Liste der Baudenkmäler in Teuschnitz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen von Teuschnitz

Auf dieser Seite sind die Baudenkmäler der oberfränkischen Stadt Teuschnitz zusammengestellt. Diese Tabelle ist eine Teilliste der Liste der Baudenkmäler in Bayern. Grundlage ist die Bayerische Denkmalliste, die auf Basis des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes vom 1. Oktober 1973 erstmals erstellt wurde und seither durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege geführt wird. Die folgenden Angaben ersetzen nicht die rechtsverbindliche Auskunft der Denkmalschutzbehörde.[Anm. 1] Diese Liste gibt den Fortschreibungsstand vom 7. Juli 2021 wieder und enthält 39 Baudenkmäler.

Ensembles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptstraße Teuschnitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ensemble umfasst in seinem Umgriff die Hauptstraße von Teuschnitz, die in ihrer Lage der Marktgründung des 14. Jahrhunderts entspricht und eine vereinheitlichende Bebauung aus der Mitte des 19. Jahrhunderts aufweist. Der Straßenzug ist im südlichen Bereich beidseitig, im nördlichen Bereich westseitig mit traufständigen, gegliederten Sandsteinquaderbauten bebaut, die nach dem Stadtbrand von 1844 errichtet wurden. Diese verbildlichen den Anspruch des ehemaligen Oberamtes Teuschnitz im 19. Jahrhundert als „Metropole“ des Frankenwaldes zu gelten. Einen besonderen Akzent setzt das 1854 an der platzartigen Erweiterung der Hauptstraße errichtete Rathaus mit Glockenturm und Uhr. Dominierender Bau im Straßenbild ist die 1949, anstelle eines Vorgängerbaus, errichtete katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Die jetzt als Parkanlage genutzte Freifläche südlich der Kirche entstand vor 1854, als die Reste des ehemaligen Schlosses endgültig abgebrochen wurden. (Aktennummer E-4-76-180-1)

Baudenkmäler nach Gemeindeteilen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teuschnitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Hauptstraße 12
(Standort)
Wohnhaus Zweigeschossiger Traufseitbau mit Sandsteinquaderfassade, 1845 D-4-76-180-3 Wohnhaus
weitere Bilder
Hauptstraße 15
(Standort)
Wohnhaus Zweigeschossiges Eckgebäude mit versetzten Sandsteineckquadern und abgewalmtem Schieferdach, bezeichnet „1844“ D-4-76-180-4 Wohnhaus
Hauptstraße 16
(Standort)
Wohnhaus Zweigeschossiger Traufseitbau mit Sandsteinquaderfassade und abgewalmtem Schieferdach, 1844 D-4-76-180-5 Wohnhaus
Hauptstraße 18
(Standort)
Wohnhaus Zweigeschossiger Traufseitbau mit Sandsteinquaderfassade, Mitte 19. Jahrhundert D-4-76-180-6 Wohnhaus
weitere Bilder
Hauptstraße 19
(Standort)
Gasthaus Zweigeschossiger Traufseitbau mit Sandsteinquaderfassade, 1844

Tanzsaal, zweigeschossiger, verputzter Ziegelbau mit Rundbogenfenstern und Mansarddach, erdgeschossiges Nebengebäude, um 1870

D-4-76-180-7 Gasthaus
Hauptstraße 20
(Standort)
Wohn- und Geschäftshaus Zweigeschossiger Traufseitbau mit Sandsteinquaderfassade, 1845, moderner Gaubenausbau D-4-76-180-8 Wohn- und Geschäftshaus
Hauptstraße 27
(Standort)
Wohnhaus Zweigeschossiger Traufseitbau mit Sandsteinquaderfassade und Schieferdeckung, 1844 D-4-76-180-10 Wohnhaus
Hauptstraße 30
(Standort)
Wohnhaus Zweigeschossiger Traufseitbau mit Sandsteinquaderfassade, Zwerchhaus und Schieferdeckung, Mitte 19. Jahrhundert, Ladeneinbau im Erdgeschoss

