Kung Fury

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Filmdaten
Deutscher Titel Kung Fury
Originaltitel Kung Fury
Produktionsland Schweden
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2015
Länge 31 Minuten
Stab
Regie David Sandberg
Drehbuch David Sandberg
Produktion David Sandberg
Musik Johan Bengtsson,
Lost Years,
Patrik Öberg
Kamera Linus Andersson,
Mattias Andersson,
Jonas Ernhill,
Martin Gärdemalm
Schnitt Nils Moström
Besetzung
  • David Sandberg: Kung Fury
  • Jorma Taccone: Adolf Hitler
  • Leopold Nilsson: Hackerman
  • Eleni Young: Barbarianna
  • Helene Ahlson: Katana
  • Andreas Cahling: Thor
  • Björn Gustafsson: Lahmstache
  • David Hasselhoff: Stimme von Hoff 9000

Kung Fury ist ein am 28. Mai 2015 erschienener, kostenloser schwedischer Kurzfilm von David Sandberg, der als Crowdfunding-Projekt über Kickstarter realisiert wurde.[1] Der Film ist eine Hommage an Trash-Actionfilme der 80er-Jahre.[2] Sandberg hatte auf Kickstarter ein Budget von 200.000 Dollar angestrebt, erreichte jedoch über das Dreifache.[1]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Miami im Jahr 1985: Als zwei Jugendliche in einem Spielcasino nach dem Ende des Videospiels einen Arcade-Automat traktieren, transformiert dieser zum Kampfroboter und verbreitet „Chaos und Terror“. Der Polizist Kung Fury wird zu Hilfe gerufen und erschießt nach intensivem Kampf den Automaten.

Im Büro des Miami Police Department wird er jedoch von seinem Chef für den vorschriftswidrigen Einsatz und den angerichteten Begleitschaden in Höhe von 50 Millionen Dollar in Verantwortung genommen und ihm mit Triceracop ein neuer Partner zur Seite gestellt. Kung Fury lehnt jegliche Zusammenarbeit ab und kündigt seinen Job. Als Adolf Hitler, Meister des Kung Fu und bekannt unter dem Alias Kung Führer, über ein Mobiltelefon die Polizeiwache unter Beschuss nimmt, beschließt Kung Fury Hitler zu stoppen. Mit Hilfe von Hackerman, einem Hacker, surft Kung Fury auf einem MicroBee in die Vergangenheit. Aufgrund eines Fehlers landet Fury jedoch im Wikinger-Zeitalter, wo er von einem Laser-Raptor angegriffen wird. Barbarianna, eine Wikingerin, erlegt den Raptor mit einer Minigun. Sie vermittelt Fury an ihre Freundin Katana, die den Donnergott Thor beschwört, um Fury zu helfen. Thor öffnet mithilfe von Mjölnir ein Zeitportal und schickt Fury in die richtige Zeit zurück.

In Nazi-Deutschland angekommen, attackiert Fury die Zuhörer einer Rede von Hitler. Als er von Hitler tödlich getroffen wird, kommen ihm seine Freunde zu Hilfe. Fury rettet sich und gemeinsam besiegen sie den Kung Führer. Zurück in der Gegenwart stellt sich jedoch heraus, dass Hitler überlebt hat und sich wieder in den 80er-Jahren befindet.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kung Fury erreichte auf YouTube bisher über 28 Millionen Aufrufe.[3]

Spiegel Online titelte, Kung Fury sei „grandioser Wahnsinn“. Mit „Laser-Dinos, abtrünnige[n] Cops und VHS-Störstreifen“ habe Regisseur David Sandberg dem „Achtzigerjahre-Fernsehen ein Denkmal gesetzt“.[4]

Die Welt urteilte, der Film sei „wie eine Collage schlechter B-Movie-Szenen“. Sandberg ignoriere „auf grandiose Weise alle Regeln der Filmlogik“, jedoch hätte man „kaum Zeit, darüber zu reflektieren“, da es „ohne Pause von einer bescheuerten Idee zur nächsten“ gehe.[5]

Die Zeit meinte, der Film klinge wie „absoluter Schrott“ und sei „es eigentlich auch“. Ohne das Internet würde „über Kung Fury auch kein Mensch reden“, ansonsten halte der „Film alles, was ein B-Movie verspricht: Knallige Effekte, Synthesizer, etwas Splatter und trockene Einzeiler“.[6]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erhielt beim Europäischen Filmpreis 2015 eine Nominierung als Bester Kurzfilm.[7] Außerdem wurde er bei der Verleihung des nationalen schwedischen Filmpreises Guldbagge 2016 als Bester Kurzfilm ausgezeichnet.[8]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Film steuerte David Hasselhoff, bekannt aus der 80er-Jahre Kultserie Knight Rider, den Titelsong True Survivor bei.[9]

Ende Mai 2016 gab David Sandberg anlässlich des Jahrestages der Veröffentlichung von Kung Fury bekannt, am Nachfolger Kung Fury 2 zu arbeiten.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Simon Knopf: Kung-Fu und Laser und Brüste. In: Der Bund. 29. Mai 2015, abgerufen am 15. Juni 2015.
  2. Yves Schott: Wikinger-Bräute, The Hoff und andere Fossilien. In: 20 Minuten. 29. Mai 2015, abgerufen am 15. Juni 2015.
  3. KUNG FURY Official Movie [HD] auf YouTube. Abgerufen am 17. August 2017.
  4. Jörg Breithut: Grandioser Wahnsinn. In: Spiegel Online. 31. Mai 2015, abgerufen am 15. Juni 2015.
  5. Das unfassbare Kung-Fu-Hitler-Dinosaurier-Actionfilm-Spektakel „Kung Fury“. In: Die Welt. 31. Mai 2015, abgerufen am 15. Juni 2015.
  6. Eike Kühl: Es lebe der Trash. In: Die Zeit. 2. Juni 2015, abgerufen am 15. Juni 2015.
  7. Berliner Echtzeit-Thriller „Victoria“ geht leer aus. Verleihung des Europäischen Filmpreis in Berlin. In: RBB. 13. Dezember 2015, abgerufen am 25. Januar 2016.
  8. Kung Fury. Bästa kortfilm / Vinnare. Schwedisches Filminstitut, abgerufen am 25. Januar 2016.
  9. Nico Rau: Trash-Hommage an die 80er-Jahre. In: Deutschlandradio Kultur. 28. April 2015, abgerufen am 9. August 2015.
  10. Kung Fury 2 – Regisseur kündigt Nachfolger der 80er-Persiflage an. In: moviepilot.de. 30. Mai 2016, abgerufen am 26. August 2015.