Kunstmuseum Liechtenstein

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Kunstmuseum Liechtenstein
Kunstmuseum Liechtenstein
Das Kunstmuseum Liechtenstein in Vaduz (2002)
Daten
Ort Vaduz
Architekt Morger & Degelo und Christian Kerez
Eröffnung 12. November 2000
Betreiber Stiftung Kunstmuseum Liechtenstein
Leitung Friedemann Malsch
Website kunstmuseum.li

Das Kunstmuseum Liechtenstein ist das staatliche Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Vaduz. Der moderne Museumsbau der Schweizer Architekten Morger & Degelo und Christian Kerez wurde im Jahr 2000 eröffnet. Die bedeutende Sammlung internationaler moderner und zeitgenössischer Kunst ist gleichzeitig die staatliche Kunstsammlung des Fürstentums Liechtenstein. Als Erweiterung des Kunstmuseums ist Ende Mai 2015 das neue Ausstellungsgebäude der Hilti Art Foundation eröffnet worden. 

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1967 erhielt der Staat Liechtenstein als Geschenk zehn Gemälde. Dies war der Anlass zur Gründung der Liechtensteinischen Staatlichen Kunstsammlung im Jahr darauf. Erster Konservator der Sammlung war Georg Malin, ein liechtensteinischer Künstler, Historiker und Kunsthistoriker. Er definierte sehr bald die Staatliche Sammlung als Gebiet der internationalen modernen und zeitgenössischen Kunst.

Die heutige Präsentation ist einer Gruppe privater Stifter zu verdanken. Zusammen mit der Regierung des Fürstentums Liechtenstein und der Gemeinde Vaduz realisierten sie das moderne Museumsgebäude.

Im August des Jahres 2000 wurde der Bau dem Land Liechtenstein als Millenniumsgeschenk übergeben, welcher für den Betrieb und die Führung des Museums die öffentlichrechtliche «Stiftung Kunstmuseum Liechtenstein» gründete. Am 12. November 2000 wurde das Museum eröffnet.

Seit 1996 ist Friedemann Malsch Direktor der Liechtensteinischen Staatlichen Kunstsammlung, bzw. des Kunstmuseum Liechtenstein.

2015 ist das Kunstmuseum um das Ausstellungsgebäude der Hilti Art Foundation erweitert worden. Die liechtensteinische Privatsammlung umfasst Werke der klassischen Moderne und der Gegenwartskunst.

Kunstmuseum Liechtenstein

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 2000 wurde das Kunstmuseum Liechtenstein des Architektenteams Meinrad Morger und Heinrich Degelo mit Christian Kerez eröffnet. Im Mai 2015 wurde, als dessen Erweiterung, das von Morger Partner Architekten (Meinrad Morger und Fortunat Dettli) entworfene Ausstellungsgebäude der Hilti Art Foundation fertiggestellt.

Hauptgebäude

Der geschlossene Baukörper ist eine Black Box aus schwarz eingefärbtem Zement und schwarzem Basaltstein. Eingeschlossene Flusskiesel der Aussenhaut des Gebäudes stellen zugleich den Bezug zur Landschaft des Rheintals her. Lang gezogene Fensterbänder ordnen sich der Kompaktheit des Baukörpers unter und öffnen den schwarzen Kubus sowohl von innen als auch von aussen. Sechs Ausstellungssäle sind um zwei gegenläufige Treppen herum angeordnet. Die Grundrisseinteilung, Windmühlenflügeln gleich, erlaubt diagonale Durchblicke durch den gesamten Baukörper.

Hilti Art Foundation

Der fünfgeschossige, kubische Neubau, der die Ausstellungsräume der Hilti Art Foundation beherbergt, steht frei in unmittelbarer Nähe zum Hauptgebäude des Kunstmuseums. Die Fassade besteht vorwiegend aus weissen, gebrochenen Zuschlagstoffen wie Laaser Marmor und Flusskies sowie aus Zement. Der Zugang zu den Ausstellungsräumen der Hilti Art Foundation erfolgt über das Foyer des Kunstmuseums. Über eine Treppe gelangt der Besucher in einen trichterförmigen Ausstellungsraum im Untergeschoss. Die zwei weiteren Ausstellungsräume im ersten und dritten Obergeschoss werden über einen lichtdurchfluteten Treppenraum erschlossen.

Aus der Sammlung

Sammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sammlung internationaler moderner und zeitgenössischer Kunst umfasst den Zeitraum vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Das Profil bestimmen vor allem Skulpturen, Objekte und Installationen. Eine besondere Stellung nehmen Werke von Künstlern der Arte Povera ein. Das Kunstmuseum Liechtenstein verwaltet zudem den Nachlass von André Thomkins.

Im Jahre 2006 erwarb das Museum mit dem Kunstmuseum St. Gallen und dem Museum für Moderne Kunst Frankfurt (MMK) die kunsthistorisch bedeutende Sammlung des Kölner Galeristen Rolf Ricke, unter anderem mit Werken von Richard Artschwager, Bill Bollinger, Donald Judd, Fabián Marcaccio, Steven Parrino, David Reed, Richard Serra, Keith Sonnier und Jessica Stockholder.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungsansicht «Who Pays?»

In den letzten Jahren wurden unter anderem Einzelausstellungen von Kimsooja, Bertrand Lavier, Charlotte Moth, Gary Kuehn, Saâdane Afif, Kiki Smith, Otto Freundlich, Gottfried Honegger, Leiko Ikemura, Rita McBride, Paul Klee, Jochen Gerz, André Thomkins, František Kupka, Andy Warhol, Fabián Marcaccio, Alighiero Boetti, Fred Sandback, Georg Malin, Sean Scully, Matts Leiderstam, Ferdinand Nigg, Jannis Kounellis, Monika Sosnowska, Joseph Beuys, Herbert Zangs, Thomas Schütte, Kasimir Malewitsch, Martin Frommelt, Matti Braun, Christian Boltanski, Gotthard Graubner, Bill Bollinger, Bojan Šarčević, Günter Fruhtrunk und Rütjer Rühle gezeigt.

Wichtige Gruppenausstellungen waren unter anderem «Who pays», «Gorgona», «Lens-Based Sculpture » «Das innere Befinden», «Migration», «Faites vos jeux! Kunst und Spiel seit Dada», «Auszeit. Kunst und Nachhaltigkeit», «Lust for Life. Die Sammlung Ricke», «Knockin’ on Heaven’s Door», «Die Moderne als Ruine. Eine Archäologie der Gegenwart», «Che fare. Arte povera. Die historischen Jahre» und «Beispiel Schweiz. Entgrenzungen und Passagen als Kunst».

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kunstmuseum Liechtenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 47° 8′ 21,5″ N, 9° 31′ 21,1″ O; CH1903: 758064 / 223024