Ehemaliges Amtsgebäude des Bezirksamts Teuschnitz[1]

D-4-76-180-11 Wohnhaus
Hauptstraße 38
(Standort)
Rathaus Zweigeschossiger Traufseitbau mit Sandsteinquadern und Glockenturm, Schieferdeckung, 1854 D-4-76-180-13 Rathaus
weitere Bilder
Vor Hauptstraße 38
(Standort)
Statue heiliger Johannes Nepomuk Sandstein, 1753 D-4-76-180-14 Statue heiliger Johannes Nepomuk
weitere Bilder
Hauptstraße 40
(Standort)
Katholisches Pfarrhaus Zweigeschossiger Walmdachbau mit Mittelrisalit, Sandsteinrahmungen und Schieferdeckung, 1829 D-4-76-180-2 Katholisches Pfarrhaus
Hauptstraße 42
(Standort)
Wohnhaus Zweigeschossiger Walmdachbau mit Sandsteingliederung, verputzt, 1854, nachträglicher Arkadendurchgang und Ladeneinbau im Erdgeschoss D-4-76-180-15 Wohnhaus
weitere Bilder
Kirchstraße 1
(Standort)
Katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt Ausstattung der Vorgängerkirche in Kirchenneubau von 1949 D-4-76-180-1 Katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
weitere Bilder
Steinbacher Weg 2
(Koordinaten fehlen! Hilf mit.)
Wegkreuz Gusseisen auf Sandsteinsockel, 19. Jahrhundert D-4-76-180-16
Am Torberg
(Standort)
Wegkreuz Gusseisen auf Sandsteinsockel, 19. Jahrhundert

Der rechteckige Sandsteinsockel dieses Wegkreuzes besitzt an der Stirnseite eine reliefierte Bildnische, an den Schmalseiten befinden sich tieferliegende Felder mit kielbogigem Abschluss und an der Rückseite eine gerahmte, rechteckige Nische. Der Sockel endet mit einer stark überkragenden, walmdachartig schließenden Platte, die ein Gusseisenkreuz mit breiter Schriftnische trägt. In der Nacht des 2. August 1826 waren Pfarrer Georg Greim und sein Gutsverwalter auf dem Rückweg von Wickendorf nach Teuschnitz, als sie von einem Unbekannten am heutigen Standort des Kreuzes angegriffen und mit einem Knüppel niedergeschlagen wurden. Der Gutsverwalter starb später an den erlittenen Verletzungen. Für die Tat wurde ein Bauer aus Wickendorf verurteilt, der sich zuvor vehement geweigert hatte, den Pfarrer Greim zustehenden Zehnten an diesen zu entrichten. Zwei Jahre später erteilte Greim einem bei der Arbeit tödlich verwundeten Knecht der Finkenmühle die Krankensalbung. Dabei beichtete der Mann, dass er der Angreifer gewesen sei, der den Gutsverwalter erschlagen habe. Grund sei eine Verwechslung gewesen: Der Knecht war in ein Mädchen aus Wickendorf verliebt und glaubte, die beiden nächtlichen Heimkehrer seien Konkurrenten um die Gunst der Angebeteten, weshalb er ihnen eine Lektion erteilen wollte. Der unschuldig inhaftierte Bauer wurde daraufhin rehabilitiert.[2]

D-4-76-180-19 Wegkreuz
Am Windberg
(Standort)
Wegkreuz Gusseisen auf Sandsteinsockel, 19. Jahrhundert D-4-76-180-17 Wegkreuz
An der Straße nach Marienroth
(Standort)
Wegkreuz Gusseisen auf Sandsteinsockel, bezeichnet „1909“

