Liste der Baudenkmäler in Duisburg-Meiderich/Beeck

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Schildförmige Denkmalplakette des Landes Nordrhein-Westfalen mit Wappen des Landes Nordrhein-Westfalen, darüber in Großbuchstaben der Schriftzug „Denkmal“, oben links und rechts sowie unten mittig ein Nagel.

Die Liste der Baudenkmäler in Duisburg-Meiderich/Beeck enthält die denkmalgeschützten Bauwerke auf dem Gebiet des Stadtbezirks Duisburg-Meiderich/Beeck in Nordrhein-Westfalen (Stand: 27. September 2014). Diese Baudenkmäler sind in Teil A der Denkmalliste der Stadt Duisburg eingetragen; Grundlage für die Aufnahme ist das Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalen (DSchG NRW).

Liste der Baudenkmäler in Duisburg-Meiderich/Beeck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Beschreibung Bauzeit Eingetragen
seit
Denkmal-
nummer
Beeckerwerth-Siedlung Beeckerwerth-Siedlung Beeckerwerth
Adressen siehe rechts
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von der Gewerkschaft Friedrich Thyssen am Rheinufer angelegte Großsiedlung, zunächst als Siedlung „Rheindeich“ bezeichnet, für Arbeiter der Zeche Beeckerwerth 1922–1924
1928
24. Juli 2000 507
Siedlung Ratingsee
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Siedlung Ratingsee Obermeiderich
Adressen siehe rechts
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neben der Diergardtsiedlung und der Dickelsbachsiedlung eine von drei Typen-Siedlungen, die unter anderem von Heinrich Bähr und Hermann geplant und aufgrund der Wohnungsnot nach Erstem Weltkrieg, Inflation und Ruhrbesetzung erbaut wurde. 1927–1928 26. Nov. 1998 475
Pumpwerk Alte Emscher
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Pumpwerk Alte Emscher Beeck
Alsumer Straße 7
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von Alfred Fischer entworfen, ist das Pumpwerk „Alte Emscher A“ das erste der Emschergenossenschaft. Durch die niedrige Lage der Emscher, deren Wasser zu Beginn des 20. Jahrhunderts verschmutzt und somit gesundheitsgefährdend war, sowie die Absenkungen aufgrund des Bergbaus kam es zu vielen Überschwemmungen. Zur Verhinderung dieser wurde das kreisförmige Gebäude, Innendurchmesser 41 m, erbaut. Der frei gespannte Betonkuppelbau ist 24,5 Meter hoch. 1914 08. Sep. 1999 502
Bahnhof Duisburg-Meiderich Süd
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Bahnhof Duisburg-Meiderich Süd Mittelmeiderich
Am Bahnhof 10
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umfasst das komplette Bahnhofssystem mit Vorplatz, Empfangsgebäude, Bahnsteigunterführung, Bahnsteigen und Konstruktionsdetails; ein sehr gut erhaltenes Beispiel eines Bahnhofssystems des Heimatstils 1911–1912 02. Aug. 1985 1
Siedlung „An der Vogelwiese“
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Siedlung „An der Vogelwiese“ Beeckerwerth
An der Vogelwiese
Adressen siehe rechts
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auf dem ehemaligen Reichsbahngelände errichtete Typenhaussiedlungsanlage der Hüttenwerke Ruhrort-Meiderich. Sie besteht aus zwölf eingeschossigen, symmetrisch gegliederten Doppelhäusern in Fachwerkkonstruktion mit niedrigen, traufständigen Satteldächern 1949 28. Mai 1999 501
Brotfabrik mit Wohnhaus und Nebengebäuden
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Brotfabrik mit Wohnhaus und Nebengebäuden Beeck
Arnold-Overbeck-Straße 58
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unter den Bauherren Arnold und Wilhelm Overbeck errichtete, ehemalige Simons-Brotfabrik, dass das nach Gustav Simons benannte Simonsbrot, ein Vollkornbrot aus Malzkorn (heute als Lieken Urkorn bekannt), herstellte. Es handelt sich um eine U-förmige Anlage; Teile der Nebengebäude inklusive des Vorderhauses entstanden erst um 1918. 1904
1917–1918
23. Nov. 2011 629
Evangelische Kirche Meiderich
