Lee Grant

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Lee Grant bei der Premiere des Films F.I.S.T. – Ein Mann geht seinen Weg, 1978

Lee Grant (* 31. Oktober 1925 als Lyova Haskell Rosenthal in New York) ist eine US-amerikanische Schauspielerin und Regisseurin. Für ihre Rolle in Shampoo gewann sie 1975 den Oscar als beste Nebendarstellerin.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lee Grant war 1952 für ihr Filmdebüt in Polizeirevier 21 für den Oscar als beste Nebendarstellerin nominiert und erhielt für diese eher kleine Rolle den Darstellerpreis bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes.

1951 hielt sie eine Trauerrede gehalten für den Darsteller J. Edward Bromberg, dessen früher Tod auch auf den Stress und die Sorgen, die ihm das House Un-American Activities Committee (HUAC) verursacht hatte, zurückgeführt wurde. Nachdem diese Rede veröffentlicht worden war, wurde sie vor das Komitee geladen. Dort wollte man, dass sie gegen ihren eigenen Mann aussagte, den Dramatiker Arnold Manoff. Sie weigerte sich und wurde auf die schwarze Liste Hollywoods gesetzt. Auf dieser befand sie sich für 12 Jahre.[1] Kirk Douglas beschuldigte den Regisseur Edward Dmytryk, für die Denunzierung mitverantwortlich gewesen zu sein.[2]

Neben zwei weiteren Nominierungen für Der Hausbesitzer (1970) und Reise der Verdammten (1976) gewann sie 1975 den Oscar als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle in Shampoo. Außerdem agierte sie auch in Fernsehrollen und gewann zwei Emmys, 1964 als beste Nebendarstellerin in Peyton Place und 1971 als beste Schauspielerin in The Neon Ceiling. 1987 wirkte sie in dem Film Chicago Blues mit.

Sie führte auch Regie, überwiegend in Dokumentationen (Prominentenportraits).

Lee Grant war von 1951 bis 1960 mit dem Drehbuchautor Arnold Manoff verheiratet. Aus dieser ersten Ehe ging die Tochter Dinah Manoff (* 25. Januar 1958) hervor. 1962 heiratete sie den Produzenten Joseph Feury, mit dem sie ebenfalls eine Tochter hat.[3]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lee Grant – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "Lee Grant on life beyond the Hollywood blacklist", CBS "Sunday Morning", 3. August 2014.
  2. Douglas, Kirk. I Am Spartacus: Making a Film, Breaking the Blacklist, Open Road Media (2012) S. 26, ISBN 978-1453254806
  3. Eintrag bei filmreference.com