Dieses Wegkreuz ruht auf einer abgefasten, breiteren Grundplatte, auf der ein quadratischer Sockel mit Walmdachabschluss steht. In die Stirnseite des Sockels ist die Inschrift „Errichtet zur Ehre Gottes von Paul Raab 1909“ eingemeißelt. Auf dem Sockel ist ein 140 cm hohes Kreuz aus Flacheisen angebracht, an dem der 55 cm hohe Korpus befestigt ist. Der zum Himmel aufblickende Christus ist mit einem schmalen Lendentuch bekleidet, seine Füße sind nebeneinander an den Kreuzstamm genagelt. Am Fuß des Kreuzes steht eine 50 cm hohe Figur der Gottesmutter Maria. Beide Figuren wurden nachträglich an das Kreuz angeschraubt; eine ebenfalls nachträglich angebrachte Inschrifttafel am Kopf des Kreuzes fehlt.[3]

D-4-76-180-18 Wegkreuz
Am alten Fuhrweg nach Förtschendorf, 500 m westlich des Ortes
(Standort)
Wegkreuz Gusseisen auf Sandsteinsockel, 19. Jahrhundert

Der rechteckige Sockel dieses Wegkreuzes besitzt einen gekehlten Abschluss. Alle vier Seiten zeigen je zwei spitzgiebelig zulaufende Felder mit einer Rosette darüber. Der Kreuzaufsatz aus Gusseisen wird von einem breiteren Unterteil eingeleitet. In dessen unteren Ecken befinden sich kleine reliefierte Kreuze, dazwischen ornamentiertes Rankenwerk. Darüber folgt eine von angedeuteten kannelierten Säulen gerahmte, rundbogige Bildnische. Über der Bildnische ist ein Kelch dargestellt. Der Kreuzfuß wird von zwei knienden, barockisierenden Engeln flankiert, Kreuzstamm und Querbalken sind durchbrochen und verziert. Über dem Korpus Christi befindet sich eine von einem Strahlkranz umgebene Scheibe mit den verschlungenen Buchstaben „IHS“.[4]

D-4-76-180-20 Wegkreuz
Am Fuß- und Radweg nach Reichenbach, am Wasserhochbehälter
(Standort)
Wegkapelle Verschieferter Holzbau, 19. Jahrhundert; mit Ausstattung

Der schlichte verschieferte Holzbau mit Walmdach wurde in seiner heutigen Form errichtet, nachdem ein umstürzender Baum den Vorgängerbau erheblich beschädigt hatte. Zur Ausstattung der Kapelle gehört unter anderem eine lebensgroße Muttergottes-Statue, die ursprünglich aus der Pfarrkirche in Teuschnitz stammt.[5]

D-4-76-180-21 Wegkapelle
An der Straße nach Reichenbach, 100 m nördlich des Ortes
(Standort)
Wegkreuz Gusseisen auf Sandsteinsockel, 19. Jahrhundert

Der Sandsteinsockel dieses Wegkreuzes besitzt einen gesimsten Abschluss. An Stirnseite und Rückseite befinden sich glatte Felder ohne Inschrift, die beiden anderen Seiten zeigen je ein hervortretendes Relief einer Fackel. Der hohe Kreuzaufsatz wird an seiner Rückseite von einer Eisenstange gestützt. Unter dem Korpus Christi befindet sich am Fuß des Kreuzes eine stehende Figur der Heiligen Maria, über dem Korpus eine Schrifttafel mit den Buchstaben „INRI“. Figuren und Schrifttafel wurden nachträglich an das Kreuz angeschraubt.[6]

D-4-76-180-22 Wegkreuz
weitere Bilder

Im Wald zwischen Teuschnitz und Rappoltengrün
(Standort)
Kremnitzkapelle Mit Streben besetzter Saalbau aus Sandsteinquadern mit abgewalmtem Schieferdach, Fassadenturm mit Spitzhelm, neugotisch, 1865–1867; mit Ausstattung