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Evangelische Kirche Meiderich Mittelmeiderich
Auf dem Damm 6
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Kirchturm inschriftlich dem Jahr 1502 zugeordnet, nach archäologischen Untersuchungen enthält dieser aber noch Reste älterer Vorgängerbauten im Mauerwerk. Die Kirche wurde auf dem Grund der ehemaligen katholischen Kirche St. Georg, die 1862 bei Umarbeiten einstürzte und dann abgerissen wurde, erbaut. Daraufhin wurde das neue, neugotische Schiff nach außen hin aus Backstein errichtet. Im Inneren befindet sich zentral der gotisierende Predigtraum.[1] 1862–1863 13. Mär. 1985 40
Lehrerdenkmal Lehrerdenkmal Mittelmeiderich
Auf dem Damm 6
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das Denkmal aus Sandstein befindet sich auf dem Vorplatz der evangelischen Kirche (Denkmal-Nr. 40). Es ist fünf Meter hoch, hat die Form einer Fiale und ist drei Lehrern der Ev. Pfarrschule Meiderich von ihren Schülern gewidmet worden. 1877 23. Apr. 1990 167
Stahlsche Mühle Stahlsche Mühle Obermeiderich
Bahnhofstraße 35
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Windmühle aus unverputztem Backstein, durch seine Lage direkt an den Wohnhäusern mit zu wenig Wind versorgt, 1904 auf den elektrischen Betrieb umgestellt, 1929 stillgelegt. Flügel wurden abmontiert, erhalten ist nur der konische Mühlenstumpf. 1858 18. Juni 1985 97
Beamtenwohnungen Beamtenwohnungen Bruckhausen
Bayreuther Straße 40, 42, 44, 46
Kronstraße 9A, 11, 13, 15, 17, 19
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in zwei Bauabschnitten errichteter Wohnhauskomplex für die Beamten der Gewerkschaft Deutscher Kaiser (GDK). Es handelt sich um einen dreigeschossigen Zweiflügelbau mit Erkern, Risaliten und Walmdach; nach schweren Kriegsbeschädigungen ergab sich vor allem in der Kronstraße eine geänderte Fassadengliederung. 1910–1912 29. Juli 2010 609
Wohngebäude Wohngebäude Bruckhausen
Dieselstraße 66, 68, 70
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ursprünglich als Arbeiterwohnhaus von der Gewerkschaft Deutscher Kaiser angelegtes, dreiteiliges, zweigeschossiges Putzgebäude, heute genutzt als Familienzentrum im Verbund und städtische Kindertageseinrichtung 1912–1913 28. Juli 1994 343
BW Grundschule Dislichstraße Untermeiderich
Dislichstraße 3
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um 1890
1913
22. Juli 2014 650
Thyssen-Hochofenwerk Meiderich!ehemaliges Thyssen-Hochofenwerk Meiderich
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ehemaliges Thyssen-Hochofenwerk Meiderich Obermeiderich
Emscherstraße 71
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wo der heutige von Peter Latz angelegte Landschaftspark Duisburg-Nord liegt, war von 1902–1985 das Werk in Betrieb. Es wurde 1901 von August Thyssen gegründet und besaß fünf Hochöfen, bis 1908 fertiggestellt, von denen noch drei erhalten sind. Heute gehört der Landschaftspark zur Europäischen Route der Industriekultur.[2] 1901–1908 26. Mai 2000 506
BW Jüdischer Friedhof Duisburg-Beeck Beeck
Friedhofstraße
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1890 01. Juli 2014 660
Oberhof
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Oberhof Beeck
Friedrich-Ebert-Straße 364
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zweigeschossiger, fünfachsiger Backsteinbau im Stil der niederrheinischen Renaissance, die in Duisburg nur bei wenigen Gebäude vertreten ist. Der alte Adelssitz aus dem 9. Jahrhundert besitzt an den Schmalseiten, vierachsig angelegt, dreifach gestufte, geschweifte Giebel. 1665 26. Mär. 1985 74
Evangelische Kirche Beeck
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Evangelische Kirche Beeck Beeck
Friedrich-Ebert-Straße 370
