Linda Hamilton

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Linda Hamilton (1997)
Linda Hamilton (2009)

Linda Carroll Hamilton (* 26. September 1956 in Salisbury, Maryland) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie wurde vor allem durch die Rolle der Sarah Connor in den Filmen Terminator und Terminator 2 – Tag der Abrechnung bekannt.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linda Hamilton studierte in New York City Schauspiel und besuchte auch Actors Studio von Lee Strasberg.

Als ausgebildete Schauspielerin spielte sie zunächst in kleineren Low-Budget-Filmen, bevor sie 1980 für eine der Hauptrollen in der Seifenoper Secrets of Midland Heights engagiert wurde. Danach spielte sie im Film TAG: Assassination Game und in der Stephen King-Verfilmung Kinder des Zorns eine der Hauptrollen. Die Rolle der Sarah Connor in James Camerons Erfolgsfilm Terminator erhöhte ab 1984 ihren Bekanntheitsgrad beträchtlich. 1986 spielte sie in Black Moon neben Tommy Lee Jones die weibliche Hauptrolle.

Danach wirkte sie wieder in Fernsehserien mit und war u.a. auch in Mord ist ihr Hobby zu sehen. In der Fernsehserie Die Schöne und das Biest spielte sie zwischen 1987 und 1989 die Rolle der Catherine Chandler. Dies brachte ihr eine Emmy- und eine Golden Globe-Nominierung ein. 1990 spielte sie in der Filmkomödie Mr. Destiny neben James Belushi und Michael Caine. Im Jahr darauf übernahm sie in Terminator 2 – Tag der Abrechnung erneut die Rolle der Sarah Connor. Der Film brach Rekorde und wurde zu einem von Hamiltons größten Erfolgen. 1990 wurde sie zudem vom Magazin People in die Liste der 50 schönsten Menschen der Welt gewählt.

1995 spielte sie in dem Fernsehfilm A Mother's Prayer neben Bruce Dern und Kate Nelligan die Hauptrolle einer an AIDS erkrankten Mutter. Dafür war sie in der Kategorie als beste dramatische Darstellung für einen CableACE Award und 1996 für einen weiteren Golden Globe nominiert. 1997 spielte sie im Actionthriller Die Verschwörung im Schatten neben Charlie Sheen und auch im Katastrophenfilm Dante’s Peak neben Pierce Brosnan jeweils die weibliche Hauptrolle. Für ihre Rolle in Dante's Peak erhielt sie einen Blockbuster Entertainment Award.

Von da an war Hamilton ausschließlich in Serien wie Frasier und Immer wieder Jim sowie in zahlreichen Fernsehfilmen zu sehen. 2009 sprach sie im vierten Teil der Terminator-Reihe Terminator: Die Erlösung erneut die Rolle der Sarah Connor. Von 2010 bis 2012 spielte sie in zwölf Folgen der Fernsehserie Chuck die Rolle der lang vermissten Mutter von Chuck und Ellie. 2010 hatte sie außerdem in der Serie Weeds – Kleine Deals unter Nachbarn einen Gastauftritt.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linda Hamilton ist die Tochter eines Arztes (Carroll Stanford Hamilton), der bei einem Autounfall verstarb, als sie fünf Jahre alt war.[1] Sie hat eine Zwillingsschwester namens Leslie, eine ältere Schwester und einen jüngeren Bruder. Sie wuchs nach eigener Aussage in einer „sehr öden angelsächsischen Protestantenfamilie“ auf und besuchte zusammen mit ihrer Zwillingsschwester die Highschool in Salisbury. Danach studierte sie zwei Jahre lang am Washington College in Chestertown.

Hamilton war zweimal verheiratet, zunächst von 1982 bis 1989 mit dem Schauspieler Bruce Abbott, mit dem sie einen Sohn, Dalton Bruce, hat. Dieser wurde am 4. Oktober 1989 geboren und verkörperte John Connor als Baby im Film Terminator 2. Im Jahr 1997 heiratete sie James Cameron, mit dem sie eine Tochter hat.[2] Mit der Scheidung von Cameron 1999 erhielt Hamilton 50 Millionen Dollar zugesprochen.[3]

Im Oktober 2005 war Hamilton zu Gast bei Larry King Live, wo sie gestand, dass sie an einer Bipolaren Störung leide, die auch der Grund für die Scheidung von Abbott gewesen sei.[4]

2006 berichtete sie in einem Interview mit Marshall Julius von blockbuster.co.uk über die Fallstricke und Gefahren in Hollywood, wie etwa beim Dreh eines Feuergefechts in einem Fahrstuhl für Terminator 2 - Tag der Abrechnung. Dabei hatte Hamilton vergessen, ihren Gehörschutz zu tragen und erlitt ein Knalltrauma, das ihr Gehör auf einem Ohr bis heute beeinträchtigt. Außerdem erlitt sie bei den Dreharbeiten zu dem Film eine posttraumatische Belastungsstörung wie sie bei so genannten Kriegszitterern auftritt. Von letzterer konnte sie sich mittlerweile vollständig erholen.[5]

Filmografie (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1989: Romy Award für Beauty And The Beast
  • 1990: Saturn Award für Beauty And The Beast
  • 1991: Silberner Otto in der Kategorie „Beste Schauspielerin“ für Terminator 2: Judgment Day
  • 1992: MTV Movie Award in den Kategorien „Most Desirable Female“ und „Best Female Performance“ für Terminator 2: Judgment Day
  • 1992: Saturn Award für Terminator 2: Judgment Day
  • 1996: Cable Ace Award in der Kategorie „Best Actress in a Movie or Miniseries“ für A Mother’s Prayer
  • 1998: Blockbuster Entertainment Award in der Kategorie „Favorite Actress – Action/Adventure“ für Dante’s Peak
  • 1999: Grammy in der Kategorie „Spoken Word Album For Children“ für The Children’s Shakespeare
  • 2000: Golden Satellite Award in der Kategorie „Best Actress in a Miniseries or Telefilm“ für The Color Of Courage
  • 2001: Video Premiere Award in der Kategorie „Best Supporting Actress“ für Skeletons in the Closet

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Linda Hamilton – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Linda Hamilton bei biography.com, abgerufen am 1. Mai 2016
  2. Eintrag bei filmreference.com
  3. Forbes: Michael Jordan’s Divorce Most Costly Ever. foxnews.com. 16. April 2007. Abgerufen am 16. März 2009.
  4. Larry King interviewt Lind Hamilton. CNN, abgerufen am 1. Juni 2015 (englisch).
  5. Interview (Memento vom 25. Oktober 2012 im Internet Archive) mit blockbuster.co.uk (englisch)