Die zur rund 200 m nördlich gelegenen Kremnitzmühle gewandte Schauseite des neugotischen Saalbaus ist von vier Strebepfeilern gegliedert. Über dem spitzbogigen Eingang ist die Jahreszahl „1865“ eingemeißelt, ein vielfach unterteiltes Rundfenster über dem Portal deutet eine gotische Rosette an. Drei vorstehende Halbbögen an der Giebelfront und die Gliederung des Glockenturms finden sich in gleicher Form am 1854 erbauten Rathaus der Stadt. Die Längsseiten des Schiffes mit je fünf Spitzbogenfenstern werden von jeweils vier Strebepfeilern gestützt, die Rückseite des Gebäudes von zwei Pfeilern. Stifterin der Kremnitzkapelle war die Witwe des Kremnitzmüllers. Dieser soll sich in einem Schneesturm verirrt und für seine wohlbehaltene Heimkehr den Bau einer Kapelle gelobt haben. Der Innenraum des Bauwerks wurde im Laufe der Zeit mehrmals verwüstet.[7]

D-4-76-180-23 Kremnitzkapelle
weitere Bilder
1400 m südöstlich des Ortes
(Koordinaten fehlen! Hilf mit.)
Wegkreuz Gusseisen auf Sandsteinsockel, 19. Jahrhundert D-4-76-180-24
Oberer Reichenbach, am Rad- und Fußweg nach Reichenbach
(Standort)
Wegkreuz Sandstein, 19. Jahrhundert

Der Überlieferung nach wurde dieses Flurdenkmal von einem Bauern gestiftet, der mit einem Ochsengespann sein Feld bestellte. Als die Tiere scheuten und in Panik gerieten, wurde der Mann von der angespannten Egge erfasst und mitgeschleift. Als er in seiner Not die Gottesmutter anrief, sollen die Ochsen unvermittelt stehen geblieben sein. Aus Dankbarkeit für seine Rettung ließ der Bauer dieses Wegkreuz errichten. Dessen Sockel ist an der Basis gestuft, das Feld an der Stirnseite trägt die Inschrift „Gelobt sei Jesus Christus“. Der gekehlte Abschluss lädt weit nach allen Seiten aus. Über dem Scheitelpunkt der abgeschrägten Plattform erhebt sich ein Sandsteinkreuz, das am Kreuzfuß zweifach gestuft ist. Die Vierung ist mit konvexen Armschrägen verstärkt. Der Korpus und die Inschrifttafel mit den Buchstaben „INRI“ am Kopf des Kreuzes bestehen aus Metall.[8]

D-4-76-180-41 Wegkreuz

Haßlach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Bei Am Roller 8
(Standort)
Wegkreuz Gusseisen auf Sandsteinsockel, 19. Jahrhundert

Der Sandsteinsockel dieses Wegkreuzes ist oben an drei Seiten walmdachartig abgeschrägt. Das Feld an der Stirnseite ziert ein reliefiertes griechisches Kreuz, die beiden Seitenfelder sind leer. Der Kreuzaufsatz mit breiter angelegten Enden ist mit Rankenwerk verziert. Der auf einem Suppedaneum stehende Korpus ist von Strahlenbündeln umgeben, die von der Vierung des Kreuzes ausgehen. An dessen Kopf befindet sich ein Schriftband mit den Buchstaben „INRI“. Der Überlieferung nach soll am Standort des Kreuzes ein Mensch erschlagen und anschließend über den Sandsteinfelsen (ein ehemaliger Bierkeller) in die Tiefe gestürzt worden sein.[9]

D-4-76-180-27 Wegkreuz
Luckenberg 10
(Standort)
Katholische Pfarrkirche St. Maria und Vierzehn Nothelfer Saalbau mit Sandsteingliederungen, Satteldach und spitzbehelmtem Fassadenturm, 1645/46, über älterem Kern; mit Ausstattung D-4-76-180-25 Katholische Pfarrkirche St. Maria und Vierzehn Nothelfer
weitere Bilder
Bei Luckenberg 10, am Aufgang zur Kirche
(Standort)
Zwei Bildstöcke Sandstein, ionische Säulen und Aufsätze mit Bogenabschlüssen und Steinkreuzen, 1704

