesstraße 12. In südlicher Richtung mündet die 434 nach etwa 14 Kilometern in die Landesstraße 36.

Die nächsten internationalen Flughäfen sind der Flughafen Posen-Ławica, etwa 65 Kilometer nördlich und der Nikolaus-Kopernikus-Flughafen Breslau, etwa 65 Kilometer südlich von Krobia.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Wuttke: Städtebuch des Landes Posen. Codex diplomaticus: Allgemeine Geschichte der Städte im Lande Posen. Geschichtliche Nachrichten von 149 einzelnen Städten. Leipzig 1864, S. 342–343.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Krobia – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB), abgerufen am 29. September 2017.
  2. http://digitool.is.cuni.cz:1801/view/action/nmets.do?DOCCHOICE=1026926.xml&dvs=1468003412593~233&locale=de_DE&search_terms=&adjacency=&VIEWER_URL=/view/action/nmets.do?&DELIVERY_RULE_ID=3&divType=&COPYRIGHTS_DISPLAY_FILE=licence_mapy
  3. a b c szukacz.pl, Krobia - Informacje dodatkowe, abgerufen am 18. Dezember 2009
  4. a b Territorial.de, Landkreis Gostingen, abgerufen am 18. Dezember 2009
  5. Für 1875 (1577), 1871 (1596): Słownik geograficzny Królestwa Polskiego, 1883, Band IV, S. 675, Online
    Für 1885 (1847): Geschichte on demand, Landkreis Gostyn (Memento des Originals vom 31. Dezember 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.geschichte-on-demand.de, abgerufen am 18. Dezember 2009
    Für 1900 (2186): Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 11. Leipzig 1907, S. 726, Online
    Für 30. Juni 2009 (4099): „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“ (Memento vom 15. Februar 2010 im Internet Archive)