Ladinien

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Die fünf Täler Ladiniens (ladinische Beschriftung)

Der Name Ladinien (ladinisch und italienisch: Ladinia) bezeichnet ein geographisches Gebiet in den Dolomiten in Norditalien.

Der Begriff wurde wahrscheinlich im 19. Jahrhundert als Bezeichnung für das ladinischsprachige Gadertal geprägt; die 1886 in Corvara gegründete Sektion des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins trug den Namen Ladinia.[1] In der Folge kam es zu einer deutlichen Erweiterung des Bedeutungsumfangs, der neben dem Gadertal nun weitere ladinische Kerngebiete rund um den Sella-Stock einschließt: Gröden in Südtirol, das Fassatal im Trentino sowie Buchenstein und oft zusätzlich noch Cortina d’Ampezzo in der Provinz Belluno (Venetien). Der Name „Ladinien“ ist inzwischen in der touristischen und teilweise auch wissenschaftlichen Literatur etabliert.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adolf Leidlmair: Ladinien: Land und Leute in geographischer Sicht. In: Ladinia. Band IX, 1985, S. 5–17.
  • Gunther Langes: Ladinien – Kernland der Dolomiten: ein Streifzug durch Gröden, Gadertal, Buchenstein, Fassa und Ampezzo (= Südtiroler Landeskunde in Einzelbänden. Band 6). Athesia, Bozen 1970.
  • Südtiroler Kulturinstitut (Hrsg.): Ladinien. Land und Volk der Dolomiten (= Jahrbuch des Südtiroler Kulturinstitutes. Band 3/4 [1963/1964]). Bozen.
  • Tiroler Volkskunstmuseum (Hrsg.): Ladinia (= Ausstellungskataloge der Tiroler Landesmuseen). Tappeiner, Lana 2011, ISBN 978-88-7073-598-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Central-Ausschuss des D. u. OE. Alpenvereins (Hrsg.): Mittheilungen des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins, Nr. 6, Wien 1896, S. 78.
  2. Johannes Kramer: Die Sprachbezeichnungen Latinus und Romanus im Lateinischen und Romanischen (= Studienreihe Romania. Band 12). Erich Schmidt, Berlin 1998, ISBN 978-3-503-04906-6, S. 113.