Diese beiden gleichartigen ionischen Bildstöcke ruhen auf konkav-konvex geformten Sockeln. Darauf erheben sich die von Ringwulsten unterteilten Säulenschäfte, die mit ionischen Kapitellen enden. Unterhalb der Kapitelle ist die Jahreszahl „1704“ eingemeißelt, die beim östlichen der beiden Flurdenkmäler aufgrund von Ausbesserungsarbeiten jedoch beschädigt ist. Die schmalen Aufsätze, deren Unterteile mit Laubwerk verziert sind, laden seitlich aus. Auf den geschwungenen Abschlussgesimsen befinden sich Steinkreuze als Bekrönung. In die Bildnischen an den Stirnseiten sind bemalte Blechtafeln eingelassen.[10]

D-4-76-180-26 Zwei Bildstöcke
Steinbacher Straße 26, im Garten
(Standort)
Bildstock Sandstein, kurzer Pfeiler mit korinthischem Kapitell und vierseitiger Aufsatz mit Bildnischen, Bogengiebeln, Steinkugel und Eisenkreuz, zweite Hälfte 19. Jahrhundert

Zum Anlass für die Errichtung dieses Flurdenkmals existieren zwei verschiedene Erzählungen. Zum einen soll der Bildstock an die überstandene Pest im Jahr 1790 erinnern, zum anderen soll er dem Gedenken an einen Reiter dienen, der mitsamt seinem Pferd im sumpfigen Tal der Haßlach versunken sein soll. Das Denkmal ruht auf einem quadratischen Sockel, auf dem ein kurzer, oktogonaler Pfeilerschaft mit romanisierendem Kapitell steht. Der Aufsatz wird von eingezogenen Rundbogen geschlossen und trägt als Bekrönung eine Steinkugel und ein Eisenkreuz. Die vier Bildnischen werden von säulenartigen Eckvorlagen getrennt; die Reliefs zeigen die Krönung Mariens, den Heiligen Antonius von Padua, das Christusmonogramm mit einem Kleeblattkreuz und die Glosberger Muttergottes.[11] Eine Marienstatue in dem nördlich der Kreisstadt Kronach gelegenen Wallfahrtsort soll 1727 mehrmals blutige Tränen geweint haben, weshalb dieses Motiv auf zahlreichen Bildstöcken im Frankenwald zu finden ist.[12]

D-4-76-180-28 Bildstock
Am Schönwappenweg, etwa 2 km nordöstlich des Ortes am Eppenberg
(Standort)
Grenzstein, sogenannter Dreiwappenstein am Kießlich Sandstein, 1717 D-4-76-152-30 Grenzstein, sogenannter Dreiwappenstein am Kießlich
weitere Bilder

Rappoltengrün[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Rappoltengrün 8
(Standort)
Wohnstallhaus Erdgeschossiger Satteldachbau, verschiefert, 18. Jahrhundert D-4-76-180-29 Wohnstallhaus
Rappoltengrün 14
(Standort)
Katholische Pfarrkirche St. Michael Saalbau mit Satteldach, Chorturm mit Sakristeianbau und flacher Zwiebelhaube, Grauwacke, bezeichnet „1948“ D-4-76-180-34 Katholische Pfarrkirche St. Michael
weitere Bilder
Rappoltengrün 14, auf dem Friedhof
(Standort)
Statue heiliger Johannes Nepomuk Sandstein, Sockel mit seitlichen Voluten, 1821 D-4-76-180-30 Statue heiliger Johannes Nepomuk
Rappoltengrün 14, auf dem Friedhof
(Standort)
Grabmal der Familie Förtsch Sandstein, Kreuz mit trauernden Engelsfiguren auf hohem Sockel, neugotisch, um 1875 von J. Köllner D-4-76-180-35 Grabmal der Familie Förtsch
Am Ortsausgang Richtung Tschirn zwischen zwei Linden
(Standort)
Bildstock Sandstein, gewundene Weinrankensäule, vierseitiger Aufsatz mit Reliefs der Marienkrönung, Anna selbdritt, Heiliger Familie und Vierzehn Nothelfern, bezeichnet „1750“