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vermutlich als Kapelle für den Oberhof (Denkmal-Nr. 74) im 10. Jahrhundert errichtet; der heutige, ursprünglich einschiffige Kirchenbau stammt aus dem 15. Jahrhundert. Nachträglich wurde das Kirchenschiff, um 1844 ausführlich umgebaut und renoviert, um schmale Seitenschiffe aus Werkstein ergänzt. 1834 wurde der Westturm erneuert. Seit dem 17. Jahrhundert ist die Beecker Kirche ein evangelisches Gotteshaus. 15. Jh. 26. Mär. 1985 73
Hauptpostamt!ehemaliges Hauptpostamt
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ehemaliges Hauptpostamt Mittelmeiderich
Gabelsbergerstraße 4
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dreigeschossiges Gebäude im Stil des Historismus mit starken Einfluss der Renaissance mit rechtwinkligem Grundriss, Mansarddach und wechselnden Naturstein- und Putzfassaden. Beinhaltete bis zum November 2011 die Meidericher Post.[3] kurz nach 1900 11. Mai 1989 158
Beamten-Doppelwohnhaus Beamten-Doppelwohnhaus Bruckhausen
Kronstraße 3, 5
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späthistoristisches, spiegelsymmetrisches Beamten-Doppelwohnhaus der Gewerkschaft Deutscher Kaiser mit zwei Vollgeschossen 1904 30. Mai 2012 615
Direktoren- und Beamtenwohnhäuser Direktoren- und Beamtenwohnhäuser Bruckhausen
Kronstraße 6, 8, 10, 18, 18a, 20, 20a
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Ensemble von repräsentativen Direktoren- und Beamtenwohnhäusern der Gewerkschaft Deutscher Kaiser, entworfen vom Architekten Peter Grund 1922 04. Juni 2012 606
BW Grabsteine der Grablege Schulte-Marxloh Beeck
Lange Kamp
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die zwei Grabsteine befinden sich in der Familiengruft Schulte-Marxloh, der erste ist aus Sandstein im Jahr 1727 geschaffen worden und damit einer der ältesten erhaltenen Grabsteine Duisburgs, und die zweite Grabplatte stammt aus dem 19. Jahrhundert um 1727
19. Jh.
03. Juni 2003 528
Matenatunnel
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Matenatunnel Bruckhausen
Matenastraße
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der Straßenverlauf der Matenastraße geht zurück auf eine historische, bereits 1727 in vorindustrieller Zeit festgehaltene Verbindung bei der Bauerschaft Bruckhausen. Mit der Errichtung der Gewerkschaft Deutscher Kaiser, dem heutigen Thyssen-Krupp-Werk, wird der Straßenverlauf verändert und ein Tunnel zur Beibehaltung der Verbindungsstrecke zwischen Bruckhausen und dem damaligen Dorf Alsum nötig. Der 400 Meter lange Straßentunnel beinhaltete bis zum Jahr 1965, in dem das Bauwerk mit dem Abgang Alsums an Bedeutung verlor, auf dem Fahrstreifen in Fahrtrichtung Bruckhausen Straßenbahnschienen. 1909–1912 17. Jan. 2012 632
[[Vorlage:Bilderwunsch/code!/C:51.475376,6.784549!/D:Siedlung „Neubreisacher Straße“, Neubreisacher Straße
Adressen siehe rechts!/|BW]]
Siedlung „Neubreisacher Straße“ Obermeiderich
Neubreisacher Straße
Adressen siehe rechts
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durch die Hüttenbetriebe Meiderich südlich des ehemaligen Hüttenwerkes (Denkmal-Nr. 506, heute Landschaftspark Duisburg-Nord) angelegte Siedlung im historisierenden Stil, bestehend aus symmetrisch gegliederten, dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern, die durch schmale Bauwichen getrennt sind, mit giebelständigen Satteldächern 1906–1911 14. Nov. 1994 344
Turm der katholischen Liebfrauenkirche
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Turm der katholischen Liebfrauenkirche Bruckhausen
Schulstraße
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Der Turm ist der einzig erhaltene Teil der ursprünglichen, komplett denkmalgeschützten Liebfrauenkirche. Die nötige Renovierung lohnte trotz erhaltenswerter Geschichte aufgrund der geringen und abnehmenden Mitgliederzahl nicht; so wurde zu Beginn des Jahres 1988 das Kirchenschiff abgerissen, daher ist nur noch der Turm Teil des Denkmals. Das neue, kleinere Gotteshaus wird heute sowohl von Katholiken als auch russisch-orthodoxen Christen[4] genutzt. 1912–1915 14. Mai 1987 115
