Leopold Biberti

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Leopold Biberti (* 18. September 1894[1] in Berlin; † 24. November 1969 in Frankfurt am Main) war ein Schweizer Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leopold Biberti war der Sohn des Opernsängers Robert Robert Biberti und der Pianistin Emilie Béral. Wie sein Bruder Robert Biberti hatte er sein musikalisches Talent von den Eltern geerbt. Schon früh spielte er Klavier.

Am Königlichen Schauspielhaus Berlin trat er seine Ausbildung als Schauspieler an. 1912 begann seine Theaterkarriere. Ab 1914 spielte Biberti für mehrere Jahre in der Schweiz. Er wohnte während dieser Zeit in Bern und erlernte den Berner Dialekt. Die Schweizer Staatsbürgerschaft erhielt er 1920. Weitere Engagements führten ihn zurück nach Deutschland. Nach der Machtübernahme der Nazis 1933 kehrte er endgültig in die Schweiz zurück.

Biberti trat am Stadttheater Basel und am Schauspielhaus Zürich auf. Seine Gestalt und seine Stimme eigneten sich besonders für Stücke von William Shakespeare und Henrik Ibsen. Beeindruckend war seine Interpretation des Othello. Der perfekt zweisprachige Biberti spielte auch in der Westschweiz und nach dem Krieg in Frankreich. Ab 1950 spielte und inszenierte er an der Komödie Basel, welche er selbst mitbegründete. Später folgten weitere Theatertourneen in Deutschland, in denen er neben den Klassikern auch moderne Stücke von Jean Anouilh, Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt aufführte. Neben seiner Bühnentätigkeit wurde er auch für Hörspiele verpflichtet.

Sein Leinwanddebüt gab er 1937 im Film Kleine Scheidegg. Nach weiteren Hauptrollen engagierte ihn Leopold Lindtberg für vier seiner Filme. Der Film De Wyberfind wurde aus bereits gedrehtem Material aus dem Film Der 8. Schwyzer hergestellt, der 1940 verboten und erst 1981 aufgeführt wurde. Man sah ihn 1945 auch im Lehrfilm Kampf dem Krebs. Nach sechs Jahren Abwesenheit kehrte Biberti mit Uli der Pächter von Franz Schnyder auf die Leinwand zurück. Neben Käthe Gold und Maria Schell sah man ihn in Rose Bernd von Wolfgang Staudte. Ab 1960 drehte er Fernsehfilme in Deutschland.

Leopold Biberti war seit 1937 mit Traude Pulfer verheiratet. Er starb an Herzversagen während einer Theatertournee in Deutschland.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DBE, HLS, IMDb und filmportal.de geben 1894 als Geburtsjahr an, Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films und Hervé Dumont: Geschichte des Schweizer Films dagegen 1897.