Dieser ionische Bildstock, der gelegentlich Hans-oh-Marter genannt wird, ruht auf einem konkav-konvex geformten Sockel, dessen Südseite die verwitterte Inschrift „thomaß Hotder…“ und die Jahreszahl 1750 trägt. Auf ein quadratisches Zwischenstück folgt der mit Fries geschmückte und mit Weinranken und Trauben verzierte, gewundene Säulenschaft, der mit einem ionischen Kapitell endet. Darauf befindet sich der vierseitige Aufsatz, dessen Reliefs unter den eingezogenen Rundbogen Darstellungen der Krönung Mariens, der Heiligen Familie, der Vierzehn Nothelfer mit dem Jesuskind und der Anna selbdritt zeigen. Der Erzählung nach soll zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges ein schwedischer Soldat von einem Rappoltengrüner Bauern erschlagen worden sein; der Tote sei dann als Gespenst im Wald umhergeirrt und habe dabei „Hans, oh Hans“ gerufen. Um die Seele des Mannes zu erlösen, wurde vermutlich dieser Bildstock errichtet.[13]

D-4-76-180-36 Bildstock
Dober; Dobergrund; Luck; Doberbach; Gemeindeholz; Links am Tschirner Weg; Doberleite; Dobermühle 1; Distrikt Reichenbacher Wald; Heidäcker
(Koordinaten fehlen! Hilf mit.)
Floßbach Typischer Floßbachabschnitt mit Floßteich mit Steinschleuse von 1934

Gut erhaltene seltene Schrotverbauungen aus den 1930er Jahren und seltene Querverbauungen in Form von „Stangenrutschen“

Dobermühle (Gebäude vermutlich um 1600)

D-4-76-182-6 Floßbach
weitere Bilder

Wickendorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Dorfplatz 2
(Standort)
Ehemaliges Schulhaus Zweiflügeliger Satteldachbau mit rückwärtigem Treppenhausflügel, Bruchsteinsockel, Obergeschoss verschiefert, um 1900 D-4-76-180-39 Ehemaliges Schulhaus
Austraße
(Standort)
Bildstock Sockel und vierseitiger Aufsatz mit Bogengiebeln, Sandstein, 18. Jahrhundert D-4-76-180-32 Bildstock
Etwa 500 m östlich des Ortes
(Standort)
Bildstock Aufgesockelte Sandsteinplatte mit Bildfeldern und Steinkreuz, 1863

An der unteren Hälfte der nach Norden weisenden Stirnseite trägt dieser flach gehaltene Bildstock unterhalb der Verzierungen die stark verwitterte Inschrift „Zum Andenken gewidmet von M. Gruber 1863“. Das von zwei Säulen flankierte Relief darüber zeigt die Trinität. An der in Richtung Süden gewandten Seite ist die Muttergottes mit dem Jesuskind dargestellt. Der gestuft endende Abschluss des Bildstocks trägt als Bekrönung ein lateinisches Steinkreuz. Anlass für die Errichtung des Flurdenkmals war ein nicht näher überliefertes Unglück beim Transport von Holz.[14]

D-4-76-180-33 Bildstock
Straßäcker, Einmündung der KC17 in die St2198
(Standort)
Wegkapelle St. Martin Grauwackenstein, bezeichnet „1914“

Der Kapellenbau aus Bruchsteinen wurde 1914 von Johann Martin aus Wickendorf erbaut, um ein Versprechen seines Vaters einzulösen; der Anlass für die Errichtung war „Pech in der Landwirtschaft“. Der Name des Stifters und das Errichtungsjahr sind an einem Inschriftstein an der Ostseite des Türmchens zu lesen, das über dem Eingang auf dem schiefergedeckten, nach Westen hin abgewalmten Satteldach der Kapelle aufsitzt. Der Eingang der Kapelle ist mit einem eisernen Gittertor verschlossen, da die Marienstatue im Inneren bereits mehrmals Opfer von Raub oder Vandalismus war.[15]

D-4-76-180-40 Wegkapelle St. Martin

Ehemalige Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In diesem Abschnitt sind Objekte aufgeführt, die noch existieren und früher einmal in der Denkmalliste eingetragen waren, jetzt aber nicht mehr.