Evangelisches Gemeindehaus
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Evangelisches Gemeindehaus Bruckhausen
Schulstraße 41
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zweigeschossiges Backsteingebäude mit T-förmigem Grundriss und Satteldach; an der Frontseite befindet sich westlich ein Kopfbau, dreiachsig, und rückwärtig ein Saalbau. 1903 19. Nov. 1995 384
BW Wohnhaus Obermeiderich
Varziner Straße 42
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unter Heinrich Stratenwerth erbautes zweieinhalbgeschossiges, traufständiges, dreiachsiges Wohnhaus mit farbig herausgehobener, historisierend gestalteter Straßenfassade, deren Fenster mit Säulen gestützt und mit Balustern sowie Kapitellen geschmückt sind. 1897 09. Apr. 2008 572
Katholische Kirche St. Michael
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Katholische Kirche St. Michael Mittelmeiderich
Von-der-Mark-Straße 68
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neogotische, dreischiffige Hallenkirche aus Backstein mit Querschiff, 1894 fertiggestelltem Turm und einem Hoch- sowie einem Marienaltar aus der Bauzeit 1883–1885 29. Dez. 1987 132
Wohngebäude und Nebengebäude
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Wohngebäude und Nebengebäude Mittelmeiderich
Weißenburger Straße 25
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das eingeschossige Wohnhaus aus Feldbrandsteinen mit Satteldach wurde um 1880 im Stil eines frühen Arbeiterwohnhauses errichtet; nordwestlich davon im Hof befindet sich das von der evangelischen Freikirche etwa 1906 erbaute ehemalige Bethaus. Das rechteckige Gebäude mit Pultdach dient mittlerweile als einfaches Nebengebäude und Lagerraum. um 1880
um 1906
19. Nov. 1995 383
Wohngebäude
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Wohngebäude Untermeiderich
Weserstraße 32
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zweigeschossiges Wohnhaus mit Satteldach und polygonalem, gering vorspringendem Erker in der ersten Etage 1910 20. Mai 1997 434

Ehemalige Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Beschreibung Bauzeit Eingetragen
seit
Denkmal-
nummer
Wohnhaus mit Gaststätte Wohnhaus mit Gaststätte Bruckhausen
Kaiser-Wilhelm-Straße 48
Dieselstraße 2A
Karte
asymmetrisches, stumpfwinkliges, zweigeschossiges Eckgrundstück mit ausgebautem Dachgeschoss, Gaststätte „Schwarzer Diamant“ im Erdgeschoss und zwei zweigeschossigen Erkern jeweils auf der drittäußersten Achse; Abbruch im Februar 2014 [5] 1903–1904 17. Dez. 2010 614
[[Vorlage:Bilderwunsch/code!/C:51.467619,6.772966!/D:ehemaliges St. Elisabeth-Hospital, Von-der-Mark-Straße 70!/|BW]] ehemaliges St. Elisabeth-Hospital Mittelmeiderich
Von-der-Mark-Straße 70
Karte
Haupttrakt 1899 im frühen Stil des Historismus ursprünglich dreigeschossig errichtet, 1957 um eine Etage erweitert, symmetrisch gehalten; 1909 um einen, zur Straßenseite vorstehenden Westflügel, der stilistisch an den älteren Bau angeglichen ist, erweitert. Das Äußere ist im Stil der Neorenaissance angelegt, das Innere weist vorwiegend neogotische Formen auf. Es wurde zwischen 2006 und 2007 abgerissen. 1899
1909
21. Okt. 1987 130

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neues zur frühen Baugeschichte der evangelischen Kirche in Mittelmeiderich. In: Stadt Duisburg (Hrsg.): Duisburger Denkmalthemen 5 – Die mittelalterliche Pfarrkirche St. Georg in Mittelmeiderich. Duisburg 2009, ISBN 978-3-89279-653-4, S. 2 (PDF). Abgerufen am 5. Juni 2012.
  2. Landschaftspark Duisburg-Nord. Route der Industriekultur, S. 3, abgerufen am 5. Juni 2012.
  3. Harald Landgraf: Meidericher Post schließt. Lokalkompass.de, 7. Oktober 2011, abgerufen am 7. Juni 2012.
  4. Peter Korte: Suche nach Lösungen. Rheinische Post, 31. Oktober 2009, abgerufen am 5. Juni 2012.
  5. Bruckhausen-Blog, abgerufen am 3. April 2014