Lage Objekt Beschreibung Akten-Nr. Bild
Rappoltengrün
Am westlichen Ortsrand
(Koordinaten fehlen! Hilf mit.)
Bildstockfragmente Sandstein, 1723

Bei diesen Fragmenten handelt es sich um Sockel und Aufsatz eines Bildstocks. Der gebauchte Sockel trägt an der Ostseite die Inschrift „HGHF 1723“, die drei anderen Seiten sind glatt. Der Aufsatz wird von eingezogenen Rundbogen geschlossen. Seine Stirnseite zeigt ein Relief der Krönung Mariens, an der einen Schmalseite sind Johannes der Täufer und die Inschrift „S. IOhannes“ zu sehen. An der dritten Seite befinden sich ein Relief des Heiligen Martin und die Inschrift „S. martinus“. Die Rückseite des Aufsatzes wurde vermutlich zusammen mit dem Säulenschaft des Flurdenkmals bei einem Sturz zerstört.[16]

D-4-76-180-31
Teuschnitz
Hauptstraße 24
(Standort)
Scheitelstein 1845 D-4-76-180-9 Scheitelstein
Teuschnitz
Hauptstraße 36
(Standort)
Türsturz Bezeichnet „1844“

Das zugehörige Gebäude wurde Anfang des Jahres 2012 abgebrochen, um Raum für einen Neubau zu schaffen. Die zum denkmalgeschützten Ensemble Hauptstraße gehörende Fassade des Erdgeschosses blieb hierbei erhalten.

Türsturz
weitere Bilder
Wickendorf
Austraße 6
(Koordinaten fehlen! Hilf mit.)
Wohnstallbau Eingeschossig, mit dekorierter Verschieferung, Mitte 19. Jahrhundert D-4-76-180-37

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Diese Liste entspricht möglicherweise nicht dem aktuellen Stand der offiziellen Denkmalliste. Letztere ist sowohl über die unter Weblinks angegebene Verknüpfung als PDF im Internet einsehbar als auch im Bayerischen Denkmal-Atlas kartographisch dargestellt. Auch diese Darstellungen geben, obwohl sie durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege täglich aktualisiert werden, nicht immer und überall den aktuellen Stand wieder. Daher garantiert das Vorhandensein oder Fehlen eines Objekts in dieser Liste oder im Bayerischen Denkmal-Atlas nicht, dass es gegenwärtig ein eingetragenes Denkmal ist oder nicht. Außerdem ist die Bayerische Denkmalliste ein nachrichtliches Verzeichnis. Die Denkmaleigenschaft – und damit der gesetzliche Schutz – wird in Art. 1 des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes (BayDSchG) definiert und hängt nicht von der Kartierung im Denkmalatlas und der Eintragung in die Bayerische Denkmalliste ab. Auch Objekte, die nicht in der Bayerischen Denkmalliste verzeichnet sind, können Denkmäler sein, wenn sie die Kriterien nach Art. 1 BayDSchG erfüllen. Bei allen Vorhaben ist daher eine frühzeitige Beteiligung des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege nach Art. 6 BayDSchG notwendig.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Baudenkmäler in Teuschnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rudolf Pfadenhauer, Dietmar Lang: Bezirksamt Teuschnitz im Jahr 1931 aufgehoben (= Landkreis Kronach, Bernd Graf [Hrsg.]: Heimatkundliches Jahrbuch des Landkreises Kronach. Band 23-2001/02). Anton Hauguth-Verlag, Kronach-Neuses 2002, ISBN 3-9803467-6-5, S. 23–37.
  2. Roland Graf: Wegkreuze – Bildbäume – Gedächtnissteine. Hrsg.: Arbeitskreis für Heimatpflege (= Heimatkundliches Jahrbuch des Landkreises Kronach. Band 7/1979). S. 92–94.
  3. Roland Graf: Wegkreuze – Bildbäume – Gedächtnissteine. Hrsg.: Arbeitskreis für Heimatpflege (= Heimatkundliches Jahrbuch des Landkreises Kronach. Band 7/1979). S. 94 f.
  4. Roland Graf: Wegkreuze – Bildbäume – Gedächtnissteine. Hrsg.: Arbeitskreis für Heimatpflege (= Heimatkundliches Jahrbuch des Landkreises Kronach. Band 7/1979). S. 97.
  5. Roland Graf: Wegkapellen im Landkreis Kronach. Hrsg.: Arbeitskreis für Heimatpflege (= Heimatkundliches Jahrbuch des Landkreises Kronach. Band 12/1984). S. 168 f.
  6. Roland Graf: Wegkreuze – Bildbäume – Gedächtnissteine. Hrsg.: Arbeitskreis für Heimatpflege (= Heimatkundliches Jahrbuch des Landkreises Kronach. Band 7/1979). S. 97 f.
  7. Roland Graf: Wegkapellen im Landkreis Kronach. Hrsg.: Arbeitskreis für Heimatpflege (= Heimatkundliches Jahrbuch des Landkreises Kronach. Band 12/1984). S. 166 f.
  8. Roland Graf: Wegkreuze – Bildbäume – Gedächtnissteine. Hrsg.: Arbeitskreis für Heimatpflege (= Heimatkundliches Jahrbuch des Landkreises Kronach. Band 7/1979). S. 98.
  9. Roland Graf: Wegkreuze – Bildbäume – Gedächtnissteine. Hrsg.: Arbeitskreis für Heimatpflege (= Heimatkundliches Jahrbuch des Landkreises Kronach. Band 7/1979). S. 28 f.
  10. Roland Graf, Willi Schreiber: Martern – Kreuzstein – Steinkreuz. Hrsg.: Arbeitskreis für Heimatpflege (= Heimatkundliches Jahrbuch des Landkreises Kronach. Band 1/1974). S. 39.
  11. Roland Graf, Willi Schreiber: Martern – Kreuzstein – Steinkreuz. Hrsg.: Arbeitskreis für Heimatpflege (= Heimatkundliches Jahrbuch des Landkreises Kronach. Band 1/1974). S. 39 f.
  12. Roland Graf: Marter einfach achtlos umgestoßen. inFranken.de, 7. August 2015, abgerufen am 12. Juli 2020.
  13. Roland Graf, Willi Schreiber: Martern – Kreuzstein – Steinkreuz. Hrsg.: Arbeitskreis für Heimatpflege (= Heimatkundliches Jahrbuch des Landkreises Kronach. Band 1/1974). S. 79 f.
  14. Roland Graf, Willi Schreiber: Martern – Kreuzstein – Steinkreuz. Hrsg.: Arbeitskreis für Heimatpflege (= Heimatkundliches Jahrbuch des Landkreises Kronach. Band 1/1974). S. 107 f.
  15. Roland Graf: Wegkapellen im Landkreis Kronach. Hrsg.: Arbeitskreis für Heimatpflege (= Heimatkundliches Jahrbuch des Landkreises Kronach. Band 12/1984). S. 188 f.
  16. Roland Graf, Willi Schreiber: Martern – Kreuzstein – Steinkreuz. Hrsg.: Arbeitskreis für Heimatpflege (= Heimatkundliches Jahrbuch des Landkreises Kronach. Band 1/1974). S. 80.